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David Gray krönte das bis dato beste Jahr seiner Karriere mit der tollen Vorstellung in Irlands Hauptstadt und spielte in Bestform Titel der ersten fünf Alben, von "Lead Me Upstairs" (A Century Ends) bis zum damals brandneuen "Flame Turns Blue". Er eröffnete den Liederreigen mit der Single "Sail Away" vom Bestseller White Ladder, lud das Auditorium mit der eingängigen Melodie des Ohrwurms "Late Night Radio" zum Mitsingen ein, ließ mit "Babylon" einen weiteren Fanfavoriten folgen, der ebenfalls euphorisch aufgenommen wurde, brachte mit der Feuerzeugschwenk-Ballade "This Year's Love" zwischendurch eine romantische Stimmung in den Saal und beendete das Konzert mit dem Hit "Please Forgive Me" äußerst schwungvoll.
David Gray paart in seinem persönlichen Stil Lagerfeuer-Gitarren originell mit elektronischen Synthieklängen, Folkie-Gesänge koppelt er mit modernen Drum-Grooves aus der Maschine. Die Kritiker applaudieren seinem Neo-Folk seit langem und in Kollegenkreisen schätzt man den bescheiden auftretenden Mann ebenfalls sehr. So darf er zum Beispiel Radiohead, Orbital und die Chemical Brothers zu seinen Fans zählen. Joan Baez hält ihn für den "bedeutendsten Dichter seit Bob Dylan" und Bono von U2 hehauptet gar, Grays Songs hätten die Kraft, ein Leben zu verändern.
Dieser Zuspruch von allen Seiten drückte sich zu Beginn seiner Laufbahn allerdings nicht in den CD-Verkaufszahlen aus. Die frühen Alben (David Gray, Flesh und Sell, Sell, Sell) blieben von den Käufern leider weitestgehend unbeachtet. Erst mit White Ladder wurde dem Künstler endlich der kommerzielle Durchbruch zuteil, den er längst verdient hatte. Dieser Live-Mitschnitt entstand kurz nachdem Gray den Sprung vom bestgehüteten Geheimnis der britischen Musikszene zum anerkannten Star geschafft hatte. --Harald Kepler
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Nach dem Besuch eines David Gray Konzertes im März dieses Jahres war diese DVD für mich ein Pflichtkauf. David Gray überwältigt auf seinen Platten mit seiner kantigen, tiefgehenden Stimme ... und ist live eine absolute Überraschung! Wer sich einen Studiomusiker erwartet, der erfolglos versucht, mit seiner Stimme auch auf der Bühne zu bestehen (wir erinnern uns schaudernd an Auftritte von Britney, Shakira und Co ... spielen die überhaupt jemals live?), wird enttäuscht sein. Gerade live on stage kann er sein großes Stimmspekturm ein- und nachdrücklich beweisen. Außerdem wird bei diesem Konzert deutlich, wie wichtig und prägend die Mitarbeit der Band ist - unter anderem die des Drummers Clune.
Die DVD wartet neben einer stimmungsvollen Aufmachung, einem übersichtlichen Menü und guter Soundqualität mit 2 Extras auf: wer will, kann sich während des gesamten Konzerts die Lyrics einblenden lassen; eine gute Doku mit Kurzfilmcharakter zeigt den Tourwahnsinn durch Irland (White Ladder Promo) und folgt David Gray und der Band durch Konzerthallen, CD Shops und Hotelhallen bis hin zu dem finalen Abschlusskonzert in Dublin.
Summary:
Mein ambitionierter Versuch, die Stimmung und Atmosphäre eines Konzertes von D.G. wieder aufleben zu lassen, hat (fast) funktioniert ...
Man steht mitten im Konzertsaal, lebt, singt und heult bei Liedern von David Grays Platten mit (auch die der älteren - allen voran „Lead me upstairs", „Shine" und „Late Night Radio"), während man körperlich daheim vor dem Fernseher lümmelt. Prädikat: Absolutely Buyable!
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