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Das weiße Band
 
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Das weiße Band

Christian Friedel , Ernst Jacobi , Michael Haneke    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (133 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,97 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern.

Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man „das Böse“ nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat.

Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem?

Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge – eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch

Produktbeschreibungen

Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des erstenWeltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern – ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?

VideoMarkt

Der Erste Weltkrieg liegt in der Luft. In einem scheinbar ganz normalen Dorf in Norddeutschland gehen die Dinge ihren normalen Gang. Der Dorflehrer leitet auch den Schul- und Kirchenchor, der sich aus den Kindern und Jugendlichen des Ortes zusammensetzt. Sie bilden einen Querschnitt der dortigen Gesellschaft, sind die Kinder von Gutsherren, Hebammen, Ärzten und Bauern. Dann beginnen Unfälle. Je mehr davon passieren, desto stärker kristallisiert sich eine Methode heraus: Die vermeintlichen Unfälle scheinen Bestrafungen zu sein.

Video.de

Michael Haneke, seit 20 Jahren einer der führenden Vertreter des europäischen Kinos, hat erstmals einen explizit deutschen Stoff verfilmt - komplett in Deutschland, mit deutschen Schauspielern und mit X-Filme als Produzenten. Und doch ist es wieder ein Stoff mit allgemeingültiger Aussage, dem ein nicht so leicht zu deutendes, verstörendes Geheimnis zu Grunde liegt, ein ebenso strenger wie faszinierender Schwarzweißfilm, der völlig zu Recht auf Festivals und Preisverleihungen abräumte - Arthouse vom Besten.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Verstörendes Psychogramm einer norddeutschen Gemeinde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in der sich vermeintliche Unfälle als rituelle Bestrafungen offenbaren.

kulturnews.de

Ein (weiteres) Meisterwerk: Nicht weniger ist dem Regisseur von "Funny Games" gelungen mit dieser beklemmenden Geschichte aus der norddeutschen Provinz kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Das wilhelminische Reich im Mikrokosmos eines protestantischen Dorfes ist die Hölle für die Kinder - und in Umkehr auch für die Erwachsenen. In einer gewaltbereiten Gesellschaft treten die Jungen als unheimliches Kollektiv auf und leisten erschreckend emotionslosen Widerstand. Lange Einstellungen provozieren eine Intensität, der man sich als Zuschauer nicht entziehen kann - ebensowenig wie den Schauspielern: Burghart Klausner bemüht sich als Pastor, den Willen der Kinder im Namen der Religion zu brechen, Rainer Bock als Arzt konzentriert sich vor allem auf eine brutal ausgelebte Sexualität. Zusammen mit Susanne Lothar in der Rolle der Hebamme liefern sie eine präzise Arbeit ab, die genau wie der Film ist: schrecklich - und sehr, sehr gut. (kab)Extras: (nur auf der 2-Disc-Edition bzw. Blu-ray) Making of, Filmfestival in Cannes, DokumentationAuch als Blu-ray-Disc!

Kurzbeschreibung

s/w
Der Erste Weltkrieg scheint bereits unaufhaltbar. In einem unauffälligen ganz normalen Dorf in Norddeutschland gehen die Dinge ihren täglichen Gang. Der Dorflehrer leitet auch den Schul- und Kirchenchor, der sich aus den Kindern und Jugendlichen des Ortes zusammensetzt. Sie bilden einen Querschnitt der dortigen Gesellschaft, sind die Kinder von Gutsherren, Hebammen, Ärzten und Bauern. Dann beginnen Unfälle, die sich zunächst niemand so recht erklären kann. Je mehr davon passieren, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass eine Methode dahinter zu stecken scheint: Die vermeintlichen Unfälle scheinen eine Art Bestrafung zu sein.

Produktbeschreibungen

Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer
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