Los Angeles, 1997. Der ehemalige FBI-Agent Terry McCaleb erholt sich gerade von einer Herztransplantation. Seine durch Stress ausgelösten Herzprobleme hatten ausgerechnet begonnen, als der Topagent und Spezialist für Serienmörder nach dem Code Killer fahndete, einem Menschen, der wahllos tötete und dann einen Zahlencode hinterließ. Eines Tages taucht Graciella bei ihm auf. Sie hat herausgefunden, dass McCaleb das Herz ihrer Schwester Gloria bekommen hat, die bei einem Überfall ums Leben gekommen ist. Sie bittet McCaleb um Hilfe. Der findet schnell heraus, dass es bereits ein ähnliches Verbrechen gegeben hat, in unmittelbarer Nähe zum letzten Tatort. Doch dann fehlen ihm die Anhaltspunkte. Die Videobilder, die von den Überfällen gemacht wurden, sind schlecht, doch McCaleb sieht, dass der Killer etwas in die Kamera spricht. Es könnte etwas russisches sein. Ein Zeuge taucht auf, doch der kann sich selbst unter Hypnose an nichts erinnern. Klar ist: Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in LA, doch tötet er wirklich wahllos? W sind die Verbindungen zwischen den beiden Toten? Und dann stellt sich auch noch heraus, dass es noch einen dritten Mord gegeben hat, bei dem das Opfer mit der selben Waffe getötet wurde... Ein starker Anfang, ein starkes Ende, eine langweilige Mitte. Der Leser wird in das Dienstgerangel zwischen LAPD, Sheriff und FBI hineingezogen, er erfährt etwas über die psychischen Probleme eines Transplantierten, und zwischendurch wird ein wenig ermittelt, oft in die falsche Richtung, wie es scheint. Am Ende dreht Connelly dann plötzlich auf, bringt ein Supershowdown, und vergisst dabei völlig, dass er es mit einem Herztransplantierten zu tun hat, den er plötzlich ganz wie ein gesunder FBI-Agent handeln lässt. Also: Nicht groß nachdenken, einfach wirken lassen, dann hat man das Meiste davon. Und das muss man Connelly lassen: Es gelingt ihm, die in Langeweile abgleitende Story am Ende so zu retten, dass man ihm diese Fehler verzeiht. Kein Muss, aber eine nette, spannende Abwechslung.