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Das weisse Buch (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 20. September 2010


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Taschenbuch, 20. September 2010
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 218 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (20. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518462261
  • ISBN-13: 978-3518462263
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 208.862 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Regalhändler das lustigste Buch über Mitte schreiben würde? Der Mann heißt Rafael Horzon, sein Schelmenroman Das Weisse Buch

(Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

»Aus der Chronik seiner verschiedenen Ideen und Flops macht Horzon mit gezielter Münchhausenscher Übertreibung in hochstaplerischen fiktionalen Passagen einen Entwicklungsroman, der sich permanent selbst auf die Schippe nimmt. ... Auch sonst gibt es noch einiges zu lachen in diesem vor Einfällen sprühenden Werk.«

(Jan Wiele Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Horzon ist ein Kunststück gelungen.«

(Philipp Haibach Die Welt )

»Dass Das weisse Buch dabei auch noch derart leichtfüßig und kurzweilig geraten und von einem geradezu magischen Schimmer leiser Selbstironie erfüllt ist, macht es mit Sicherheit zu einem der erfreulichsten Bücher des Herbstes.«

(Sebastian Hammelehle Die Welt )

»So ist Das weisse Buch nicht nur ein sehr gutes, hochromantisches Berlin-Buch, sondern auch ein sehr gutes Deutschland-Buch, in dem zu lesen ist, wie sich jemand immer wieder an den DIN-Normen, Vorschriften und Hässlichkeiten des Landes den Kopf anhaut und trotzdem nicht aufhört, dagegen anzurennen, auch wenn er zwischendurch viel weinen muss. Ideen haben viele Menschen, aber Ideen, die ewig im Kopf bleiben, sterben auch dort. In Horzons Welt leben sie, und das ist befreiend und ansteckend, wie ein süßer Virus.«

(Marc Fischer Welt am Sonntag )

»Geschrieben mit Anklängen an den Schelmenroman des 19. Jahrhunderts, ist das äußerst komisch – zumal Horzon sein eigenes Leben aufschreibt. ... Das ist Kunst, manchmal grosse Kunst.«

(Tobias Rapp Der Spiegel )

»Das Weiße Buch ist ein Bildungsroman voller lateinischer Zitate, der sich über Bildungsromane lustig macht, aber mit fast religiösem Eifer an die Pflicht zur Selbsterfindung glaubt. Das macht dieses Buch so sympathisch und wahr.«

(Ulrich Gutmair Die Tageszeitung )

»Die Rechenschaft, die Rafael Horzon in Das weisse Buch ablegt, ist so ziemlich das Amüsanteste und Schrägste, was man in letzter Zeit zu lesen bekommen hat.«

(Wiebke Porombka spex, Magazin für Popkultur )

»Endlich mal wieder ein Buch, nach dessen Lektüre das ganze Leben leichter wirkt. Dazu noch ein Sachbuch. Oder ist es doch ein Roman? Eine Autobiographie? Egal, jedenfalls blickt man sich nach der Lektüre verwundert im eigenen Alltag um und versteht für einen Moment lang gar nicht, warum man sich die ganze Zeit derart viele Sorgen macht.«

(Alex Rühle Süddeutsche Zeitung )

»Horzons Spiel mit dem Zweifel ist das Hauptmotiv seines Buches und auch seines Lebens. Dieser Zweifel macht den Reiz des Horzon’schen Schaffen aus.«

(Dennis Grabowsky Der Tagesspiegel )

»Das weisse Buch ist ein komödiantischer Entwicklungsroman, ein zeitgenössischer Schelmenroman, der mit seinen vielen Lateinzitaten an Eichendorffs Leben eines Taugenichts erinnert, und es ist der Gesellschaftsroman einer Berliner Szene. Man kann diesen Roman auch als ästhetisch ernste Angelegenheit betrachten: als einen Versuch, Kunst und Leben in Deckung zu bringen, so wie das die Avantgarden der frühen Moderne auch versuchten. Und man kann den Bewohner des Raumschiffs Berlin-Mitte Rafael Horzon als eine Art lebende Konzeptkunst betrachten, den von vielen seiner Mitbürger erstaunliche und bewundernswerte Sorglosigkeit unterscheidet.«

