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Das weiße Rauschen

Daniel Brühl , Anabelle Lachatte , Hans Weingartner , Tobias Amann    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 17,86
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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig
  • Regisseur(e): Hans Weingartner, Tobias Amann
  • Komponist: Andreas Wodraschke, Marek Goldowski
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Surround), Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Surround)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 12. Dezember 2002
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00007DXEN
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.082 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Wenn man Hans Weingartners Das weiße Rauschen, diesen Trip in die Innenwelten eines paranoiden Schizophrenen, zum ersten Mal sieht, ist man zunächst überrascht, vielleicht sogar etwas entnervt angesichts seiner Kompromisslosigkeit und Radikalität. Ein Debüt wie dieses -- Weingartner hat mit dem Film sein Studium an der Kölner Hochschule für Medien abgeschlossen -- passt irgendwie kaum in unsere Zeit und noch viel weniger in die momentane deutsche Filmlandschaft. Eher denkt man schon an die Anfänge des New Hollywood, an die frühen Filme Martin Scorseses und John Cassavetes'. Es sind die filmischen Techniken dieser damals unerbittlichen Kino-Erneuerer, die Weingartner hier konsequent anwendet und die er mittels der neuen DV-Kameras sogar noch weiter radikalisieren kann.

Wie im Kino der 60er-Jahre, in den Exploitation-Produktionen Roger Cormans oder Richard Rushs, ist es auch bei Weingartner ein psychedelischer Drogentrip, der alles Weitere ins Rollen bringt. Aber was dann folgt, ist eben kein sensationalistischer Thriller, sondern eine eindringliche Krankheitsstudie. Der junge, aus der Provinz nach Köln gekommene Student Lukas (Daniel Brühl) nimmt bei einem Ausflug ins Bergische eine Droge, die einen Schalter in seinem Bewusstsein umlegt. Von diesem Moment an kann er nicht mehr in die Wirklichkeit, den ganz normalen Alltag zurückkehren. Seine Wahrnehmung verzerrt sich; überall wird er von Stimmen verfolgt. Schließlich sieht er nur einen Ausweg: einen Sprung aus dem Fenster, der ihn in eine psychiatrische Anstalt bringt. Nach seiner Entlassung gewinnt er durch die Psychopharmaka, die er schlucken muss, zeitweilig die Kontrolle über sein Leben zurück. Doch irgendwann hört er auf, die Medikamente zu nehmen.

