Warum gibt's so etwas eigentlich nur im Film? President Evil kippt kurz weg und der Nachfolger macht's einfach mal eben besser, menschlicher und gerechter. Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt...
Politik könnte ja so einfach und dem Volk nahe sein, wenn dem nur nicht die Politik im Weg stünde. Hier aber ergibt sich für ein Präsidenten-Double die nicht erhoffte Chance, durch eigenes Zutun im Oval Office einiges gerade zu biegen. Nachdem den "Echten" während eines Schäferstündchens unvermittelt der Hirnschlag traf (immerhin war was da zum treffen) wird nun der "Falsche" mit dem Auftrag vors Volk geschickt, Normalität zu demonstrieren. Was die Strippenzieher aber nicht vorgesehen hatten ist der Umstand, dass der Neue seine Aufgabe mehr zu Herzen nimmt als geplant. Der Doppelgänger zieht ganz neue Saiten auf und bringt damit so nebenbei auch das Herz der Präsidentengattin zum Klingen. Die ahnt schon bald, dass das da nicht ihr Alter sein kann, nimmt es dem "Neuen" aber so gar nicht übel. Zusammen bringen die beiden soziale Verbesserungen auf den Weg und ein Komplott intriganter Präsidentenberater zu Fall.
Beim Anschauen ertappt man sich immer wieder bei der Frage, warum es denn bitte eigentlich nicht wirklich so einfach, positiv und ehrlich sein kann. Wäre doch viel logischer und würde allen nur Gutes bringen. Und das wäre doch ein erstrebenswertes Ziel, oder? OK - träum weiter, Sub Rosa!
Ein warmherziger, äußerst sympathischer Film über eine Welt wie sie sein sollte. Deshalb leider eher Science Fiction als Komödie. Mit Kevin Kline als "präsidialem Zeitarbeiter" und Sigourney Weaver als "First Lady" in den Hauptrollen zwei Klasse-Mimen, die ihre Parts richtig gut spielen und Lust auf Politik machen, die dem Wohl der Menschen statt dem der Mächtigen dient.