Hafer ist ein Spelzgetreide, d.h. das Korn fällt beim Dreschen nicht aus der Spelze heraus, sondern bleibt von einer relativ dickwandigen Spelze eingehüllt. Die Spelzen werden durch thermische Verfahren entfernt und der Hafer verliert dabei seine Keimfähigkeit.
Nicht so der Nackt-Hafer, um den es sich hier handelt. Diese Haferart wird als nackt bezeichnet, weil die Spelze beim Dreschen vollständig abfällt. Das Produkt ist grundsätzlich keimfähig. Allderdings hatte Davert mit dieser Thematik der thermischen Behandlung und Keimfähigkeit einige Probleme, weshalb sie sich veranlaßt gesehen haben hierzu eine Erklärung herauszugeben. Da Amazon keine Links ins Netz erlaubt hier mal die google-Aufgabe: "Ist Davert Getreide thermisch behandelt?"
Herkunftsland dieses DAVERT Produktes ist die Slowakei. Und es trägt das DAVERT BIO Gütesiegel, für 100% kontrolliert biologischer Anbau.
Der Hafer hält was er verspricht, er ist besonders spelzfrei. Habe bestimmt schon über 10 Packungen gekauft und kann mich nicht entsinnen eine Spelze gefunden zu haben. Das ist in der Tat keine Selbstverständlichkeit, insbesonder im Vergleich zum normalen Hafer.
Der Anteil an Fremdkörner ist gering, wenngleich hier schon mal ein anderes Korn dabei ist. Manchmal auch recht dunkele Hafer-Körner dabei sind.
Das zerdrückte Korn hat eine festere Konsistenz als übrige Hafersorten, die ich bereits probiert habe.
Dann habe ich allerdings auch einen Geschmackstest durchgeführt und Testpersonen vier verschiedene Hafersorten, in Milche 10min gequollen, zum probieren gegeben. Das Ergebnis war eindeutig. Der Geschmack ist zwar gut, aber bei weitem nicht der Beste. Davert kam hier als dritter raus. Die beiden ersten waren keine Nackthafersorten und kamen von ALNATURA sowie BÖSEN. Letzteres Produkt weist allerdings einen hohen Anteil an Spelzen auf, während beim Ersten das Korn teilweise beim Drücken zerfällt. Diese beiden Sorten hatten ein besseres Aroma und waren deutlich nussiger.
Schlußlich in der Kategorie Geschmack und Reinheit war Hafer aus dem Gut Habitzheim, das war allerdings dann auch ungenießbar bitter (mehrere Chargen 2010). Das kann bisweilen passieren, sollte dann aber auch nicht in den Handel gelangen.
Fazit:
Insgesamt also ein spezlfreier Hafer, mit sehr guter Festigkeit (der Besten) und geringem Anteil an Fremdkörpern. Geschmacklich gut aber eben auch nicht sehr gut.