Vom „Universum" bis zu den „Dingen des modernen Lebens": In 14 Kapiteln, die jeweils in bis zu 30 Begriffe unterteilt sind, erlaubt das Lexikon eine rasche Orientierung zu den oben genannten Sachgebieten. Grundprinzip des Buches ist, nur sehr kurze und leicht verständliche Texte (durchschnittlich 20 Zeilen) abzudrucken und dreiviertel des Platzes für die visuelle Darstellung der Gegenstände zu verwenden. Querschnitte, Längsschnitte, Modelle, Grafiken, zerlegte Geräte, Draufsichten, Ablaufstadien, Fotos etc. stehen im Vordergrund. Alles dargestellte ist beschriftet, egal ob es sich um ein Wikingerschiff handelt („Achtersteven", „Pinne", „Fußliek", etc.) oder die mimische Muskulatur eines Menschen („Stirnmuskel", „Augenbrauenrunzler", „Mundwinkelherabzieher" - jeweils mit Fotos, eines Menschen, der von den Muskeln Gebrauch macht!). Ein differenziertes deutsch-englisches sowie englisch-deutsches Register erlaubt vieles zu finden und liefert die entsprechende Übersetzung gleich mit. Dass im Register die gerade angesprochene „mimische Muskulatur" unter „Mimikmuskeln" erscheint, gehört zu den vielen kleinen Schwächen des Lexikon, die aber nur auffallen, wenn man wirklich mit dem Lexikon „arbeitet". „Der Stuhl" findet sich z.B. im Kapitel „Dinge des modernen Lebens" kurz vor der digitalen Videokamera. Auch sprachlich vermag das aus dem Englischen übersetzte Lexikon nicht durchweg zu überzeugen und unter dem Begriff „Heimkino" meint man die Handschrift der Firma Sony zu erkennen. Die amerikanische Herkunft ist nicht nur im Kapitel „Sport" spürbar: hier wird Netball (!) erklärt. Das alles vermag aber nicht den sehr guten Gesamteindruck schmälern, denn das visuelle Lexikon animiert keineswegs nur Kinder und Jugendliche zum sofortigen und langandauernden Schmökern und zum Abtauchen in die faszinierende Welt der „Dinge" des Lebens. Es ist ein Buch für die ganze Familie respektive die ganze Schule.