David Gilmour hatte es Ende der "Seventies" nicht einfach: Er war als Gitarrist und Sänger von Pink Floyd maßgeblich an Meilensteinen der Rockgeschichte beteiligt ("Wish You Were Here" und "The Dark Side Of The Moon). Gerade dieser Erfolg machte das Leben aber immer schwieriger und die legendäre Band immer unsympathischer. Konzerte fanden nun in großen Stadien statt, Roger Waters wurde als neurotisches PF-Mastermind immer unausstehlicher und unberechenbarer. Da mag es für den wirklich genialen (und ich verwende dieses Wort generell nur sehr vorsichtig!) Musiker an den sechs Saiten eine willkommene Pause gewesen sein, dieses Album aufzunehmen. Es klingt sehr am Blues orientiert, ist betont einfach produziert (aufgenommen im Trio) und sehr sparsam instrumentiert. Jedenfalls "There's No Way Out Of Here" hat(te) das Zeug zum Klassiker, begeistern kann mich auch "Mihalis", "Raise My Rent" und "I Can't Breathe Anymore" (fühlte sich Gilmour damals so?). Kein großes Mammutwerk der Rockgeschichte, wie es die Alben von Pink Floyd von 1971 bis 1979 waren. Aber gerade deshalb ungleich sympathischer und für mich ein ganz persönlicher Klassiker...