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5.0 von 5 Sternen
Sporthistorisches Meisterwerk, 17. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Davidstern und Lederball: Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball (Gebundene Ausgabe)
Eine absolut herausragende Veröffentlichung ist ein Sammelband über die Geschichte der Juden im Fußball. Hier liegt der Idealfall vor: Fußball- als Kulturgeschichte. Egal welches Kapitel man aufschlägt - man liest sich sofort fest. Wer weiß schon, dass Bayern München bis 1933 ein jüdisch geprägter Fußballclub war? Die Spieler trugen aus Frankreich importierte Strohhüte, man pflegte in Schwabing die Boheme-Kultur, und bis zum ersten weltkrieg durfte nur mitspielen, wer mindestend die Mittelschule absolviert hat. Von 1913 bis 1933 war der Jude Kurt Landauer Vereinpräsident, um es von 1947 an wieder zu sein. Es gibt daneben gut recherchierte Artikel über Julius Hirsch, den Karlsruher Nationalspieler, der in Auschwitz starb, über das österreichische Wunderteam oder über Fußball in Budapest und Amsterdam. Kurzum: Ein sporthistorisches Meister- respektive Standardwerk.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie der Fußball in Deutschland das Laufen lernte, 25. April 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Davidstern und Lederball: Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball (Gebundene Ausgabe)
Jüdische Sportler und Mäzene spielten in den frühen Jahren des Fußballs eine wesentliche Rolle - vor allem in Deutschland, Österreich und Ungarn. Jüdische Pioniere waren an prominenten Vereinsgründungen wie Bayern München, Austria Wien oder Eintracht Frankfurt beteiligt, jüdische Kicker verstärkten die deutsche Nationalmannschaft, jüdische Förderer trugen dazu bei, den Fußball zur Massensportart zu machen. Dieses Engagement, das ab 1933 ein gewaltsames Ende fand und seither in Vergessenheit geriet, wird von den Autoren erstmals ausführlich beschrieben. Dabei thematisieren sie auch die Diskriminierung, der jüdische Fußballer vielfach noch heute ausgesetzt sind.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jüdischer Fußballsport in Deutschland und Europa, 16. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Davidstern und Lederball: Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball (Gebundene Ausgabe)
Zusammen mit Herausgeber Dietrich Schulze-Marmeling haben namhafte Fußballautoren und Historiker an diesem Sammelband mitgewirkt. Näher beleuchtet wie in anderen Publikationen werden jüdische Fußballhochburgen wie Berlin, München und Frankfurt; die Darstellungen zeichnen sich durch hohe Präzision und Lesbarkeit aus. Darüber hinaus geht der Blick der Autoren auch nach Wien, wo die Brüder Meisl wirkten. Hugo Meisl wurde bekannt als Trainer der österreichischen Nationalelf und Begründer des Mitropa-Cups. Neben den Meisls werden weitere Fußballpioniere wie Bensemann, Manning oder jüdische Spieler wie Fuchs und Hirsch vorgestellt. Einzig die Beiträge von Werner Skrentny fallen durch ihren narrativen Charakter etwas von den anderen ab. Interessantester Artikel dürfte der Beitrag von Stefan Mayr zu „Zwischen Intifada und Champions League: Fußball in Israel" sein. Mit diesem Kauf kann nichts falsch gemacht werden, denn in die nicht allzu langen Beiträge fließen neuste Forschungsergebnisse mit ein, ohne dass die Lesbarkeit darunter leidet.
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