Ich habe dieses Buch zu meinem Geburtstag geschenkt gekriegt. Zunächst war ich skeptisch, da ich im Buchladen den Klappentext gelesen habe und dann nicht einmal Lust hatte, die ersten Seiten zu lesen. Eines Tages sagte ich mir: Mal gucken, geben wir dem Buch mal eine Chance. Vielleicht ist es ja doch besser als ich dachte. UND WIE GUT ES WAR !!! Die Sprache zog mich sofort in ihren Bann. Der daumenlutschende Justin ist einem sofort sympathisch. Der Bruder Joel... nun ja, es wird nicht so ausführlich über ihn berichtet, aber er macht auch nicht den eingebildetsten Eindruck ob seiner Tennis-Karriere. Die Mutter arbeitet nachts in der Notaufnahme (selige Erinnerung an ER :-). Am besten gefallen hat mir aber von allen der Vater ! Fehler in der Konzeption des Buches ? Nein, nicht unbedingt.
Doch jetzt zunächst mal die Story zusammengefasst: Justin ist die Hauptfigur in diesem Roman. Er hat ein klitzekleines Problem, das schon anhand des Titels des Romans klar wird. Er ist ein Daumenlutscher. Sein Vater hält das irgend wann nicht mehr aus, schließlich ist Justin schon ein Teenager und kein Baby mehr. Also schickt er Justin zum Zahnarzt, der ihm helfen will, von dieser "Sucht" wegzukommen. Das klappt auch, nur das Justin sich jetzt immer wieder andere "Süchte" zulegt. Zunächst ist es Hustensaft, dann sind es Medikamente. Als eines Tages zwei Mormonen vor der Tür stehen, sieht Justin eine Möglichkeit, seine Familie, die mittlerweile in einer Krise steckt, aus dieser wieder herauszuholen. Die Familie läßt sich taufen, nimmt am Leben der Gemeinde teil. Doch der Vater, ein leidenschaftlicher Jäger und Liebhaber von Kautabak, hat Probleme, die später ans Licht kommen. Justin versucht jedoch verbittert, seine Familie zusammen zu halten...
Der Roman beschreibt eigentlich "nur" das Erwachsenwerden dieses Jungen. Dennoch sagt es einem auch, das man immer ein Kind bleiben sollte, sich die Fähigkeit bewahren sollte, wie ein Kind zu entdecken.
Fazit: Ich persönlich "liebe" dieses Buch. Es ist natürlich keine literarische Glanzleistung. Aber ich bin fasziniert von diesem Buch, weil der Autor es schafft, mich als Leser einfach bei der Stange zu halten, obwohl effektiv eigentlich nichts passiert. Gut, es gibt immer wieder Ereignisse, die Justin veranlassen, etwas zu tun, damit die Familie nicht auseinander fällt. Aber ansonsten ist es einfach nur die Schilderung einer nicht ganz normalen amerikanischen Familie. Auf jeden Fall steht dieses Buch auf meiner "Noch mal lesen"-Liste.