Kurzbeschreibung
"Joe, bei McDonald's gibt es Hamburger um einen Euro." "Danke, Mary, aber ich bin auf Diät", antwortet Joe etwas wortkarg. "Hab ich ganz vergessen, Joe", tönt Mary und unterdrückt ein Kichern. "Apropos. Ich bekomme gerade eine Meldung rein, daß die Hometrainer bei Intersport in Aktion sind. Interesse, Joe?" "Mary, welche Termine hab' ich heute?" wechselt Joe das Thema. Digitale Assistenten, Avatare - jene virtuellen Wesen aus eigener Schöpfung wie Mary, mobile living, mobile working - so wird unsere Zukunft aussehen. Verabschieden wir uns von Telefon, Geldbörse, Handy, Walkman, Fax, Laptop, Diktaphon, Fernsehern und Fotoapparaten. Die Informations-gesellschaft von morgen nutzt "All-in-one": das Handy der Zukunft, einen vielseitigen und allgegenwärtigen digitalen Assistenten. Ein einziges Gerät wird unser Leben organisieren. Drahtlos - im Wireless World Wide Web. "DAS VIERTE W stellt eine Orientierungshilfe für alle dar, die wissen wollen, wohin uns die Zukunft führt, wie sich die Gesellschaft ändern wird und welche Auswirkungen das vierte W auf unser Leben haben wird", resummieren die Autoren Reischl und Sundt. Das vierte W als Eintrittskarte in eine neue Ära? Die Handys der Zukunft werden für Verkehrssicherheit und Roadpricing zuständig sein, Dokumente wie Führerschein, Zulassungsschein, Versicherungskarte und Reisepaß verwalten, "Behördenwege" online durchführen und als digitale Wahlurnen dienen. Was heute nach Science-fiction klingt, ist morgen integraler Bestandteil unseres Lebens. Gewinnen werden jene, die die mobile Welt von morgen mit Inhalten füllen. Die Handys der Zukunft stellen Verbindungen zur Hausbank her, ersetzen Kreditkarten und finanzieren die Sprachtelefonie durch Informations- und eCommerce-Angebote. In der mobilen Informationsgesellschaft werden Freizeit und Arbeitszeit zu einer einzigen Lebenszeit verschmelzen. Physische Präsenz weicht dem virtuellen Büro. Informationen, Daten und Services können jederzeit an jedem Ort der Welt abgerufen und genutzt werden. Das Gesundheitswesen der Zukunft, die eMedizin, gedeiht so zur echten Vorsorgemedizin. Die eingearbeiteten Sensoren im "Life-Shirt" übermitteln permanent Blutdruck, Puls, Herzfrequenz und andere Daten - die Telemedizin warnt und greift ein, bevor es zu spät ist. Die Konsequenz am Arbeitsmarkt? Diese Revolution in der Telekommunikation führt zu einem gigantischen Arbeitskräftemangel. Zehntausende Fachkräfte werden benötigt und weltweit gesucht. Der Grund dieses Engpasses? Der Telekommunikationsboom ist ein umfassender: Nicht nur Menschen werden mit digitalen Assistenten ausgestattet sein, sondern auch sämtliche Maschinen und Geräte - vom Kühlschrank bis zum Kopierer. Mit den Handys der ersten Generation - B-Netz, C-Netz - konnten wir telefonieren - sie konnten sozusagen hören. Die Mobiltelefone der zweiten Generation - GSM, WAP - konnten auch sehen - Internetseiten oder SMS etwa, das Multimediaterminal steht bevor. Der Mensch hat fünf Sinne. Wenn er via Computer riechen, schmecken und fühlen kann, hat er eine weitere Stufe der Evolutionsleiter erklommen.
Autorenporträt
Heinz Sundt arbeitete viele Jahre in leitender Funktion bei IBM und ist heute Generaldirektor und Vorstandsmitglied der Mobilkom Austria AG.