Na, wer hat das gesagt? Nein, das waren weder Schopenhauer, noch Freud oder Hemingway. Der Satz stammt von Drew Barrymore. Das kann man natürlich nur wissen, wenn man sich für die Frau interessiert. Brian Herzlinger tut genau das, und zwar in Extremform. Schon als Kind landete er im Drew Barrymore Fan Club. Mit 10 Jahren ist Drew die Liebe seines Lebens. Aber dann verliert man sich irgendwie aus den Augen. Was nicht besonders schwierig ist, wenn man sich noch nie gesehen hat.
Mit 27 Jahren erwacht Brians Liebe neu. Er hat in einer Spielshow 1100 Dollar gewonnen und setzt sich ein beherztes Ziel. Er will in 30 Tagen, unter Einsatz seines Gewinns, ein Date mit Drew Barrymore zu Stande bringen. Eine Schnapsidee! Und was für eine. Drew ist weltbekannt und gerade kommt -Charlies Angels 2- in die Kinos. Brians Familie und sein Freund Jon halten Brian für komplett verrückt, aber sie unterstützen ihn. Der Plan, wie man an Drew herankommt sieht ungefähr so aus: Leute finden, die jemanden kennen, der Drew kennt. Vitamin B nutzen und Pässe fälschen. Friseure, Kosmetikerinnen, Chauffeure und Drehbuchschreiber kontaktieren. Der Plan wird umgesetzt, funktioniert jedoch nicht so recht. Dann ist da noch Brians unglaubliches Lampenfieber. Das will er mit hartem Training bei einer Personaltrainerin aufbessern. Die Zeit verrinnt, und nach 30 Tagen muss Brian auch die Kamera wieder ins Geschäft bringen, denn sie zu kaufen kann er sich gar nicht leisten. Am Ende scheint es nicht zu klappen, mit dem Date mit Drew, doch: Wie war das noch mal mit den Risiken...
Ein kleiner, feiner, sehr unterhaltsamer Film ist dem liebenswerten Brian Herzlinger da gelungen. Offenherzig, witzig und ein bisschen verrückt. Keine schlechte Mischung, wenn sie mich fragen. Wie Brian seine gesamte Manpower einsetzt, um zwei Stunden mit seiner angebeteten zu verbringen, das nimmt teilweise schon die Größe einer griechischen Tragödie an. Auch die Vorgabe nicht als Stalker bei Drew rüberzukommen ist gar nicht mal so einfach.
Herzlingers Film ist trotz Handycam-Bildern handwerklich gut gemacht. Die Qualität der Aufnahmen kann sich durchaus sehen lassen. Die Untertitel stören nicht, wer sein Schulenglisch noch nicht ganz vergessen hat, kommt fast ohne sie aus. Ich fand -My Date with Drew- sehr unterhaltsam. Sie dürfen und müssen wieder einmal selbst entscheiden was sie von der Jagd nach den Träumen des Brian Herzlinger halten...