Seit einigen Jahren zählt der französische Pianist David Fray zu den Top-Stars der jüngeren Generation. „Klavierspiel auf höchstem Niveau“, urteilt The Guardian, und Spiegel Online lobt seinen „singenden, tastenden und dennoch erzählerisch auftrumpfenden Klavierstil“ und bescheinigt ihm, „den aufregendsten Bach seit Jahrzehnten“ zu spielen. Tatsächlich gilt Frays Liebe vor allem den großen deutschen Komponisten: Bach, Mozart, Schubert, Haydn, Brahms und Schumann.
In der Saison 2010/2011 wird David Fray - der sich als Sohn einer Deutsch-Lehrerin und eines Kant-und-Hegel-Forschers ausdrücklich zu seiner deutschen „Prägung“ bekennt – auf einer ausgedehnten Konzerttournee in vielen deutschen Städten auftreten. Für Dezember 2010 ist außerdem mit Mozart-Konzerten seine vierte CD-Veröffentlichung bei Virgin Classics geplant.
Anfang 2010 erhielt David Fray den begehrten französischen Musikpreis Les Victoires de la musique classique als „Instrumentalist des Jahres“. In dieser Kategorie hatte ihn 2009 auch die Deutsche Phono-Akademie mit einem ECHO Klassik geehrt. Bereits im Vorjahr hatte er einen ECHO für seine aufsehenerregende Bach/Boulez-CD in der Kategorie „Solistische Einspielung Klavier – 20./21. Jahrhundert“ erhalten. Für dieses Album kürte ihn das renommierte BBC Music Magazine außerdem zum „Newcomer of the Year“. Weitere Auszeichnungen sind unter anderem: Diploma of Outstanding Merit des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan, Nachwuchssolist des Jahres der Commission des Radios Francophones in Montréal sowie Nachwuchskünstler des Jahres in Frankreich (2004).
David Fray, 1981 in Tarbes (einer Kleinstadt in den Pyrenäen) geboren, begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und begeisterte sich schon als Jugendlicher für Bachs Passionen und Klavierwerke. Doch einen „persönlichen Zugang“ fand er erst nach Beendigung seines Studiums am renommierten Pariser Conservatoire bei Jacques Rouvier: „Von da an war mir klar, dass Bach mich mein Leben lang begleiten wird.“
Bach war auch Frays CD-Debüt bei Virgin Classics gewidmet, kombiniert mit Werken von Pierre Boulez, dessen Förderung David Fray im Lauf seiner Karriere erfahren durfte. Neben Menahem Pressler, Paul Badura-Skoda und Christoph Eschenbach zählt auch Riccardo Muti zu seinen Förderern. Mit dem italienischen Maestro verbinden Fray inzwischen auch familiäre Bande, ist er doch mit Mutis Tochter verheiratet.
Für seine zweite CD hat der Virgin-Classics-Exklusivkünstler Klavierkonzerte Bachs eingespielt, bei der er die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen vom Klavier aus leitet – auch filmisch dokumentiert in der DVD „Swing, Sing and Think“ von Bruno Monsaingeon (bekannt durch seine Glenn Gould-Dokumentation). – Bei seiner intensiven Beschäftigung mit dem deutschen Repertoire ist David Fray mittlerweile bei Schubert angekommen: „Eine Reise in die Innerlichkeit, eine Welt der musikalischen Poesie,“ so Fono Forum über Frays Album mit Impromptus und Moments musicaux.
Obwohl von Presse und Publikum oft mit Glenn Gould verglichen – wegen seiner Vorliebe für Bach und gewisser Parallelen im Habitus - sieht David Fray sein Vorbild vor allem in Wilhelm Kempff, dessen „perfekte Kombination aus strukturellem Denken und purer Poesie“ ihn beeindruckt. Genau diese Balance aus „Kopf und Bauch“ zeichnet auch David Frays Klavierspiel aus.
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