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Das weiße Band
 
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Das weiße Band

Christian Friedel , Ernst Jacobi , Michael Haneke    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (133 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Christian Friedel, Ernst Jacobi, Leonie Benesch
  • Regisseur(e): Michael Haneke
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 3. September 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 138 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (133 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003UF5WM8
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.139 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern.

Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man „das Böse“ nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat.

Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem?

Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge – eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch

Produktbeschreibungen

Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer

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Kundenrezensionen

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120 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Else Kling TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Über zwei Stunden dauerte dieser Kinofilm - und wurde dennoch nicht eine Minute langweilig. Im Gegenteil, die Zeit verging wie im Flug.
Dabei beschäftigte mich weniger die Frage, wer hinter all den grausamen Verbrechen in der kleinen norddeutschen Ortschaft steckt. Faszinierend und erschreckend ist die Studie des Dorflebens, die Michael Haneke in diesem Film gelingt: Herrschaftsanspruch des Adels, rigide protestantische Moral und patriarchalische Strukturen. All dies ergibt eine Mischung, die - so Hanekes These - der deutschen Begeisterung für den ersten Weltkrieg und den Nationalsozialismus den Boden bereitete.
Der Film wertet nicht - er beobachtet. Das Schaudern über die (oft subtile) Grausamkeit in den Familien des Dorfes entsteht beim Zuschauer von ganz alleine. Dazu tragen die hervorragenden Darsteller erheblich bei. Vor allem die vielen Kinder zeigen erstaunliche schauspielerische Leistungen.
Geschickt und ohne Pathos setzt Haneke auch den "Helden" der Geschichte in Szene. Der Dorflehrer, zugleich Erzähler der Geschichte, ist nicht der große Rebell. Auch er toleriert letztlich die Macht seines künfigen Schwiegervaters. Doch im kleinen zeigt er sich einfühlsam und behandelt seine junge Freundin auf gleicher Augenhöhe.
Die o.g. These reicht sicher als Erklärung des Nationalsozialismus nicht aus, bietet aber eine spannende Diskussionsgrundlage. Es ist durchaus lohnenswert, die Entwicklungen im Deutschland der damaligen Zeit nicht nur auf der Ebene der Weltpolitik, des Antisemitismus und der nationalsozialistichen Propaganda zu betrachten, sondern im Kleinen (d.h. in den familiären und dörflichen Strukturen).
Durch diese spannende These, die authentischen Figuren und die hervorragenden Schauspieler ist ein beeindruckender Film gelungen, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bedrückendes Sittengemälde 18. Oktober 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Blu-ray
2009 erschien "Das weiße Band" des österreichischen Regisseurs Michael Haneke. Er erzählt beängstigende und verstörende Vorkommnisse in einem kleinen Dorf in Ostelbien, die sich in den Jahren 1913 und 1914 abspielen.

Selten sieht man so authentisch wirkende Darstellungen vergangener Epochen. Der immerhin 144 Minuten dauernde Schwarzweiß-Film projeziert in gestochen scharfen Bildern das Leben des kleinen, protestantischen Dorfs auf die Leinwand, so dass man nach wenigen Minuten schon glaubt, daran teilhaben zu können.

Ohne tendenziös zu erscheinen, beleuchtet Haneke mit seinen vorzüglichen Schauspielern den Puritanismus, das Obrigkeitsdenken, die harte Arbeit und die sozialen Probleme dieser Zeit. Aber seine Figuren bleiben vielschichtig - zwar wird äußerste Strenge und Disziplin in der Erziehung geübt, aber auch Verständnis und Liebe. Für uns verwöhnte Konsummenschen wird auch die wirtschaftliche Problematik und die Härte des Arbeitslebens erlebbar.

Die Geschichte selbst scheint nicht allzu spannend, da schon in den ersten Szenen deutlich auf die "Verdächtigen" hingewiesen wird. Insofern kann man hier auch nichts "verraten". Dennoch bleibt das Geschehen interessant, vielleicht auch, weil man noch irgend etwas Besonderes erwartet - allerdings vergebens. Die Sache wird letztendlich unter den Tisch gekehrt, das Leben geht weiter.

In der Umgebung der Produktion wurde der Film als Versuch präsentiert, die Entstehung des deutschen Nationalsozialismus auf den puritanischen Protestantismus, wie ihn der Film zeigt, zurückzuführen. Aber natürlich war Deutschland 1933 nicht mehrheitlich von Puritanern besiedelt. Auch muss man bezweifeln, dass gerade der Kern der Nazis, die sich ja im Alpenraum konstituierten, sich aus diesem Umfeld rekrutierte. Die Tatsache, dass es immer und vielerorts Nazis gab und gibt, lässt eine Korrelation mit bestimmten Religionszugehörigkeiten ebensowenig plausibel erscheinen. Schließlich gebe ich noch zu bedenken, dass die im Film dargestellten Kinder 1933 schon mindestens 30 Jahre alt gewesen sein müssten - die konstituierenden braunen Banden haben sich aber damals wie heute eher aus jüngeren Mitgliedern zusammengesetzt. Alles in allem hat man schon griffigere Theorien gehört.

Der Film aber ist schlicht als Sittenbild der Zeit absolut sehenswert und vorzüglich gemacht. Das gilt auch für die Bildqualität, auch wenn man - wie man liest - Schwierigkeiten mit Schwachlicht-Aufnahmen erst durch aufwändige digitale Nachbearbeitung in den Griff bekommen hat. Dennoch wäre es interessant, den Film alternativ auch mal in Farbe zu sehen.

