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Der Plot ist schnell erzählt: John Reilly gehörte zu den fahrenden Leuten bis zum frühen Tod seiner Frau - seitdem durchlebt er mit seinen beiden kleinen Söhnen den Alptraum der Seßhaftigkeit in Form einer klaustrophobisch anmutenden Sozialwohnung am Rande Dublins. Die Jungen schwänzen die Schule, und Papa Reilly, liebevoller Vater und mürrischer Gewohnheitstrinker (das schließt sich in irischen Filmen ja offenbar nie aus) lebt stets in der Angst, die Obrigkeit könne ihm die Kinder wegnehmen.
Als wie aus dem Nichts ein geheimnisvolles Pferd am Strand auftaucht und den Jungen bis in die Wohnung folgt, sorgt das für verständlichen Unmut unter den Mietern: das Pferd wird beschlagnahmt und an einen Gestütsbesitzer veräußert. In einer spektakulären Aktion entführen die Jungen den Schimmel (oder entführt der Schimmel sie?) und flüchten nach Westen. Seltsamerweise scheint das Pferd genau zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Und während Papa Reilly verzweifelt seine Kinder sucht, verfolgt von einem ganzen Schwadron Polizisten und dem erbosten Bestohlenen, erreichen alle Beteiligten einen Ort, wo die Familie Reilly im zweifachen Sinne des Wortes wieder zusammenfindet...
Meiner Meinung nach ein guter (Märchen-)Film, der vor allem von der guten Besetzung profitiert. Überzeugende Charaktere, grandiose Landschaftsaufnahmen, eine fesselnde Story einer dramatischen Familiensaga, allerdings mit nicht allzu guter Synchronisation. Großer (technischer) Schwachpunkt: Es gibt keine Extras und keine deutschen Untertitel bei Originalton, bei dem die beiden (kleinen) Hauptdarsteller noch überzeugender wirken.
Alles in allem ein zu empfehlender Film, gefühlvoll und spannend zugleich - 4 Sterne von mir.
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