Nach Benjamin Quabecks Nichts bereuen ist Das weiße Rauschen der zweite Film, in dem Daniel Brühl an die Grenzen schauspielerischer Einfühlung zu gehen scheint. Die Eindringlichkeit, mit der er die Symptome von Lukas' paranoider Schizophrenie erfahrbar macht, hat fast etwas Unheimliches. Man ist entsetzt von diesem zunächst noch ganz normal erscheinenden, eher schüchternen jungen Mann, den Kleinigkeiten von einem Moment auf den anderen völlig ausrasten lassen. Aber zugleich wird man von Daniel Brühls Darstellung geradezu magnetisch angezogen. Obwohl man eigentlich -- schon um sich selbst zu schützen -- auf Distanz zu Lukas gehen will, involviert Brühl einen immer stärker. Die fast schon selbstzerstörerische Intensität seines Spiels gibt Hans Weingartners stilistisch eher kühler, sich selbst filmisch ständig reflektierender Studie die letztlich unerlässliche emotionale Dimension. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Wer das weiße Rauschen sieht, der wird sofort Wahnsinnig, außer wenn er schon Wahnsinnig ist, dann wird er normal."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
168 von 178 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen VORSICHT! PSYCHOSE! 19. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich will bei dieser Rezension mal lieber anonym bleiben, zumindest gg.über der Öffentlichkeit. Wenn man diesen Film bespricht, dann offenbart man zwangsläufig auch etwas über sich selbst. Beeindruckt sein kann von diesem Film jeder, der ein Interesse hat an dem Wahnsinn, den die Wahrnehmung mit der persönlichen Interpretation in unserem Hirn anrichten kann, aber verstehen vielleicht nur der, der in ähnlich ekligen Hemisphären des Denkens und Erlebens steckte.
Ich habe, erfahren in sämtlichen Filmen der Thematik, von "Ich hab Dir nie einen Rosengarten versprochen" über diverse Psychiatrie-Movies, David Lynch, "Requiem for a dream" und Co., NOCH NIE einen Film gesehen, der so spürbar und eindrucksvoll die Mechanismen eines "Horrortrips", einer Psychose dargestellt hat, wie dieser Film es tut. Die oftmals saublöd interpretierten Geschichten von "Stimmen im Kopf" werden hier Dolby-Surround-artig von vorne und hinten auf den Zuschauer beschallt und zwar mit dem richtigen, eben nicht 100% einheitlichem Vokabular. Eine Psychose lässt das "Ich" zu einem Opfer der Umwelt werden. Die anderen Individuen werden horrorhaft als Zerrbilder sämtlicher "Was wäre wenn"-Optionen wahrgenommen, sämtliche Möglichkeiten und paranoiden Wahnbilder und potentielle Möglichkeiten der Realität stürmen auf einen ein, dazu die entsetzte und hilflose Selbstreflektion des Über-Ichs, bizarre Assoziationen, Erinnerungen und das grauenhafte Entsetzen über den real existenten Zustand außerhalb aller gewohnten Raum/Zeit-Gewöhnlichkeiten. Ein lauter Schwall an widersprüchlichen Stimmen. In diesem Film hörbar und authentisch.
Wer zu diesem Film noch einen Kopfhörer aufsetzt, muss verrückt sein...
Dies ist kein Plärr-Film a´la "Die Anstalt"(SAT.1) oder eine romantisierte Wahnvorstellung a´la "Durchgeknallt"(mit Winona Ryder). Es ist aber auch kein Psychotiker-Sightseeing.
Es ist der meiner Meinung nach erste Film, der die sogenannte "Geisteskrankheit" zwar durchaus mit aufwendigen Soundeffekten, aber ohne sonstige Bombastik darstellt. Durchaus auch gemessen an der Realität. Aber Hauptaugenmerk und Perspektive ist der Horror des Betrachters, ohne jenen, den Hauptprotagonist, als Kranken stigmatisiert in der Ecke stehen zu lassen. Auch das HappyEnd unter dem Motto, wenn die Familie nur eng genug zusammenhält, fällt erstmal aus.
Was Lynch & Co. als subjektiven Trip für die Dauer eines virtuellen Kinobesuchs anbieten, ist in diesem Film eine realistische Wahrnehmung eines Teenagers, dessen Kopf nach dem Konsum psychedelischer Drogen explodierte.
Nicht zuletzt die Behind-the-scenes-Bonusgeschichten offenbaren zudem, dass an diesem Film "langhaarige Bombenleger" und Kunststudenten arbeiteten, die den einen oder anderen Trip hinter sich haben könnten und den weder aus moralischen Gründen nachträglich verurteilen noch ihn glorifizieren. Das sind junge, extrem motivierte Filmemacher, die mit geringen "Dogma"-Filme-mäßigen Mitteln einen psychedelischen, tiefgründigen, einfühlsamen, intelligenten, zudem stellenweise aus dem überzeugenden Spiel der Darsteller heraus improvisierten Film gemacht haben, wie er so sehr sehr sehr selten aus Deutschland oder sonst wo her kommt.
Jetzt der Grund, warum ich anonym bleiben wollte und ich klinge dabei wie ein drogengeiler Teenager, der ich nicht bin: Das war der intensivste Backflash meines Lebens! Die so realistische Darstellung der schlimmsten LSD-Paranoia, die ich zu Zeiten meiner jugendlichen Drogenexperimente erlebt hatte, hatte ich nicht erwartet und mich überwältigt.
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80 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dj
Format:DVD
Diagnose: F20.0 paranoide Schizophrenie, mehr als 1% der Bevölkerung erleidet in seinem Leben mindestens eine psychotische Episode und die Dunkelziffer ist ausgenommen, denn viele Menschen wollen die psychische Veränderung nicht wahrhaben und am häufigsten; sie kennen das Krankheitsbild und seine Spannweite nicht, können sich selbst so garkeine Diagnose stellen und bewältigen ihr Leben vielleicht auf hürdenbelegte hilflose Art und Weise. Meistens, oder eigentlich immer, handelt es sich um Menschen die ihr Umfeld sehr sensibel erleben und ebenso sensibel reagieren, sind häufig überladen mit Gedanken und Interpretationen, die sie sich über jede Kleinigkeit machen, haben viele Ängste und verlieren sich oft im Alltag in eine parallele Welt die oft chaotisch und keine richtige Ordnung mehr besitzt. Diese Welt wird wie unter einer geistigen Käseglocke wahrgenommen, wie ein verstopfter Filter nach außen und innen, der das ausgewogene Handeln erschwert.

Im Film "Das Weiße Rauschen" ist es meiner Meinung nach zum ersten mal (meiner Empfindung nach bisweilen kein zweites mal) gelungen, die Wahrnehmung und Situation der erkrankten Menschen in Bild und Ton, sowie in schauspielerischer Leistung, perfekt darzustellen.
Es dürfte fast jedem Menschen möglich sein, nachzuvollziehen wie sich ein Mensch mit einer solchen Erkrankung fühlt, denn ein Teil Schizophrenie steckt irgendwie in jedem Menschen irgendwann. Es dürfte reichen, einmal nur 3 Nächte durchzumachen oder eine Zeit lang extremen Stress zu erleben. Es dürfte jedem bekannt vorkommen, das Gefühl unter einer Käseglocke zwischen Innen- und Außenwelt zu stehen und das was drumherum passiert nicht mehr klar einzuordnen; eine Reizüberflutung, die verhindert in einer Ordnung zwischen 'wichtig' und 'unwichtig' oder 'falsch' und 'richtig' im Alltag zu entscheiden. Die eigenen Gefühle beginnen alles neu zu interpretieren, was passiert und es entsteht eine totale Verwischung zwischen Fakten, Assoziation und Erfahrungen des Erlebten.

