Für diese Art Endzeitmusik, die Reifert & Co. auf vorliegender Scheibe zelebrieren, müßte ein neuer Stil erfunden werden: "Apocalyptic Pervert Metal" oder so ähnlich. Irgendwo im Niemandsland zwischen Death Metal, Funeral Doom, Crustcore und pyschedelischen Einsprengseln zelebrieren Abscess einen Brachialsound, der seinesgleichen sucht. Hören auf eigene Gefahr...
"Goddess of Filth and Plague", der Opener des Albums, macht bereits keine Gefangenen. Weitere Highlights sind "Never Sane Again", "The Rotting Land" (der perverseste Track, den ich bisher hörte: er beginnt mit einer verspielten Bass-Einlage, die auch zu Carlos Santana gepaßt hätte, steigert sich in wilde Gitarren-Raserei und endet mit krankem Zombie-Gekreisch), "Dead Rise", "Divine Architect of Disaster" und last not least "Black Winds of Oblivion" , der mit seinen kranken Vocals an "The Rotting Land" heranreicht. Helfer beim kranken Gekreisch: Fenriz und Nocturno Culto (Darkthrone), die man hier ansonsten nicht vermutet hätte.
Mit "Dawn of Inhumanity" schließt Chris Reifert einen Weg ab, der mit Autopsy , und hier besonders mit
Mental Funeral begann. Fragt sich nur, wie er sich von da an weiterentwickeln wird...oder geht es noch kranker, noch brachialer?
Fünf bluttriefende Punkte und ein striktes Verbot für alle Schlager-Fans!