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Mit dem Schriftsteller-Namenspatron Edgar Allen Poe hat er nur die gegentlich leicht getrübte Stiimmungslage gemein, was sich in einer gewissen Präferenz für Molltöne niederschlägt. Seine Stories sind exakte Spotlights auf das Hin und Her, Auf und Ab der menschlichen Existenz. Und davon erzählt er singend ohne große Stimmbandstrapazen, bei fast bescheiden zu nennender vokaler Bandbreite, jedoch ungeheuer einfühlsam und ausdrucksstark.
"Apartment" etwa strahlt getragen von einer lockerleichten Akustikgitarre, federnden Drums plus jazzy Bass eine beschwingte Aura aus, wie sie oft Latin-Songs zueigen ist. "Silver Eyelashes" bringt in der Folge das volle Kontrastprogramm: die Vocals hingehaucht, das Tempo gedrosselt, dazu kammermusika-lisch arrangierte Streicher -- gänsehautverdächtig. Oder zum überraschenden Finale mit der Federwaage austarierte funky Grooves. Diese subtilen Zwischentöne -- und pointiert eingesetzten Instrumente -- sind es, die den speziellen Reiz ausmachen: Hier das Banjo, dort ein Euphonium, da ein Fuzz Bass oder ein Flügelhorn.
David Poes Anspruch unterstreicht die Wahl von T-Bone Burnett als Produzent (der sich auch das eine oder andere Instrument griff) oder des filigranen Saitenmagiers Marc Ribot. Dass die Aufnahmen außerdem noch klanglich top sind, rundet den Genuss trefflich ab. --Claus Böhm
© Jazzthing - Uli Lemke
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