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Das wohltemperierte Gehirn: Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt
 
 
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Das wohltemperierte Gehirn: Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt [Taschenbuch]

Robert Jourdain
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit der faszinierenden Beschreibung einer fremdartig erscheinenden Kultur beginnt diese wunderbare Reise in die Welt der Sinne. Die kultische Handlung im Vorwort stellt sich als Szene im Konzertsaal heraus. Dort beginnt der kalifornische Wissenschaftsjournalist und Komponist Robert Jourdain seine fesselnden Ausführungen über die Natur der Musik.

Jeden Aspekt von Musik, vom Ton über die Melodie bis hin zur Komposition, erklärt er anhand der physiologischen und selbstverständlich auch kulturellen Evolution des Menschen. Der Gehörsinn ist entwicklungsgeschichtlich erst sehr spät entstanden. Während Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken in ihren Grundformen schon bei einzelligen Lebewesen vorkommen, ist das Hören erstmals bei Insekten aufgetreten. Mit Musik können diese Tiere jedoch noch nichts anfangen. Erst Wirbeltiere sind zum Verständnis von Tonfolgen und vielleicht nur der Mensch zum Verstehen und genießen von Musik fähig. Was schöne Musik ausmacht, wie Musik auf unsere Psyche und unser soziales Zusammenleben wirkt, beschreibt Jourdain ebenso spannend, wie er mathematische und physiologische Grundlagen verständlich erklärt. Jourdain beschränkt sich mit seiner Erklärung nicht auf eine westliche Sicht, sondern bezieht auch für unsere Ohren exotische Klänge mit in seine Betrachtungen ein.

Robert Jourdain hat eine, durch Interdisziplinarität geprägte, ungewöhnlich spannende Analyse des Phänomens Musik aus naturwissenschaftlicher Sicht "komponiert". --Sven A. Zörner -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Das Buch des amerikanischen Wissenschaftlers. Journalisten und Pianisten ist eine der besten populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen über die Wirkung von Musik. Gut erklärt und packend erzählt. Stern - Gesund leben Was eigentlich ist Musik? Und wozu dient das scheinbar sinnlose Aneinanderreihen von Noten? Ein US-Autor sucht die Antworten in den Labors der Hirnforscher. (...) Robert Jourdain lädt ein zum Streifzug durch das Reich der Schlager, Sinfonien und Jam Sessions. (...) Kenntnisreich breitet er die Ergebnisse der Hirnforschung aus, um seine These zu belegen, daß das Nervenbündel im Schädel gerade beim so sinnlos erscheinenden Erzeugen und Lauschen von Musik seine Bestimmung erfüllt: Das Hören eines Konzerts oder das Spielen einer Klaviersonate bedeutet Vollbeschäftigung für das Oberstübchen. Der Spiegel Eine überaus informative, mitreißende und wunderbar lesbare Einführung in die Art und Weise, wie wir Musik wahrnehmen und erleben. (...) Ohne musikalische und wissenschaftliche Vorkenntnisse zu verlangen, ist dieser Überblick mit interessanten historischen Anekdoten und selten wahrgenommenen Fakten gespickt. (...) Jourdain schreibt mit Verve, ansteckendem Enthusiasmus und einer raren Einsicht in die emotionale Kraft der Musik. Publishers Weekly In diesem Buch geht Robert Jourdain der Frage nach, warum wir Musik so gerne mögen. Für den interessierten Laien beleuchtet er alles von Psychoakustik bis Neurowissenschaften und läßt dabei so manche unterhaltsame musikalische Anekdote einfließen. Das Buch eignet sich ebensogut für den Musiker, der wenig von Wissenschaft versteht, aber gerne mehr von jenen Bereichen, welche die Musik berühren, wissen möchte, wie für den Wissenschaftler, der vielleicht mit Genuß Musik hört, aber über ihre Struktur nur wenig weiß. Aber vor allen Dingen macht [das Buch] einfach Spaß, da es alle Aspekte eines möglicherweise schwierigen Themas mit Witz und Schwung erkundet. Jourdain gelingt eine gute Balance zwischen wissenschaftlicher Exaktheit und journalistischer Freiheit: Die meisten Fakten sind korrekt, aber er weiß, wann man Details vereinfachen muß, die nur für den Spezialisten interessant sind. (...) Nach der Lektüre von Jourdains Buch wird es das Beste sein, sich niederzulassen und einer Fuge von Bach zu lauschen - oder auch einem Tango von Piazolla, einem balinesischen Gamelan-Ensemble oder was immer Ihre Lieblingsmusik ist. Auch wenn wir vielleicht noch nicht wissen, warum wir diese Schallobjekte mögen, so sollten wir doch für die spezialisierte Verschaltung in unseren Gehirnen dankbar sein, die es uns erlaubt, sie zu genießen. Scientific American Robert Jourdain gelingt mit diesem Buch ein wahres Kunststück. (..) Nach der Lektüre dieses Buche wird man Musik zukünftig anders wahrnehmen, Jourdain sei Dank! Warnow Kurier Das "wohltemperierte Gehirn" ist (...) ein Glücksfall für die Musiktherapie! (...) weil auf diesem Sektor bisher, wie gesagt, eher die Vermutung (und der gute Wille) vorherrscht, sind die vorzeigbaren Ergebnisse oftmals ja noch eingeschränkt, mager und nicht selten trivial. Jourdains Buch könnte dazu beitragen, dass sich dies ändert. Zeitschrift für Musik-, Tanz- und Kunsttherapie

