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Das weibliche Gehirn: Warum Frauen anders sind als Männer
 
 
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Das weibliche Gehirn: Warum Frauen anders sind als Männer [Taschenbuch]

Louann Brizendine , Sebastian Vogel
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (10. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442155169
  • ISBN-13: 978-3442155163
  • Originaltitel: The Female Brain
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.437 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Louann Brizendine
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Louann Brizendine kann sehr anschaulich komplexe physiologische Zusammenhänge erklären." (Psychologie heute )

"Brizendines Thesen lösten unter Hirnforschern, Hormonspezialisten, Psychiatern und Soziologen kontroverse Diskussionen aus und sprengten den Small Talk auf jeder Party." (Handelsblatt )

"Louann Brizendine, Professorin an der University of California, schärft mit ihrem Bestseller 'Das weibliche Gehirn' den Blick für die Stärken der Frau." (Hamburger Abendblatt )

Kurzbeschreibung

Warum gebrauchen Frauen 20.000 Wörter am Tag, Männer hingegen nur 7.000? Warum erinnern sich Frauen an Konflikte, von denen Männer meinen, es habe sie nie gegeben? Die Neuropsychiaterin Louann Brizendine präsentiert neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung und erklärt, warum Frauen die Welt so gründlich anders sehen als Männer. Das umfassende Buch über die Besonderheiten des weiblichen Gehirns.


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124 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Pseudo-Wissenschaft mit starker Schlagseite, 16. März 2007
Von 
Matthias Berg (Ortenau/ Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ob die Autorin in der Sache Recht hat oder nicht, kann ich als interessierter Laie nicht beurteilen (ich vermute mal, dass es sich so verhält : wenn man Gemeinsamkeiten von Mann und Frau sucht, wird man Gemeinsamkeiten finden; sucht man Trennendes, findet man Unterschiede...). Doch Eines kann ich mit Bestimmtheit sagen : dies ist kein wissenschaftliches Buch, nicht einmal ein populärwissenschaftliches, eher gehört es in die Kategorie der Bestseller von Pease und Pease (Warum Männer ...., und Frauen nicht ...) .

Dazu zwei Beispiele (pars pro toto) : die Autorin sagt an etwa fünf Stellen des Buches: die für Sex verantwortlichen Gehirn-Regionen sind beim Mann doppelt so groß wie bei den Frauen. Sie sagt an keiner Stelle, woher sie diese Info hat (ihr Anmerkungsapparat ist ohnehin ein Graus), und - schlimmer noch - sie benennt diese Regionen nie. Und das hat gute Gründe, denn es gibt diese Sex-Regionen schlicht und einfach nicht. Denn SEX (selbst beim Mann, der für die Autorin oft nicht mehr als ein zweibeiniger Affe ist, nix als Sex und Gewalt im Kopf, ansonsten dumpf und tumb) Sex ist viel zu komplex, als dass man ihm zwei , drei Regionen zuweisen könnte, um deren Neuronen oder Synapsen zu zählen.

Beispiel no.2: Die Autorin erwähnt eine deutsche Studie, bei der es darum ging, dass Männer und Frauen dreidimensionale Objekt im Kopf (mental) drehen mussten. Das Ergebnis dieser Studie : Frauen tun sich dabei signifikant schwerer als Männer. Frau Brizendine sagt dazu : Ein Unterschied im Leistungsbereich sei nicht festzustellen. Fügt dann aber hinzu: Frauen gebrauchen dazu andere Gehirnbereiche als Männer, was dazu führe, dass sie - die Frauen - mehr Zeit für die Aufgaben brauchen. Dazu kann ich nur sagen: wenn Y eine Aufgabe schneller als X erledigt, dann ist das sehr wohl ein Unterschied im Leistungsbereich ! (Man denke nur etwa an Kopfrechnen). Was soll man nun von einer Autorin halten, die sich die Untersuchungs-Ergebnisse so zurechtbiegt, dass sie ins vorgefertigte Schema passen ? Bias in science nennt man das, und dieses Buch ist ein Paradebeispiel für solch eine Wissenschaft mit Schlagseite (zum Thema Weiblicher Orgasmus etwa stützt sie sich auf eine Untersuchung von 1972, die mittlerweile wegen ihrer gravierenden statistischen Mängel - es wurde nur eine Frau untersucht !! - nur noch als abschreckendes Bespiel in der Literatur zitiert wird.)

