Hamlet hat Angst. Der junge Wolf weiß, dass er im Morgengrauen getötet werden soll, um als Pelzmantel für die Tochter des Zoodirektors zu dienen. Doch sein bester Freund verhilft ihm spektakulär zur Flucht, hinaus in die Welt der Menschen. Dort wäre Hamlet beinahe verloren gewesen, doch ein glücklicher Zufall hilft ihm, das Wilde Pack zu finden ... eine unglaubliche Ansammlung von Tieren aus allen Ländern. Doch ein Rudel ist es nicht, es gibt keinen Zusammenhalt. Jeder kümmert sich nur um sich selbst. Das ist fatal, denn Hamlet muss dringend seinen Freund retten und schafft dies nicht allein.
Wie jede gute Tierfabel ist auch diese eine Parabel auf die Welt der Menschen. Der Autor schafft den Spagat zwischen Artgerechtem Verhalten und menschenähnlichen Verhaltensweisen. Man lernt noch einiges, was nicht unbedingt zur Allgemeinbildung gehört (wie unterscheidet man einen Hund von einem Wolf?). Eine spannende, traurige, witzige Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Überleben, Mut und Überwindung von Grenzen. Wenn ich überhaupt einen Kritikpunkt nennen kann, dann allenfalls, dass der Zoodirektor ein bisschen übertrieben bösartig dargestellt wird, seine Tochter ein bisschen arg gemein - aber das fällt nicht weiter ins Gewicht. Ein wunderbares Buch, dass ich uneingeschränkt für jeden von 10+ empfehlen kann!