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3.0 von 5 Sternen
Interresantes Buch, 2. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das waren die deutschen Stuka-Asse 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Ich muss sagen das Buch hat nichts mit den ewig Gestrigen zu tun, ich finde es ist ein interessantes Buch, natürlich über eine Waffe, und wozu werden wohl Waffen gebraucht oder wozu sind sie entwickelt worden? Das Buch zeigt meiner Meinung nach den Werdegang über die Stuka und was mich vor allem Interessierte die Lebensläufe der "erfolgreichsten" Piloten auf. Wen diesen Thema interresiert ist es ein gutes Nachschlagewerk.
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Umstrittene Heldengalerie, 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Das waren die deutschen Stuka-Asse 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Der Enkel von Georg Brütting schreibt in seiner Besprechung dieses erstmals 1976 erschienenen Buches viel Richtiges. Zweifellos ist dem Autor Blindheit "für den historischen, besonders aber menschlichen Kontext" seines Themas vorzuwerfen. Auch dem Urteil, daß das Buch die Taten seiner Protagonisten nicht in den Gesamtzusammenhang des NS-Regimes und seiner Ziele stellt, ist zuzustimmen. Dies umso mehr als Georg Brütting im Vorwort seines Werkes kritische Gedanken obligatorisch ausschließt, und sein Buch schlicht als die dokumentarische "Würdigung einer Leistung, die in der ganzen Welt anerkannt ist" (S. 7), verstanden wissen will. Zwar nennt er nicht explizit den Adressatenkreis seiner Publikation. Wenn er jedoch vom "Beitrag zur Geschichte einer Generation" (ebd.) schreibt, ist zu vermuten, daß sich das Buch genau an diese Generation, also die ehemaligen Kriegsteilnehmer bzw. Luftwaffenangehörige richtet. Mag sein, daß diese Leute vielfach von dem Buch genau das erwartet haben, was der Ex-Kriegsberichter Brütting darin dokumentiert hat, nämlich die Heldentaten hochausgezeichneter Flieger. Dies soll jedoch kein Freispruch von seiner einseitigen, kritiklosen Darstellung sein, sondern der Versuch einer Erklärung. Für den luftfahrtgeschichtlich interessierten Leser sind Brüttings Ausführungen zur Entwicklungsgeschichte, zu den Einsatztaktiken und zu technischen Details der Sturzkampf- und Schlachtflugzeuge recht informativ. Freilich machen sie nicht einmal ein Drittel des Buchinhaltes aus. Der Rest ist den mehr oder weniger umfangreichen Biographien der mit Orden versehenen Flieger gewidmet. Besonders ärgerlich ist dabei der Abschnitt über Hans-Ulrich Rudel (vgl. S. 67ff). Brütting zitiert dort seitenweise Passagen aus dessen Buch "Trotzdem", die durch ihren Landser-Heft-Jargon übel aufstoßen und in denen z. B. von "hochwertigen Menschen" (S. 80) die Rede ist. Von Rudels unrühmlicher politischer Betätigung nach dem Krieg am rechten Rand des Parteienspektrums liest man bei Brütting nichts. Stattdessen verweist der Autor auf Rudels sportliche Leistungen (vgl. S. 97). Was bleibt somit? Das Buch eines Menschen, der nicht aus dem Schatten seiner Vergangenheit heraustreten konnte.
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16 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Für die ewig Vorgestrigen, 7. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Das waren die deutschen Stuka-Asse 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Es ist nicht leicht, dieses Buch zu beurteilen, wenn man der Enkel des Autors ist - und dennoch macht das die Sache einfacher. Ich weiß mit Sicherheit, daß mein Großvater zu den Flugbegeisterten gehörte, deren Faszination für Technik in einem verantwortungslosen Prozeß mit der Faszination für die herrschende Partei verschmolz, die neue Entwicklungen in der Luftfahrt freizusetzen und zu nutzen verstand. Doch ist es auf widerwärtige Weise verzerrend, eine etwaige Konstrukteurs- oder Pilotenleistung in ihrer Beurteilung stur vom Vorzeichen des NS-Regimes abzukoppeln, für deren Kriegsziele sie erbracht wurde. Diese (Flieger-)Generation hat das aber stets versucht. Eine ganze Reihe der Werke Georg Brüttings vor 1945 sind einfach nicht mehr zumutbar, und wurden von ihm auch gerne unter den Teppich gekehrt. Ein ehemaliger 150%er Kriegsberichterstatter schreibt über die Waffen seiner Armee, blind für den historischen, besonders aber den menschlichen Kontext. Titel wie dieser erfüllen mich immer noch mit Scham; vor allem aber die Tatsache, daß sie scheinbar immer noch Abnehmer finden. O Ikarus!
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