Der afroamerikanische Komiker und Schauspieler Dave Chappelle lässt mit seinem Film die ursprünglich in den siebziger Jahren entstandene Block Party wiederauferstehen. Hilfe erhält er vom oskarprämierten Michel Gondry, der sich gerade durch Musikvideos (u.a. für Björk, Kylie Minogue, den White Stripes oder auch den Stones) einen Namen verschaffen konnte.
Entstanden ist eine Art Musikdokumentation, die durch Witz, Spontaneität, gute Laune und auch durch super Live-Musik zu begeistern weiß.
Selten sieht man die HipHop-Bewegung in ihrer reinsten Form, nämlich als Sprachrohr einer sozialen, kollektiven, afroamerikanischen Identität. Einst geboren mitunter aus Block Parties, repräsentierte HipHop als kulturelle Bewegung ein neu erstarktes Selbstbewusstsein, vor allem der Afroamerikaner. Sozialkritische wie politische Texte wurden allerdings allmählich von primitivem Machogehabe und Geldgepose (siehe MTV) gnadenlos verdrängt.
Die wenigen überbliebenen 'conscious Rapper' sind größtenteils bei Dave Chappelle's Block Party versammelt und sorgen mit ihrer Musik nicht nur für gute Stimmung und Gänsehautgefühl, sondern auch für einen klaren politischen Ausdruck:
*****Mos Def, Talib Kweli, Dead Prez, The Roots, Common, Jill Scott, Erykah Badu, Kanye West und die wiedervereinten Fugees performen live auf der in Brooklyn erbauten Open-Air-Bühne.
Auch außerhalb der Bühne kommen die meisten Künstler zu Wort. Sie werden beim Proben beobachtet, interviewt und man erhält einen interessanten Blick hinter die Kulissen.
Der Fokus liegt jedoch keineswegs nur bei den Artists, sondern vielmehr beim einfachen Publikum, welches zum Event teilweise eigens von Chappelle eingeladen wurde. In seiner Heimatstadt Ohio verteilte Chappelle die ,goldenen Tickets' in der Nachbarschaft und ermöglichte somit dem Ein oder Anderen einen Trip der ganz besonderen Art. Selbst einer Brass Band werden zwei Busse gesponsert, so dass in den Straßen von Brooklyn am Tage der Party eine richtige Karnevalsstimmung herrscht.
Die gute Stimmung wird selbst durch den Regen nicht getrübt, und man spürt regelrecht eine kollektive Freude.
HipHop kann eben doch mehr, als ein paar Machos reich machen, oder Frauen als Sexobjekte darstellen: Er verbindet Menschen.
Fazit: Außergewöhnliche Musikdokumentation, mit viel Witz und Charme!!!
Die Hoffnung auf eine zweite Block Party ist groß!!!!!!
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