Das zweite Wunder von Loch NessWie das erste "Wunder von Loch Ness", - so auch das zweite. Die Handlungen sind sehr ähnlich: Nessi, das Ungeheuer, haust immer noch in einem Loch, sorry in einer Höhle im Loch Ness. Und Tim rufen ein Traum und sein magisches Armband aus dem Druidenschatz an diesen Ort zurück.
Und so reisen Tim und sein Vater, Eric Winter, der seinen Schmerz um seine verstorbene Frau Anna im Alkohol ertränkt, in den Ferien anstatt nach Borneo nach Schottland. Die beiden mieten sich im Castle Heartspring bei Inverness ein. Und hier findet Tim, mit Hilfe seines magischen Armbands, hinter einem Bild ein Kästchen. Und in diesem eine alte Karte, die bis ins Detail beschreibt, wo das Ungeheuer im Loch lebt, sein Unwesen treibt.
Tims Vater glaubt seinem Sohn kein Wort, so sehr dieser auch versucht, ihn bei einem Besuch in einem Pub, über alle Einzelheiten der Karte und die genauen Koordinaten, die zu Nessi führen und aus ihr ersichtlichlich sind, aufzuklären und vom Wahrheitsgehalt seiner Geschichte zu überzeugen.
Während Eric Winter uneinsichtlich ist, macht ein anderer Gast aber schon lange Ohren, um nur ja jedes Wort, das die beiden sprechen miteinander sprechen, mitzubekommen.
Und während dann der unbekannte Gast schon losrennt und seine Clique über alles informiert, was er soeben erfahren hat, zieht Tims Vater die Sache ins Lächerliche. Tim ist also gezwungen, sich alleine auf den Weg zu machen.
Das eine Bande militärisch anmutender Großwildjäger hinter ihm her ist, ahnt Tim nicht. Sie haben es auf die Karte abgesehen und gehen dafür jedes Risiko ein und nehmen Tim gefangen.
Doch fast in letzter Minute, als die Situation schon ausweglos erscheint, kommen ihm sein alter Freund Oki, sein Vater, der sich nun doch anders besonnen hat und die schöne Emma, die die Gegend genauestens kennt, zur Hilfe.
Für Kinder, so um die 12 Jahre, mag der Film noch relativ spannend sein. Doch meistens kennen gerade diese älteren Kinder sich sehr gut mit Computer-Animationen in Fantasy-Filmen aus und können leicht erkennen, daß weder das erste noch das zweite "Wunder von Loch Ness" einem Vergleich mit australischen oder amerikanischen Produktionen standhalten.
Eine nette Geschichte in die man versucht hat, alles hinein zu packen, was, nach Meinung deutscher Fantasy-Filme-Macher eben hinein muß: Liebe, Freundschaft, Monster (chen), Fieslinge etc., etc.
Doch immer nach dem Motto: "Wem's gefällt, der soll seinen Spaß daran haben".
Aber leider gibt es keinen so richtigen Spaß und auch wenig zum Fürchten in der von Klischees bestimmten Handlung.