Der 15-jährige David ist eigentlich davon überzeugt, keine Briefe schreiben zu können. Wann immer er Pflichtbriefe an seine Verwandten schreiben musste, hat er fast keinen Satz formulieren können. Nun soll er Mona schreiben. Die hat er 1x in Berlin durch Zufall getroffen und beide haben einander gefallen und Mona möchte David nun durch das Briefeschreiben kennenlernen. Es ist einfach schön zu lesen, wie die Briefe sich entwickeln, wie sie immer poetischer werden, je besser sich die beiden kennenlernen, wie sie immer mehr in die Tiefe gehen und fast zu Kunstwerken werden. Natürlich kommen schnell große Gefühle ins Spiel, was insbesondere daran liegt, dass sich Mona und David eben nicht sofort wiedersehen. So steigen Erwartung und Sehnsucht ins scheinbar unermessliche. Das Ende kommt dann recht plötzlich und der Leser bleibt auf der Strecke. Das ist das Schicksal eines Briefromans. Der lebt davon, dass sich die Schreiber nicht sehen. Wenn sie es dann schließlich doch tun, können sie ja auch miteinander reden. Da kann dann der Leser leider nicht mehr dabei sein. Trotzdem sehr kurzweilig und lesenswert ab 13.