König David (Gregory Peck) besitzt alles, was das Herz begehrt: Weisheit, Macht, Familie, Kinder und auch sein Volk steht hinter ihm. Tief im Innern aber fühlt er sich einsam. Er sehnt sich nach einer Frau, die in ihm den Menschen, nicht nur den König sieht. So verliebt er sich in die schöne Bathsheba (Susan Hayward). Ausgerechnet, denn diese ist mit dem Soldaten Uriah (Kieron Moore) liiert. Uriah interessiert sich allerdings mehr für die Armee als für seine Frau. Die verbotene Liaison zwischen König David und Bathsheba erblüht trotz aller bösen Vorzeichen – und dann wird Bathsheba schwanger. In seiner Not arrangiert David die Ermordung Uriahs. Doch er hat nicht mit Gottes Zorn gerechnet. Und mit der Wut des Volkes, das Bathsheba den Tod durch Steinigung androht. Um alles wieder ins Lot zu bringen, gibt es nur eine Lösung: David, der biblische König, muss sich von seinen Sünden befreien.
David und Bathsheba aus dem Jahr 1951 ist Historiendrama und Romanze zugleich. Farbenfroh und fulminant inszeniert fesselt die US-amerikanische Produktion mit einer bewegenden und spannenden Geschichte. Und das gefällt nicht nur Bibelfans. Regisseur Henry King bewies ein wunderbares Händchen für Bauten und Kostüme sowie für die Auswahl seiner Hauptdarsteller. Gregory Peck verkörpert den David angenehm vornehm und mit stolzem Edelmut, Susan Hayward spielt einfühlsam und ist hinreißend anzusehen. Absolut herausragend aber ist Raymond Massey als Prophet Nathan. David und Bathsheba – 116 Minuten beste Unterhaltung für einen gemütlichen Sonntag.
König David lebte um 1000 vor Christus. Laut Altem Testament war er König von Juda und zeitweise auch von Israel. Sein Vorgänger war Saul, der erste König Israels. David gilt als Verfasser zahlreicher Psalmen. Gregory Peck (1916-2003) zählte jahrzehntelang zu den beliebtesten Schauspielern Hollywoods. Er verkörperte in vielen Filmen die Rolle des aufrechten und sympathischen Helden. Eine seiner bekanntesten Rollen war die des Anwalts Atticus Finch in dem Drama Wer die Nachtigall stört (1962). Dafür wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Weitere große Filme des Amerikaners: Der Fall Paradin (1947), Schnee am Kilimandscharo (1952), Sein größter Bluff (1953), Moby Dick (1956) und Die 27. Etage (1965).
Susan Hayward wurde 1917 als Edythe Marrenner geboren. Eine besondere Bedeutung in Leben und Karriere der Schauspielerin hatte der Film Das Glück in seinen Armen, in dem sie 1962 an der Seite von Michael Craig auftrat. Sie spielte eine an einem unheilbaren Hirntumor erkrankte Lebedame, die durch eine Liebesbeziehung den Sinn des Lebens neu entdeckt. 1972 wurde bei Hayward tatsächlich ein solcher Tumor diagnostiziert. Sie unterzog sich einer Chemotherapie, welche den Krankheitsverlauf jedoch nur verzögerte. 1974 absolvierte sie anlässlich der Oscar-Verleihung einen letzten öffentlichen Auftritt. Im Jahr darauf starb sie. Eine kleine Filmauswahl: Schnee amKilimandscharo (1952), Die Gladiatoren (1954) und Endstation Paris (1961).
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Um 1000 v. Chr. erlebt das Volk Israel unter seinem von Gott gewollten König David eine blühende Phase. Dem Herrscher aber fehlt eine erfüllende Liebe. Eines Tages fällt ihm Bathsheba auf, deren Mann, Urija, in seinem Heer voller Hingabe seinen Dienst tut. David und die verheiratete Frau verlieben sich ineinander und sie wird von ihm schwanger. Um mit ihr zusammen sein zu können, veranlasst der König den Tod Urijas. Für diese Untat trifft die Strafe Gottes das Pärchen wie das ganze Volk Israel.
Zum Film selbst möchte ich nichts mehr schreiben, denn ich setze ihn als bekannt voraus. Vielmehr möchte ich KSM wieder für eine gelungene DVD loben, denn Bild - und Tonqualität sind wieder sehr gut ausgefallen. Und ohne Bewegungsunschärfen ! Wenn das so weitergeht, kann man den geplanten Veröffentlichungen hoffnungsvoll entgegenblicken. Klare Kaufempfehlung !