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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3. Noch mehr aus dem Irrgarten der deutschen Sprache
 
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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3. Noch mehr aus dem Irrgarten der deutschen Sprache [Broschiert]

Bastian Sick
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nun ist er da, der dritte Band von Bastian Sick, über das "Schicksal von Dativ und Genitiv, jenen fröhlichen und zugleich tragischen Helden der deutschen Grammatik." Wer die inzwischen legendären Zwiebelfisch-Kolumnen nicht regelmäßig unter SpiegelOnline verfolgt, findet hier Sicks hochkomische Exkurse zu Anglizismen, Kommata, Syntax, Adverbien -- natürlich den Apostrophen -- und diversen anderen Abgründen der deutschen Sprache.

Im Vorwort erzählt Sick die nette Anekdote von seinem alten Grammatik-Heft, das ihm kürzlich wieder in die Hände fiel. "Grammatick" stand in Kinderschrift auf das Heft geschrieben. Grund genug für den Autor, darüber zu sinnieren, ob "Grammatick" nicht wirklich etwas mit einem Tick, mit Spinnerei zu tun hat. Hält man sich die letzte Reform der Rechtschreibreform vor Augen, so könnte man meinen, der junge Sick hätte eine Vorahnung davon gehabt, was nicht nur Bildungspolitiker, sondern auch Werbetexter, Dönerbudenbesitzer und Friseure in den kommenden Jahren mit der deutschen Sprache an Schindluder treiben würden.

Und so sind seine Kolumnen (auch wenn nicht alles, was er anführt, wirklich neu ist) Balsam für all die Verwirrten, Erbosten und Resignierten, die gerne endlich wüssten, ob nun "Wollappen", "Woll-Lappen" oder vielleicht "Wolllappen" die derzeit korrekte Schreibweise ist. Grandios komisch ist der Band überall dort, wo der ganz alltägliche Sprachwahnsinn nicht ohne Häme dokumentiert wird. Ein schier unerschöpfliches Repertoire scheinen Friseursalons zu haben, die von "My Hair Lady" bis zum "Kopfgärtner" keine Absurdität auslassen.

All diejenigen, für die Sick inzwischen eher ein Besserwisser denn der "Deutschlehrer der Nation" ist, seien darauf verwiesen, dass die grammatikalischen Richtigstellungen in der Regel gebündelt am Ende der Kolumne präsentiert werden -- wem das zu viel wird, der blättere einfach weiter.

Sick selbst benennt als Zielgruppe: "Grammatikfreunde, Goldwaagenwörterwieger, Stilblütensammler, Dialektbestauner und Anekdotenliebhaber". Zweifellos werden all diese ihm auch über den dritten Band hinaus wohlgesinnt (und nicht etwa wohlgesonnen!) bleiben. -- Henrik Flor, Literaturtest

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Dass Bastian Sick in seiner Sprachkolumne die Themen nicht ausgehen, liegt einerseits in der Natur der Sache. Andererseits wächst mit dem Bekanntheitsgrad des Zwiebelfischs auch die Zahl der Zusendungen von Sprachunfällen, welche wiederum Stoff für neue Kolumnen liefern. Insofern dürfen wir uns noch auf viele Folgen von Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod freuen. Monieren könnte man höchstens, dass einem beim Hörbuch etwa ein Drittel der Kolumnen der Buchausgabe vorenthalten werden. Aber dieses leidige Kürzen kennt jeder Hörbuchfan ja zur Genüge und man hat sich schon fast daran gewöhnt.

Zu bemerken ist zweitens, dass der Autor seit Folge 2 selber liest. Folge 1 wurde noch vom Schauspieler Rudolf Kowalski ganz exzellent zu Gehör gebracht. Aber auch Bastian Sick liest tadellos -- er hatte auf seinen Lesetourneen auch viel Gelegenheit zu üben --, mit überraschend klarer, jungenhafter Stimme. Und er macht sogar bei Zitaten in schwäbischer oder bayrischer Mundart (z.B. ein Satz mit fünffacher Verneinung "Koana hod neamois ned koa Geld ned ghabt") eine gute Figur, was für einen gebürtigen Holsteiner wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist.