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Man wird niemals einen Goldfisch im Walzertakt tanzen sehen, weil es nicht die Toene eines Walzers, sondern die Beziehungen zwischen diesen Toenen sind, die einen Koerper tanzen lassen. Diese Beziehungen - nicht zu erfassen, der Beobachtung nicht zugaenglich, schwierig zu beschreiben und zu klassifizieren - sind die /eigentliche Musik/, nicht die Schwingungen der Luftmolekuele, die von Musikinstrumenten erzeugt werden."

Wem dieser Abschnitt zu abstrakt erscheint, der kann an dieser Stelle aufhoeren zu lesen. Wer jedoch neugierig geworden ist, was Robert Jourdain ueber die Musik und ihre Wahrnehmung zu sagen hat, dem empfehle ich sein Buch "Das wohltemperierte Gehirn: Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt." Jourdain, der Musiker und auch Wissenschaftsjournalist ist, stellt in seinem Buch anschaulich dar, wie aus physikalischen Klang-Ereignissen im menschlichen Kopf (erst) Musik entsteht.

Er beginnt mit dem Phaenomen Schall und arbeitet sich systematisch ueber Ton, Melodie, Harmonie und Rhythmus zur Komposition und Auffuehrung vor. Dabei muss auch schon einmal der Vergleich mit einem Pantoffeltierchen oder dem bereits erwaehnte Goldfisch herhalten, um unser menschliches Musik-Erleben zu verdeutlichen. Aber auch die Gegenueberstellung verschiedener musikalischer Kulturen - von der Musik der Kaluli in Neu-Guinea bis hin zu einer Frankfurter Auffuehrung des zeitgenoessischen Komponisten John Cage - wirft manches Mal ein anderes Licht auf das, was uns als "normal" erscheint.

Muehelos laesst Jourdain dabei Ergebnisse der Neurowissenschaften und der Psychologie einfliessen. Fachbegriffe dieser Disziplinen werden jedoch immer alltagstauglich erklaert und aufeinander aufbauend eingefuehrt, so dass das Buch interessant und teilweise spannend zu lesen ist.

Ein wenig wird das Vergnuegen dadurch getruebt, dass die Uebersetzung an ein paar Stellen sprachliche Eleganz vermissen laesst, manchmal sogar Raum zum Raetseln laesst. Ausserdem erscheinen gewisse Aussagen - vor allem aus dem Bereich der Entwicklungs- und Sozialpsychologie - angreifbar bzw. nicht hinreichend diskutiert. Der Autor sieht sein Buch jedoch nicht als wissenschaftliches Kompendium: "In den folgenden zehn Kapiteln gehen wir auf eine Entdeckungsreise, die uns von den Schwingungen der Luftmolekuele zu den Freudenspruengen des Geistes fuehrt. Unsere Reise beginnt ganz ruhig - eigentlich lautlos - in den gleichsam unendlichen Urzeitmeeren und endet in den Tiefen moderner Philosophie; was dazwischen liegt, ist zweifellos ein faszinierendes Feld."