(Ursula März Deutschlandradio Kultur )

»Was sich wie eine Persiflage auf ökonomische Selbstvermarktungsterror liest, ist gleichzeitig auch eine Geschichte der Durchgentrifizierung von Berlin-Mitte.«

(Christof Meueler junge Welt )

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Rafael Horzon, 1970 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Latein, Physik und Komparatistik in Paris, München und Berlin, bevor er sich 1995 zum Paketfahrer der Deutschen Post ausbilden ließ. Ab 1996 Gründung zahlreicher Unternehmen, wie der Galerie Berlintokyo, der Wissenschaftsakademie Berlin, des Möbelhauses Moebel Horzon, des Modelabels Gelée Royale und eines Fachgeschäfts für Apfelkuchenhandel. Rafael Horzon lebt und arbeitet in Berlin.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Klaus Lüber am 17. November 2010
Format: Taschenbuch
Im Eliteinternat Schloss Salem am Bodensee gab es, so erzählt man sich, vor Jahren einmal eine ziemlich perfide Art und Weise, Neuankömmlinge zu foppen. Jeder Jahrgang traf untereinander die Vereinbarung, alles, was man sich untereinander erzählt, entweder durchweg wortwörtlich oder ironisch zu verstehen. Wenn man also als Neuer in eine Klasse kam, hatte man zunächst nicht die geringste Ahnung, ob entscheidende Feststellungen wie "Dieunddie Band ist supercool" eben genau das bedeuten, oder aber das exakte Gegenteil. Wer sich nicht zum kompletten Deppen machen wollte, tat gut daran, möglichst zügig den Sprachcode seiner Mitschüler zu entschlüsseln und selbst zu verinnerlichen.

Es ist nicht besonders schwer, sich vorzustellen, dass auch Rafael Horzon, wie seine Schriftstellerfreunde Christian Kracht oder Moritz von Uslar, in Salem zur Schule ging. Der Berliner Designer, Künstler und Unternehmer liebt es, sich als Dandy zu inszenieren, ist fantastisch vernetzt und vor allem: er vermag es, so virtuos zwischen Ironie und Ernst zu wechseln, dass man annehmen könnte, er würde schon seit Schulzeiten daran üben. So gibt er als Leiter einer sogenannten "Wissenschaftsakademie" selbstgebastelte Diplome aus, schafft es aber gleichzeitig, renommierte Dozenten einzuladen. Oder gründet als "Möbelunternehmer" eine Firma mit nur einem Produkt (Slogan: "Jetzt noch weniger Auswahl!"), behauptet größenwahnsinnig, IKEA damit vom Markt zu verdrängen, verkauft aber tatsächlich eine ansehnliche Stückzahl.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von CharO VINE-PRODUKTTESTER am 5. Oktober 2010
Format: Taschenbuch
Inhalt:
Nach der Information des Verlags soll es sich hier um die Biographie des Autors handeln. Das mag auf der einen Seite zutreffen. Auf der anderen Seite handelt es sich aber gleichzeitig um die Schaffung eines kleinen (Kunst)Werkes, das in eine seltsame Gedankenwelt entführt. Horzon erzählt von seinen vielen Ideen, die den meisten Menschen wohl kurios erscheinen. Er gründet die Galerie berlintokyo und stellt dort 'Kunstwerke' nicht existierender Japanischer Künstler aus. Er baut ein Bücherregal, das das Billy-Regal vom Markt verdrängen soll. Danach ruft er eine Wissenschafts-akademie ins Leben, die für das Hören eins Vortrags Scheine ausstellt. Nach nur vier Besuchen erhalten die Studenten ihr Diplom. Ein Vortragsthema lautete zum Beispiel: 'Musikarchitektur, Stil und Selbstironie im audiovisuellen Oeuvre der Pet Shop Boys'. Viele weitere erfolgreiche und erfolglose Geschäftsideen folgten.
Was aber alle Ideen gemeinsam hatten, ist der Glaube Horzons mit ihnen Geld verdienen zu können. Er ist ein Beispiel dafür, dass man, wenn man an Projekt glaubt und sie nur richtig vermarktet, oftmals Erfolg haben kann. Aber auch ein Rückschlag lässt ihn nicht generell an seinen Ideen zweifeln.
Zudem ist sein Buch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Personen des Berliner Kulturlebens seit Beginn der 90er Jahre. Eine Vielzahl bekannter Designer, Autoren und Musiker tauchen in dem Text auf. Ihre Beziehungen zum Autor werden dargelegt und geben ein wunderbares Bild der Horzonschen Lebenswelt. Ob diese der Realität entspricht oder nicht, lässt sich nicht nachvollziehen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von theo am 6. Februar 2011
Format: Taschenbuch
gelest und versteht.
in redelatein übersetzt und in china publiziert.
der verlag war sofort begeistert!
es war ein unglaublich erfolgreiches buch in ganz asien.
alleine diese rezension wird aktuell von allen asiatischen nachrichtensendern zitiert.
muß unbedingt die wahrsagerin wegen meinem nächsten projekt befragen; eine horzon-fan-tv-show.