Ansonsten geht es wieder so unterhaltsam, witzig und lehrreich zu, wie man das gewohnt ist. Für Zwiebelfisch-Fans sind die Themen allerdings nicht neu: Öffentliche Sprachverhunzung (diesmal im Visier: die Bundesbahn und Fußballprofis), grassierende Schaumschlägerei mit überflüssigen Vorsilben (absenken statt senken, vorwarnen statt warnen, anmieten statt mieten; und auch das ebenso falsche wie unausrottbare "vorprogrammieren") oder bis zur Lustigkeit verdrehte Redewendungen. Auch der Tod des Genitivs ist – wie wir ebenso besorgt wie amüsiert vernehmen -- ein andauerndes Phänomen. Bedroht wird er nicht nur vom bösen Dativ, sondern auch vom "Vonitiv", was doppelt bedenklich ist, wenn so doppeldeutige Schlagzeilen die Folge sind: "Mutter von vier Kindern erschlagen!" --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 146 Minuten, 2 CDs, gekürzte Fassung -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Pressestimmen

"Man spürt das Vergnügen, das der Umgang mit gutem Deutsch bereitet ... Sicks Geheimnis ist seine Heiterkeit." (FAZ)

"Wo der Duden nicht weiter weiß, weiß Sick Rat." (Saarbrücker Zeitung)

"Bastian Sick hat Humor." (Stuttgarter Nachrichten)

Kurzbeschreibung

Wie kommt man richtig nach Aldi? Und wie zu gutem Deutsch? Beachtet man ein paar wenige Dinge und schaut auch mal zweimal hin, so ist es gar nicht so schwierig, richtiges und gutes Deutsch zu sprechen und zu schreiben. Leider hat es uns die Rechtschreibreform nicht leichter gemacht, und wenn ab August 2006 die neuen, reformierten Regeln für alle Schüler und Behörden gelten, wird man ihn noch dringender benötigen: den neuen Sick. Das wesentliche Problem der Reform - und somit erheblicher Nachbesserungsbedarf - zeigte sich auf dem Gebiet der Zusammen- und Getrenntschreibung. Da waren nämlich Wörter auseinander gerissen worden, die in zusammengeschriebener Form nie ernsthafte Probleme bereitet hatten. Der diensthabende Offizier war zum Dienst habenden Offizier degradiert worden. Dem Gesetzgeber tut es längst leid, dass er die Rechtschreibung überhaupt je zur Reformsache gemacht hat. Zwischendurch tat es ihm Leid (mit großem L), und nun doch wieder leid. Die Lehrer und Schüler, die von »leid tun« auf »Leid tun« umdenken mussten und sich nun an »leidtun« gewöhnen sollen, können einem nur leid ... Leid ... also, die kann man nur bedauern. Bastian Sick hat auch in der dritten Folge seiner Sprachführer Unglaubliches und Amüsantes, Seltsames und Ungeheuerliches zusammengetragen. Auf seine unnachahmliche Art zeigt er uns den Weg aus den Wirrnissen, gibt kluge Hinweise und lässt auch mal den Dialekt zu seinem Recht kommen. Nach den ersten beiden Bänden, die sich weit über 2 Millionen Mal verkauft haben, schließt diese Folge die Reise durch den Irrgarten der deutschen Sprache ab. Mit neuem »Zwiebelfisch«-ABC!

Über den Autor

Bastian Sick, geboren 1965, Studium der Geschichtswissenschaft und Romanistik, Tätigkeit als Lektor und Übersetzer; von 1995-1998 Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL-Verlag, ab Januar 1999 Mitarbeiter der Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort seit Mai 2003 Autor der Kolumne »Zwiebelfisch«. Weitere Titel bei Kiepenheuer & Witsch »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache«, KiWi 863, 2004. »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 2. Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache«, KiWi 900, 2005.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Lese nicht irgendein Buch, sondern lies dieses Buch!
2. Setze Kommas, nicht, einfach, irgendwo!
3. Verrate mir nicht, an was du denkst. Sag mir lieber, woran du denkst!
4. Verzichte auf Mithilfe, Hilfe genügt!
5. Lass die Finger von Chip's und Snack's!
6. Mensch, ärgere dich nicht wegen mir, ärgere dich lieber meinetwegen.
7. Sei nicht geschockt. Sei schockiert!
8. Hör auf, Sinn zu machen!
9. Fürchte die kahle Glatze, die tote Leiche und die lautlose Stille!
10. Erbarme dich des Genitivs, bevor dir alle Fälle davonschwimmen!

Auszug aus Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3. Noch mehr aus dem Irrgarten der deutschen Sprache von Bastian Sick. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

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2. Setze Kommas, nicht, einfach, irgendwo!
3. Verrate mir nicht, an was du denkst. Sag mir lieber, woran du denkst!
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5. Lass die Finger von Chip's und Snack's!
6. Mensch, ärgere dich nicht wegen mir, ärgere dich lieber meinetwegen.
7. Sei nicht geschockt. Sei schockiert!
8. Hör auf, Sinn zu machen!
9. Fürchte die kahle Glatze, die tote Leiche und die lautlose Stille!
10. Erbarme dich des Genitivs, bevor dir alle Fälle davonschwimmen!
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