Mir gefällt der neue Stream Catcher außerordentlich gut. 'Einfach aufzeichnen, was auf Ihrem Monitor läuft' stand auf der Verpackung. Ein viel versprechender Werbeslogan, der mich neugierig machte. Und, um es vorwegzunehmen: Bis auf die über den Bildschirm laufende Fliege, die mich zeitweise belästigte, konnte ich mit der Software fast alles problemlos aufzeichnen.
CD rein, Setup startet, Installation erfolgt, Neustart. Probleme mit dem Kopierschutz? Fehlanzeige! Dann der erste Start: Eine graue, triste Oberfläche erscheint, ein Hardwaretest wird durchgeführt. Sodann erblicke ich einen roten Aufnahmebutton, den ich auch gleich auswähle. Ein justierbares Fenster erscheint, das ich laut Anleitung einfach um Audio- oder Videostreams ziehen soll.
Weiter geht's: YouTube im Browser aufgerufen. Mein absolutes Lieblingsvideo 'The Killer Tortoise' angespielt. Rahmen um das Video gezogen, Aufnahmeknopf erneut gedrückt. Aufnahme startet, nach zwei Minuten abgebrochen und den Blick in die im Programm enthaltene Medienbibliothek gewendet. Und? Strike! Das Video ist dort, einwandfreie Aufnahme. Das gleiche Prozedere habe ich anschließend noch mit ein paar anderen Videos an anderen Stellen im Netz probiert. Bis auf einen Versuch hat es immer geklappt.
Und munter geht es weiter: Online-Radio aufgerufen, im Stream Catcher auf Audio-Aufnahme geschaltet. Wenige Minuten später hatte ich dann den abgespielten Song im Kasten. Perfekt. Es gibt noch eine ganze Menge Einstellungsmöglichkeiten, auch ein Video-Editor ist integriert. Beides werde ich mir aber ein anderes Mal näher anschauen. Weniger begeistert bin ich allerdings von der Screenshot-Funktion. Da gibts bessere Tools, beispielsweise wenn man scrollende Windows aufnehmen möchte. Für einfache Bildschirmfotos oder Ausschnitte vom Screen aber brauchbar.
Fazit: Einfach zu bedienende Software, cooles Tool für den Surfalltag. Meine Hardware: AMD Athlon 3500, ältere Geforce für die GFX-Ausgabe und Onboard-Sound auf einem Gigabyte-Board.