Eins vorweg: Das Intro aus "Spiel mir das Lied vom Tot" hätte man sich sparen können! Diesen "Personalausweis" hat dieses Album alles andere als nötig. Man kommt schon bald selber drauf, in welche Richtung dieses Album geht. Der direkte Einstieg mit Track 3 wäre wesentlich artgerechter! Also die Tracks 1 und 2 am besten gleich mal überspringen und mit 3 loslegen!!
Nachdem ich das neue Album "Dead Mans Hand" gehört hatte (man lese hierzu meine Rezension) war mir klar: Hier muss Nachschub her! Als VOLBEAT-Fan gefällt mir die Interpretation des Western-Themas in Metal-Form ausserordentlich gut! Allerdings sind VOLBEAT für meinen Geschmack manchmal doch etwas zu rock n rollig und zu wenig hart. Nichts für ungut, ich liebe VOLBEAT, doch manchmal brauche ich einfach MEHR HÄRTE!! Die DEZPERADOZ sind die perfekte Alternative!! Für mich völlig unverständlich, dass diese Mannen noch immer ein Schattendasein fristen! Die DEZPERADOZ sind ERSTE Liga!!! Dies muss hier ausdrücklich verlautbart werden!!!
Nicht im Stil, aber musikalisch, können sie sich rittern mit meinen deutschen Helden AXEL RUDI PELL und den von mir vergötterten RAGE. Auch mit meiner Lieblingsstimme im Metal, Jutta Weinhold, einst ZED YAGO und VELVET VIPER, und deren Hammer-Metal-Songs.
Dieses Album "The Dawn Of Dying" ist nichts geringeres als ein Hammer!! Ein DEZPERADOZ-Album dieses Namens hat es schon einmal gegeben. Ich vermute, dass es sich hier um ein Remake handelt. Das ältere Album kenne ich nicht.
Die Stimme von Alex Kraft schlägt ein! Ein Metal-Shouter erster Sahne! Energisch, druckvoll, agressiv. Aber auch auf die sanfte hat ers drauf! Sehr stark in Charakter und Timbre!
Die Qualität der Instrumentalisten steht in nichts nach! Perfekt die Gitarren und Bässe, die Drums auf den Punkt präzise und mächtig in Szene gesetzt. Ein musikalisches Gustostück!!
So ein Album zu mastern dürfte der wahre Horror sein. Aber hier ist es perfekt gelungen! Auch METALLICA mit ihrem unbegrenzten Budget können das nicht besser.
Fazit: Die DEZPERADOZ legen hier ein phänomenal unterhaltsames Metal-Album vor, das seinesgleichen sucht und es auf weiter Flur nicht finden wird! Und Songs wie das JOHNNY CASH Cover "Riders In The Sky", in diesem Fall um das "Ghost" kastriert, modellieren ein dickes Grinsen auf das schöne DEZPERADOZ-Fan-Gesicht.
Hier werfe ich meinen Westernhut (Hasenfell, teuer) gern in die Luft!!! UP THE DEZPERADOZ!!!