Ich sollte noch hinzufügen, dass ich - rein intuitiv - durchaus der Meinung bin, dass sich Männlein und Weiblein von Natur aus mehr unterscheiden, als es vielen politisch korrekten Gender-Mainstreaming-Enthusiasten lieb ist. Daher begann ich dieses Buch in der Hoffnung, hier die wissenschafliche Begründung für diese Intuition zu finden. Doch leider wuchs mit jeder Seite eher der Frust als die Einsicht... Ich bin mir sicher, dass in dem Buch viele richtige Dinge stehen, doch wie sollen die Leser sie von den Verfälschungen und Irrtümern unterscheiden ?

Als Fazit: ein ideales Buch für Leute, die provokante Thesen und Themen für den nächsten Party-Smalltalk brauchen. Zudem liest es sich flüssig (obwohl die vielen Anekdoten aus dem Medizin-Alltag der Autorin - sie machen etwa ein Drittel des Buches aus - auf die Dauer nerven). Für alle, die ernsthaft an der Materie interessiert sind, ist es eher eine Enttäuschung
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75 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Jetzt kann Mann einmal mehr verstehen, warum er Frau oft nicht versteht, 23. Februar 2007
Ein solches Buch zu besprechen heißt, sich in einem Minenfeld zu bewegen. Es ist ein Tanz zwischen wissenschaftlichen Ergebnissen (die sich durchaus widersprechen mögen), "Politischer Korrektheit", Männer- und Frauenwitzen, Emanzipation und Vorurteilen. Dabei steht in diesem Buch eigentlich nicht viel Neues. Es ist das, was die Autorin aus etwa neunhundert (zitierten) Fachartikeln extrahiert hat.

Louann Brizendine ist Gründerin einer Hormon-Klinik, studierte Neurobiologin und kann eine zwanzigjährige klinische Praxiserfahrung vorweisen. Nach ihren eigenen Aussagen möchte sie Frauen helfen, ihre wechselnden Gefühle und ihr Verhalten besser zu verstehen. Da viele Gefühle sich aus vorhersehbaren Hormonschwankungen ableiten lassen, könne Frau mit diesem Hintergrundwissen ihr Leben besser selbstbestimmen und planen.

Das Buch ist gegliedert in die Lebensabschnitte einer Frau, vom Säugling über das junge Mädchen, vom pubertierenden Mädchen zur Mutter, vom verliebten Mädchen zur Partnerin, den Wechseljahren und dem Leben nach der Menopause. Dass das Gehirn von Frauen in mancher (!) Hinsicht anders funktioniert als das von Männern belegt Louann Brizendine an vielen (fast zu vielen) Beispielen. Vieles wurde beispielsweise bereits von einem der führenden Neurobiologen, Steven Pinker, in seinem ausgezeichneten Buch "Das unbeschriebene Blatt" besprochen. Was ja Unisex-Gehirn-Befürworter oft übersehen ist, dass geschlechtsspezifische Gehirnmuster, Hormonwirkungen und Verhaltensweisen nicht nur auch bei Tieren zu beobachten sind, sondern experimentell bestätigt werden können (beispielsweise durch Übertragung von bestimmten Genen von einer Art zur anderen).

Stärken hat das Buch in den ausführlichen Beschreibungen der Wirkungen der verschiedenen Hormone auf das Gehirn und die entsprechenden Konsequenzen für Gefühle und Verhalten. Allerdings wurde mir bei den vielen Beispielen ganz schwubbelig von den Hormon-Wellen, fast möchte ich mich wundern, wie Frauen mit den Hormon-Tsunamis überleben. Anderererseits, Hormone sind eben (unter anderem) die Signalträger, über die Körperzellen auf die Außenwelt reagieren und miteinander kommunizieren. Verwirrend ist bei solchen Signalsystemen, dass einige wenige Schlüsselsubstanzen eine Reihe von Veränderungen hervorrufen können, die, je nach dem wie die sonstigen Bedingungen sind, ganz verschieden sein können. Ich fürchte, dass ein Teil der Ablehnung dieser Ursache-Wirkungs-Mechanismen daher kommt, dass sie wirklich schwer zu durchschauen sind. Da hilft auch dieses Werk nicht wirklich weiter.

Im Anhang stellt Louann Brizendine Für und Wider von Hormontherapien gegenüber. Dabei hat sie einen gewissen Hang zum "Für". Immerhin, die Gegenargumente breitet sie ebenfalls aus und empfiehlt Frauen, sich von ihrem Körper leiten zu lassen.