Diese Entdeckungsreise kann man tatsaechlich mit Jourdain gemeinsam unternehmen, und deswegen empfehle ich dieses Buch jedem musikinteressierten Leser, egal ob Profi oder Laie. Kenntnis musikalischer Grundbegriffe sollte allerdings vorhanden sein, weil sonst das Lesen muehsam werden koennte. In guter wissenschaftlicher Tradition steht die Aufmachung mit Glossar, Endnoten, Literaturverzeichnis, Sach- und Namensindex. Ein zusaetzliches Bonbon ist der guenstige Preis.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fachwissen pur! 21. Februar 2003
Von "nico-k"
Format:Taschenbuch
Wer sich ernsthaft für Musik interessiert, dem dürfen auch nicht die biologischen Grundkenntnisse und was dazu gehört fehlen!
Dieses Buch überhäuft einen regelrecht mit Informationen. Dabei ist es gut gegliedert, beginnend mit der urzeitlichen Entwicklung des Hörsinnes, über Verarbeitung der Musikstücke im Gehirn, bis hin zur kompletten Komposition.
Für den Musiker fällt selten Nützliches direkt ab. Jedoch hilft dieses Buch die Faszination Musik besser zu verstehen!
Mit Hilfe dieser Informationsfülle, lassen sich wesentlich bewusster Klänge und Techniken in ein Musikstück einarbeiten.
Aber nicht nur Musiker, sondern auch leidenschaftliche Musikgenießer können mit diesem Buch ihren Horizont stark erweitern!
Mir fällt es schwer viele Seiten nacheinander zu lesen, weil die Informationsflut einen überwältigt. So lese ich ab und zu immer mal wieder kurze Abschnitte und habe wirklich eine wahre Freude daran!
Wer wie ich erkannt hat, dass Musik viel mehr ist als nur ein Zeitvertreib ist, der sollte sich dieses Werk unbedingt zulegen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Volltreffer! 7 Sterne! 1. Dezember 2003
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dies ist ein ganz besonders schönes, gutes, vielschichtiges und amüsantes Wissenschaftsbuch. Es öffnete mir wie ein magischer goldener Schlüssel neue Tore zu Erkenntnissen auf dem Gebiet der Musik. Außerdem ist es klar im Aufbau, und ausgezeichnet recherchiert. Ich habe jede einzelne Seite, jedes Kapitel und das Buch als Ganzes genossen!

Robert Jourdain verflicht Anekdoten aus dem Leben von Musikern mit neuesten neurobiologischen Erkenntnissen und umfangreichen Wissen aus Klangforschung und Instrumentenbau, dem Aufbau von Melodien, der Rhythmik und Harmonielehre, der Musikgeschichte sowie der Psychologie zu einem wunderbar leicht lesbaren Werk, das dabei anspruchsvoll und tiefgängig ist.

Herrlich originell sind Jourdains Kapiteleinführungen, die die Musik aus den ungewöhnlichsten Perspektiven beschreiben und neue amüsante Vergleiche ziehen: Da spielen Außerirdische die Goldschallplatte der Voyager II ab, man entdeckt das Trompetenorgan eines Dinosauriers, und eine Aufführung klassischer abendländischer Musik im Konzertsaal wird direkt verglichen mit der Musik bei einem afrikanischen Dorffest... ach, lesen Sie lieber das Buch, anstatt meine Lobeshymne; denn Jourdain kann das alles viel besser schreiben und beschreiben als ich! Folgen Sie ihm bei der Analyse von Henry Mancinis berühmter Melodie " The Pink Panther" in die aufregenden Geheimnisse der Musik: wie sie entstanden ist, wie sie gemacht wird, und wie wir sie erleben!

Man schaue sich nur einmal die Überschriften der zehn einzelnen Kapitel an, wie sie aufeinander aufbauen:
Vom Schall ...
... zum Ton ...
... zur Melodie ...
... zur Harmonie ...
... zum Rhythmus ...
... zur Komposition ...
... zur Aufführung ...
... zum Hören ...
... zum Verstehen ...
... zur Ekstase

Es versteht sich, dass dieses Buch am Ende ein Glossar, Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis sowie Sach- und Namensindices enthält und dadurch hohen Nutzwert hat.

"Das wohltemperierte Gehirn" ist eine Bereicherung der Hausbibliothek und ein wunderbares Geschenk für alle, die Musik mögen oder auch ausüben, und sie noch besser verstehen möchten - Querdenker werden es lieben.

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Das Buch behandelt viele interessante Tehmengebiete der Musik, welche ordentlich gegliedert wissenschaftlich ausgeführt werden. Lesen Sie weiter...
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