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Das zufällige Leben des Homer Idlewilde
 
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Das zufällige Leben des Homer Idlewilde [Gebundene Ausgabe]

Yann Apperry , Nathalie Mälzer-Semlinger
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 390 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351030509
  • ISBN-13: 978-3351030506
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 505.160 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Yann Apperry
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eigentlich hat Homer Idlewilde kein Grund zur Klage. Denn Bier und Pfannekuchen gibt es genug in der kleinen Stadt Farrango in Kalifornien, in der er seine beschauliche und wohl behütete Heimat hat. Und genug Menschen, mit denen er skurrile philosophische Gespräche führen kann, gibt es auch. Und dann ist da noch das Bordell mit Ophelia, in deren Armen er am liebsten eines Tages sterben würde. Für Ophelia würde er sogar sein süßes Nichtstun aufgeben und sich als Förster in die Idylle der Gemeinschaft integrieren. Als dann plötzlich eine Sternschnuppe am Himmel auftaucht, ergibt sich die Gelegenheit, den Wunsch zu einem bedeutungsvolleren Leben in Erfüllung gehen zu lassen. Von nun an verändert sich Idlewildes Leben nachdrücklich und er schlittert in eine wahre Odyssee bemerkenswerter Abenteuer, von denen die Begegnung mit Umweltverschmutzern, bei der Homer nur mit einer Radkappe „bekleidet“ auftritt, noch die unspektakulärste ist.

Der mit dem Prix Goncourt des Lycéens ausgezeichnete Roman Das zufällige Leben des Homer Idlewilde des 33-jährigen französisch-amerikanischen Autors Yann Apperry ist ein wundervolles Buch, das auf poetische Art und Weise sehr viel vom Leben selbst erzählt. Und es ist selbst das Ergebnis einer Geschichte, die nur das Leben schreiben kann. Denn Apperry wollte nach dem Erfolg seines Debüts Diabolus in musica aufhören mit der Schriftstellerei und vagabundierte auf der Flucht vor der Presse lieber zwei Jahre quer durch die USA. Dass es dann doch anders kam, ist ein Glück für alle Leser. Denn so ist Das zufällige Leben des Homer Idlewilde entstanden, in dem es auch immer anders kommt, als man erwartet. --Isa Gerck

kulturnews.de

Man hat ein wenig den Kontakt verloren zu den Generationsgenossen, die noch immer unterwegs sind, den Mittdreissigern, die sich den Wecker stellen, um sich todmüde zur Geisterstunde in absurden Kleidungsstücken in die Clubs zu zwingen, sich an ihrem Becks festhalten und den Zwanzigjährigen auf den Bauchnabel starren. Yann Apperrys bezauberndes Märchen vom zufälligen Erwachsenwerden des Homer Idlewilde wäre da eigentlich eine gute Grundlage, wieder ins Gespräch zu kommen. „Homer, komm da raus, du verdammter Hurensohn", mit so einem Satz beginnt beinah jedes Kapitel, und Schritt für Schritt folgt Homer, zu Frau und Kind, zu Job und Haus. Der Ort, an dem sich diese Vergesellschaftung des Träumers Homer vollzieht, heißt - wie der aus unerfindlichen Gründen nicht übernommene Originaltitel - „Farrago". Appery, 1972 geboren, Sohn einer Amerikanerin und eines Franzosen, hat dort mal literarisch durchgespielt, wie eine Jugend gelungen übergehen könnte in etwas Neues - und es wäre interessant zu erfahren, ob er selbst dabeigeblieben oder nach Diktat zurück auf die Strasse verreist ist. (aw)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesen Sie dieses Buch!!!! 26. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Yann Apperry erzählt in seinem Roman "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" die sonderbare Geschichte des Herumtreibers Homer, der seine Tage ganz der Müßigkeit verschrieben hat.
Wenn Homer nicht gerade riskante Streiche ausheckt um seinen "inneren Bosheitsbeutel" zu entleeren, Bordellbesuchen nachgeht oder die Wälder Kaliforniens durchstreift, befindet er sich meist auf der Flucht vor dem Sheriff von Farrago, der ihm stets dicht auf den Fersen ist, sei es um ihn für seine Missetaten zu strafen oder ihm für seine letzte Heldentat zu danken.
Die nordkalifornische Stadt Farrago beherbergt eine ganze Schar eigentümlicher Kauze, die dem Romanhelden in Sachen Schrulligkeit in nichts nachstehen: Elijah, der sich mit Hilfe einer alten Industrie-Waschmaschine den Traum einer eigenen Schmiede erfüllen will, Fausto, der kluge Einzelhändler, der einer verlorenen Freundschaft nachtrauert und Ophelia, die Prostituierte aus dem örtlichen Bordell, die Homer liebt.
Ergriffen von der dramatischen Lebensgeschichte seines Freundes Fausto, sehnt sich Homer nach einem eigenen Schicksal, einem höheren Sinn, der sein Leben aus der Bedeutungslosigkeit reißt...

"Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" ist ein wundersamer Roman voll unkonventioneller Charaktere und absonderlichem Humor, der durch erzählerische Leichtigkeit und kuriosem Humor in seinen Bann zu ziehen weiß.
Er besticht durch die naive Begeisterung seines Helden für die ganz großen Geheimnisse des Lebens und eine klare, empfindsame Sprache, die jedoch nie in Sentimentalität verfällt.
Homer Idlewilde wird zur Stimme all derer, die sich dem geordenten, auf Erfolg ausgerichtetem Leben ihrer Mitmenschen verweigern und liefert ganz nebenbei ein wunderbares Bekenntnis für die Freundschaft, die Liebe, das Hoffen und das Träumen.

Ich wünsche mir, dass diese Geschichte viele Leser findet.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einige hübsche Gedanken 20. August 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist durchaus nicht langweilig, aber es reiht sich ein in eine lange Reihe ähnlicher Bücher mit ähnlichen Titeln, angefangen mit Forrest Gump oder " Das wunderbare Leben des Edgar Mint" von Brady Udall - es scheint sich ein ganzes Genre von aus der ich-Perspektive erzählter Geschichten zu entwickeln, in denen ein unschuldiger Narr zum Helden wird.

So geht es auch Homer Idlewilde: er lebt in der kleinen Stadt Farrago, die insofern idyllisch ist, als die Einwohner zwar nicht alle reich sind, aber sich keine Sorgen um ihr Überleben machen müssen, da sie sich gegenseitig unterstützen. Homer, eine Waise ohne festen Wohnsitz, lebt von Gelegenheitsjobs und hat viel Zeit und Muße, mit seinen guten Freunden zu reden und zu trinken. Als Ophelia, eine Angestellte des örtlichen Bordells, von ihm schwanger wird, wird er gezwungen, Verantwortung zu übernehmen und "zufällig" fügt sich alles zum Besten.

Homer liebt Ophelia, aber in dem Buch, in dem sie fast die einzige weibliche Protagonistin ist, erscheint sie wie eine Karikatur oder wie eine ziemlich alberne Idealvorstellung eines ziemlich unreifen Mannes. Die Erzählweise ist flüssig, aber die Sprache hat für mich nichts mitreißendes, merkwürdig ist es, wenn Homer in der Ausdrucksweise seiner Freunde spricht "wie Elija sich ausdrücken würde".

Mein persönliches Fazit: Kann man mal lesen, denn es enthält einige hübsche Gedanken, aber es ist nichts Besonderes.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" hat der Franzose Yann Apperry einen sympathischen Roman abgeliefert. Mit viel Herz erzählt er die Geschichte seiner Hauptfiguren, die allesamt ein wenig schräge Vögel sind. Homer und Duke, zwei Vagabunden, die zusammen auf dem Schrottplatz über das Leben philosophieren, Elijah, der von seiner Schmiede träumt, aber geistig nicht ganz auf der Höhe ist, Fausto, der ein trauriges Dasein im Lebensmittelladen des Städtchens Farrago fristet, obwohl er eigentlich mehr aus seinem Leben machen könnte. Und dann wäre da noch Ophelia, die im Puff von Farrago arbeitet und Homers heimliche Geliebte ist und ihn vor die größte Herausforderung seines Lebens stellt.

Rund um die Figur des Homer erzählt Yann Apperry allerhand kuriose, komische und tragische Geschichten über das Leben in Farrago. Er erzählt frei von der Leber weg einfach drauflos, in einem schlichten, aber auch durchaus zu Herzen gehenden Erzählstil. Genau das ist es, was diesen Roman lesenswert macht. Es ist Lektüre, die Spaß macht, sich durch einen sehr feinsinnigen Humor auszeichnet und den Leser einzunehmen versteht.

Man mag dem Autor vorhalten, dass seine Figuren allesamt zu schräg sind, um wirklich realistisch zu erscheinen und wirklich rühren zu können, doch Apperry verpackt seine Geschichte sprachlich so schön, dass man gerne darüber hinwegsehen mag. "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" hat seine rührenden Momente, die der Leser nicht vergessen wird, auch wenn der Plot mit Blick auf Homers heldenhafte Taten ein wenig zurechtgebogen erscheinen mag. Ein wenig steht die Geschichte eben auch im Zeichen jener Magie, die mit Homers ausgesprochenen Wunsch nach einem erzählenswerten Schicksal beim Anblick der fallenden Sternschnuppe verbunden ist. Da kann man eine etwas fantastisch anmutenden Entwicklung des Plots durchaus verzeihen, da sie sicherlich auch genau so beabsichtigt ist.

FAZTI: Yann Apperry versteht sich wirklich aufs Geschichten erzählen. Recht unspektakulär mag sein zweiter Roman "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" erscheinen, unaufregend und ein wenig zu fantastisch. Aber dahinter verbirgt sich ein wahres Kleinod, das manchmal rührend, manchmal tragisch und manchmal gar komisch ist. Wer offen für eine leise, etwas fantastisch anmutende Geschichte mit liebevoll skizzierten, aber gleichermaßen schrägen Figuren ist, der wird an "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" sicherlich seine Freude haben.

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