Insgesamt scheint mir das Buch etwas Hormontherapie-lastig zu sein (was bei der beruflichen Expertise der Autorin nicht weiter verwundert). Und ein Titel wie etwa "Wirkungen von Hormonen auf das (weibliche) Gehirn" würde den Inhalt besser treffen. Ungenau werden Ausflüge, die über das Gebiet der Hormone hinausgehen. So bestehen, so Louann Brizendine, zwischen den genetischen Informationen von Mann und Frau "nur geringfügige Abweichungen von weniger als einem Prozent". Dies beruhigt mich, da der genetische Abstand vom Menschen zum Schimpansen immerhin etwa eineinhalb Prozent beträgt. Sozusagen halber Schimpansenabstand. Unschön finde ich den immer wiederkehrenden Ausdruck "Verdrahtung" des Gehirns. Wir haben keine Drähte im Gehirn. Normalerweise. Und was bedeutet ein "größeres" Gehirnareal? Mehr Zellen? Mehr Synapsen? Mehr Myelin?

Trotz einiger Schwächen ist das Buch doch lesenswert. Es zeigt, wie sehr die Gemütsverfassung einer Frau (und, in geringerem Maß, die eines Mannes) von Hormonen abhängig sein kann, unabhängig von den äußeren Umständen. Wenn es Frauen hilft, sich mit diesem Wissen besser zu verstehen und sich besser selbst bestimmen zu können, so hätte es einen wichtigen Zweck erfüllt.

Auch Männern sei es empfohlen. Zwar werden Frauen für uns Männer immer noch weitgehend unberechenbar bleiben, aber jetzt wissen wir wenigstens so ungefähr, warum. Und können sie umso mehr lieben.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zum Glück sind solche Bücher wieder erlaubt, 1. März 2007
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Einzig allzu offensichtliche Unterschiede zwischen Mann und Frau konnten "damals" verhindern, dass biologische Abweichungen zwischen Geschlechtern ganz in Abrede gestellt wurden. Warum am Samstagnachmittag Männerhände Autos polieren und Mütter am Sandkasten Neuigkeiten austauschen, musste mit Sozialisierungstheorien beantwortet werden. Aber das ist zum Glück vorbei. Auch wenn das Pendel nun häufig zu stark in die andere Richtung ausschlägt. Was Louann Brizendine in ihrem dicken Buch zu erzählen weiß, fasst der Amazon-Rezensent Günther Strauss bereits hervorragend zusammen. Brizendines Extrakt aus ihrer umfangreichen Quellensammlung wird das anvisierte Zielpublikum fesseln, dem Fachpublikum aber nicht viel Neues mitteilen.

Als Ordnungsmuster für die Stofffülle wählt die Autorin den weiblichen Lebenslauf. So erfahren wir, wie das XX-Gehirn geboren wird, warum junge Mädchen zicken und nur ans Aussehen denken, wie die Chemie Liebe, Vertrauen und Sex steuert, welche Veränderungen zum Muttergehirn führen, wie die weibliche Gefühlswelt zu aussieht und was das neuronale Netzwerk der reifen Frau auszeichnet. Inhaltsverzeichnis mit Unterkapiteln und Register helfen den Leserinnen bei der Orientierung, die wegen der kompakten Schreibweise nicht immer einfach ist. Patientengeschichten, Erläuterungen und wissenschaftliche Exkurse verweben sich zu einem Text, der ein gewisses Durchhaltevermögen erfordert.

Dachte ich zu Beginn der Lektüre noch, das sei ein klares Fünf-Sterne-Buch, verflog die Euphorie etwas, als die Mischung zwischen populärwissenschaftlichem Werk, wissenschaftlichem Summary und Werbemittel für Brizendines Hormonklinik zunehmend anstrengender wurde. So richtig störend finde ich allerdings nur, dass die Wissenschaftswelt der Autorin an den Grenzen der englischen Sprache aufhört. Das ist bei diesem Buch besonders ärgerlich, weil viele Europäer zu den führenden Neurowissenschaftlern gehören. Über Spiegelneuronen zu schreiben und in einem 50seitigen Literaturverzeichnis Giacomo Rizzolatti nicht zu erwähnen, ist mehr als eine Unterlassungssünde. Dagegen sind nicht auffindbare Anmerkungen geradezu ein Klacks.

Mein Fazit: Ein überaus interessantes Buch über die neurologischen Unterschiede von Frau und Mann, das zwar primär für Frauen geschrieben wurde, Männern jedoch ebenfalls zur Lektüre empfohlen werden kann. Ein gewisses Durchhaltevermögen und minimale Lust an Fachtermini werden vorausgesetzt.
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