Zum Inhalt:
Dschuang Dsi wurde der wahre Mensch aus dem südlichen Blütenland genannt und sein Buch als "Das wahre Buch vom südlichen Blütenland" bezeichnet. In seinem Buch beschreibt er seine Weltanschauung und wie man nach dieser sein Leben führen kann. Das Ziel ist ein glückliches Leben, welches durch die unweigerlichen Kontakte mit anderen Menschen nicht immer einfach ist. Das hat auch Dschuang Dsi erkannt und einige Gedanken dazu verfasst. Seine Gedanken gibt er mit kurzen Geschichten wieder. In diesen Geschichten verwendet er oft Anekdoten um seine Gedanken zu beschreiben. Vor den Geschichten erklärt uns Richard Wilhelm (der den Text aus dem Chinesischen übersetzte) was Dschuang Dsi mit ihnen sagen will. Man kann also zu erst versuchen selber den Sinn zu erfassen und erst später auf Wilhelms Erläuterungen zurückgreifen.
Richard Wilhelm scheibt, dass eigentlich nur die ersten Geschichten von Dschuang Dsi stammen. Die weiteren wurden wahrscheinlich von seinen Schülern oder sonstigen Gelehrten hinzugefügt und kommentiert. Diese sind aber genauso interessant.
Ich würde vor diesem Buch aber auf jeden Fall zu erst das "Tao te King" lesen. Denn im Buch wird der Begriff des Tao öfters verwendet ohne, dass er überhaupt beschrieben wird.
Gliederung des Buches:
Das Buch besteht aus 27 Büchern. Ein Buch ist hier als eine Reihe von kürzeren bzw. längeren Geschichten zu verstehen. Die 27 Bücher sind in 3 Abschnitte geordnet: 1. Grundlange, 2. Ausführungen, 3. Verschiedenes. Vor diesen Abschnitten gibt es eine längere Einleitung mit Informationen über Dschuang Dsi und seiner Zeit. Ganz am Ende findet man ein Namensregister mit den in den Geschichten vorkommenden Namen.
Zur Aufmachung des Buches:
Wer die gebundene Ausgabe des "Tao te King" vom ANACONDA-Verlag kennt, der findet ein Buch vor, dass identisch gebunden ist. Die Oberfläche des Einbandes hat eine glatte Lack-Aufmachung (kein zusätzlicher Schutzumschlag). Auf diesem findet sich ein schönes Vogelmotiv. Die Bindung ist qualitativ hochwertig. Der Text ist diesmal "schwarz auf weiß" und nicht "blau auf weiß" wie beim Tao te King. Im Buch befinden sich leider kaum Bilder; ich habe insgesamt nur 4 Stück gezählt. Da hätte man sich zu den Geschichten mehr überlegen können.