eine rock opera geschrieben zu haben wird fucked up nachgesagt. während dies für andere bands in elf von zehn fällen in die geschmackliche abschiebehaft führt, steht david comes to life anderen fucked up - alben wie dem mit dem polaris preis bedachten the chemistry of common life in nichts nach. stimmungsvoll wirds wenn damian abraham von weiblichem gesang unterstützt oder gekontert wird (ich denke bassistin sandy mirinda).
hardcore/punkrock gilt nur noch eingeschränkt und um im elektronikmarkt nicht neben madonna einsortiert zu werden: das album wirkt trotz hohem tempo eingängiger als die vorgänger und setzt auf wohlgesetzte spannungsbögen. es vermeidet dabei jedoch jeden kitsch, und fängt dennoch ein hohes maß an emotionen ein, denn die geschichte von veronica und david lässt einen 78 minuten nicht los (paradox?). der plot bleibt aufgrund der kryptischen lyrics weitgehendst im dunkeln, was möglicherweise gerade die stärke dieser rock opera ausmacht, und vor der befürchteten banalität bewahrt.
für hörer von the bronx, pulled apart by horses, genepool, smoke blow, the hickey underworld, aber auch wenn du noch the killers hörst, alles außer radiohead kategorisch ablehnst oder nur zu modeselektor remixes tanzen gehst, solltest du hier mal reinhhören.
august 2011 auf tour, nächsten donnerstag in wiesbaden.