Die Kameraführung, Bildfarben, die sounddesign-technische, sowie schauspielerische Arbeit ist der Realität entsprechend umgesetzt.
Das Produktionsformat Mini-DV, sowie das sehr freie schauspielerische Handeln und die spontane Kreativität bei der Produktion, haben eine einzigartige Atmosphäre geschaffen.

Wer den Film sieht, sollte vielleicht jedoch vorher wissen um was bei dem Film geht, bevor er abstellt und die DVD negativ beurteilt. Denn das hat der Film bei weitem nicht verdient.

Respekt für diese Meisterleistung!

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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufrüttelnder Film über eine suchende Generation. 30. August 2003
Von Moviebuff
Format:DVD
Es ist jetzt 2 Tage her das ich den Film gesehen habe und diese Zeit brauchte ich auch um das Gesehen erstmal sacken zu lassen. Eines vorne weg, es handelt sich hier um einen der aufrüttelnsten Filme der letzten Jahre, neben Aronofskys "Requiem for a dream".
Ich bin zwar kein großer Fan von Daniel Brühl doch in diesem Film wächst er über sich hinaus. Zu jeder Zeit nimmt man ihm den von Schizophrenie gebeutelten Charakter ab. Zur Realitätsnähe trägt aber vorallem die losgelöste Handkamera bei, die die Geschehnisse ohne weiteren großen technischen Aufwand abfilmt (man kann durchaus den Dogma Vergleich anführen). Meiner Meinung nach handelt es sich hier auch um eine subjektive Kamera, was bedeuten würde das der Kameramann(-frau) eine weitere Person darstellt die mit den Protagonisten der Films interagiert. Er bleibt durch die Art wie die Kamera in den Film integriert wird nicht unsichtbar. Oder ist die Kamera soetwas wie die Manifestation der Psychosen von Daniel Brühls Figur? Sind die Rezipienten des Films letztlich die Stimmen im Kopf des Hauptdarstellers? Dieser Exkurs würde hier aber zu weit führen.
"Das weisse Rauschen" ist ein hervorragender Film über die andere Seite einer Generation der Suchenden. Es bleiben immer einige auf der Strecke wenn man in ein neues Land vorstößt und versucht es zu kultivieren. Dieser Film dreht sich um eine dieser armen Seelen die auf der Strecke bleiben. Er hilft ein Stück weit verstehen. Unbedingt sehenswert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Das weiße Rauschen
Hatte ihn als Lehrfilm vorgesehen - das ist problematisch, da die Abmischung der Stimmen vielleicht für den heimischen TV in Ordnung ist. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von springinsfeld veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das weisse Rauschen
Authentischer Film; hat mich überzeugt. Auch geeignet um ihn im Rahmen von Psychoedukation mit Patienten anzusehen, da einzelne Symptome sowie der schleichende Prozess der... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von BeatriceKLE veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Interessant und sehr gut dargestellt
Sehr gut dargestellt, was Drogen mit Personen "anstellen" können.
Empfehlenswert für Personen, die mit Klienten arbeiten, die eine Drogenproblematik... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von N. H. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen das weisse rauschen
Ein guter film. Daniel Brühl verkörpert seine rolle perfekt. Es ist auch nicht zu übertrieben verfilmt, was so eine krankheit mit einem anstellt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jacky veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Real ohne Fakes
Der Film ist in keinster weise überdreht sondern gibt ein sehr gutes
Bild der Krankheit wieder.
Man hätte aber einiges verbessern können wie z.b. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tora veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Film
Ein sehr guter Film über Psychosen ohne dabei moralisch zu wirken. Vor allem das Ende des Films hat mir gut gefallen.
Vor 3 Monaten von Lisa Kaufmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Guter Film
Ein Film der beeindrucken zeigt, was Drogen anrichten können, sollte sich jeder ansehen, der doch mal überlegt, ob es so sinnvoll ist Drogen zu nehmen, vielleicht auch... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von K. Kuhn-Schlösser veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Stimmen im Kopf" die ein Leben für immer verändern
Hierbei handelt es sich nicht um einen Drogenfilm, indem irgend ein durchgeknallter Typ auf einem Horrortrip hängenbleibt! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Kathi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen macht die Krankheit anschaulicher
Da ich in der Psychiatrie arbeite, habe ich nach einem Film gesucht, der das Krankheitsbild der Schizophrenie anschaulich wiederspiegelt. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von B.Zeitler veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nein,
.... diesen Film muss ich nicht unbedingt noch einmal sehen.
Nicht, dass er uninteressant gewesen wäre, oder gar thematisch nicht wie beschrieben- im Gegenteil. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Pia veröffentlicht
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