kurzum: ich bin begeistert! ein sensationelles buch.
schnell,amüsant und toll geschrieben.
horzon for bundespräsident!...und das sage ich nicht nur wegen meines hohen alters.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Henning Schröder am 27. März 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
---ansonsten bekommt man einfach keinen Einblick in die irrwitzige Haltung, die einfach nur genial ist. Nicht lange schnacken, sondern anpacken ist die Devise von Herrn Horzon. Daran sollten sich Entrepreneure einfach mal ein Beispiel nehmen. Obwohl übereilte Handlungen ebenfalls nicht immer gut sein müssen. Aber einfach ein tolles Buch, was sehr gut zu lesen ist und den Kopf befreit.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fiona am 31. Oktober 2010
Format: Taschenbuch
Rein äußerlich betrachtet macht 'Das weisse Buch' von Rafael Horzon schon mal Spaß. Es ist, in der Tat, völlig weiß, geschützt von einem weißen Schutzumschlag, auf dem durch ausgestanzte Löcher der Titel erscheint.

Der Umschlagtext bringt dem Leser in Kurzform die Tätigkeiten des Autors nahe und am Ende heißt es ' Rafael Horzon erweist sich auch noch als überaus charmanter und intelligenter Erzähler.' Dieser kleine Satz hilft bei der Einordnung dieses Buches, das sich wie ich annehme ganz bewusst gegen eine Einordnung in eine literarische Gattung wehrt. Aber wie oben erwähnt macht Herr Horzon Folgendes: Er erzählt uns eine Geschichte, die sich an seinem Leben orientiert. Man sollte aber nicht mit der Erwartungshaltung an die Lektüre gehen, eine Biographie zu lesen, dann wird sich der Leser schnell verschaukelt fühlen.

Der Leser begleitet Rafael Horzon auf eine aberwitzige Reise und wird Zeuge sehr, sagen wir, innovativer Unternehmensgründungen wie z.B. der Galerie 'Berlintokyo', der Wissenschaftsakademie Berlin, eines Apfelkuchenversands, einer Modefirma, die die 'Kopfkrawatte' erfindet und neben vielen weiteren auch von 'Moebel Horzon', der wohl erfolgreichsten Firma des Autors.

Die zentrale Frage bei der Gründung der Galerie 'Berlintokyo' war: 'Reicht es wirklich aus, Dinge in eine Galerie zu stellen, damit sie Kunst werden?'. Diese Frage geht meiner Meinung nach Hand in Hand mit einem anderen Hauptanliegen des Autors. Rafael Horzons Fokus liegt darauf, dem Leser zu zeigen, wie wichtig es ist, Dinge zu hinterfragen. Damit ist sicher auch gemeint, ob wir etwas als 'Kunst' anerkennen, nur weil es jemand so genannt hat.
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