Unter den Schauspielern waren der Pastor (Burghart Klaußner) und der Arzt (Rainer Bock) herausragend, aber - wie bereits gesagt - konnten die Schauspieler insgesamt überzeugen, was natürlich für die Regie spricht.

Dennoch hätte eine nachvollziehbare Entwicklung der Handlung und eine gewisse Auflösung dem Ganzen erst den dramaturgischen Reiz gegeben, den man sich vielleicht erhofft, wenn man über zwei Stunden vor der Leinwand sitzt. Wenn man damit leben kann, lohnt sich das Anschauen aber allemal.

Im Original 144 Minuten, Format 1,85:1 auf 35 mm Film und Video, 2K Intermediate, DTS|DD (IMDB)

film-jury 3* A0757 31.10.2011eg Genre: Drama | Mystery
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89 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nachwirkende Filmerfahrung 18. Januar 2010
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Es gibt Filme, die wirken lange nach. Dieser Film ist so einer, an den man lange Zeit denkt und der immer wieder neue Facetten der Auseinandersetzung und Interpretation aufwirft.
Nicht immer ist es leicht, die einzelnen Handlungsstränge genau nachzuvollziehen. Hier werden familiäre, dörfliche und gesellschaftliche Zusammenhänge so miteinander verwoben, dass man schließlich bei der Endauflösung erstaunt und ernüchtert ist.
Hauptthema sind in dem Film, der in der Zeit vor dem I. Weltkrieg spielt, die diversen versteckten und offensichtlichen Ausdrucksformen von Gewalt. Diese werden in einer beeindruckenden Weise angedeutet oder klar herausgestellt.
Dabei bestechen neben der schauspielerischen Leistung der Kinder und des Lehrer-Hauptdarstellers die so bezeichnende Kameraführung. Hierbei ist der im Schwarz-Weiß-Format gedrehte Film ganz besonders bemerkenswert. Denn markante Nah- und Portraitaufnahmen wechseln mit Weichzeichner-Einstellungen, kaum erkennbaren Bildern und authentischen Bauwerkaufnahmen ab. Daneben gelingt es in dem Film, dramatische Sequenzen und äußerst ruhige, lange Stille aushaltende Zeiten miteinander abzuwechseln.
Wer - insbesondere mit jungen Menschen - über das Phänomen Gewalt aus unterschiedlichen Aspekten heraus diskutieren mag und die Auseinandersetzung über deren Ursachen und Folgen sucht; der wird mit diesem Film ein reichhaltiges Diskussionsforum finden. "Das weiße Band" räumt mit Unschuldsvermutungen auf und lässt einen lange nachdenken nach dem Anschauen des Films, welche persönlichen Anteile man an Gewalt hat und wie man bewusst oder unbewusst an Gewaltprozessen beteiligt war bzw. ist.
Dieser Film gehört in jede weiterführende Schule als Pflichtfilm!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Das weiße Band
Dieser Streifen ist ein äußerst sehenswerter Film mit Tiefgang. Besonders in unserer heutigen Zeit kann er sehr nachdenklich stimmen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Siegfried Koril veröffentlicht
Enttäuschend und langweilig, verschwendete Lebenszeit.
Mir fällt bei diesem Film das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern ein....alles was letzten Endes irgendwie doch einfallslos ist, wo kein roter Faden erkennbar ist und... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Viktoria Groepper veröffentlicht
absolut betörend...
..fand ich zunächst die Bildsprache, die mich tatsächlich an Fotos aus dem Album meiner Oma (geb. 1908) erinnerten. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von C. Bernhart veröffentlicht
Wohl einfach Kunst...
Ich hatte mich sehr auf diesen Film gefreut, die Kritiker überschlugen sich vor Lob und ich hatte große Erwartungen an das Meisterwerk. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Kohai veröffentlicht
Schnarch!
Man kann diesen Film mit einem Wort beschreiben: Langweilig! Er schleicht sich dann zum Schluss aus der Tür... wenn man vorher noch nicht eingeschlafen ist.
Vor 3 Monaten von Sandra Doser veröffentlicht
Wirklich gelungen!
Als ich zuerst den Cover und die Rückseite sah, dachte ich sofort, ah, ein triller, bei dem es um gewaltätige Kinder, und psychisch gestörte Erwachsenen geht! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Kirsten veröffentlicht
Ein Meisterwerk in schwarz-weiß
Mit Superlativen sollte man immer sparsam umgehen. Und dennoch komme ich nicht umher, diesem komplett in schwarz-weiß gehaltenen Meisterwerk die volle Punktzahl zu... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von hamburgrulez veröffentlicht
hervorragend
für mich einer der besten deutschen filme der letzten zeit. perfektes casting, wunderbare schauspielarbeit nahezu aller darsteller, emotionen und werte werden auf... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Uwe Johannsen veröffentlicht
Der beste Film den ich je gesehen habe.
5Sterne-Perfekt 4Sterne-Sehr Gut 3Sterne-Gut 2Sterne-Nicht Gut 1Stern-Schlecht
(Diese Rezension bezieht sich auf den Film)

5 Sterne gebe ich nur Filmen bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von saber bueno veröffentlicht
Beeindruckend
Der Film hat meine Erwartungen übertroffen. Realistische Dramaturgie ohne Happy End und Auflösung. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von JOJO veröffentlicht
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