Aus der Amazon.de-Redaktion
Martin ist sich sicher: das Bild ist ein echter Bruegel, ein verschollenes Meisterwerk und Millionen wert. Natürlich behält er das für sich. Denn Martin, der selbsternannte Kunstexperte, ist entschlossen, das Bild in seinen Besitz zu bringen und müßte er es dafür stehlen. Zuerst jedoch muß er sich selbst beweisen, daß er mit seiner Vermutung recht hat. Eine heikle Aufgabe, denn Kate -- im Gegensatz zu ihm studierte Kunsthistorikerin -- ist mehr als skeptisch gegenüber seiner Entdeckung...
Das verschollene Bild ist auf den ersten Blick ein Kriminalroman und als solcher gekonnt in Szene gesetzt. Von der ersten Seite an macht Frayn den Leser zum Komplizen seines Helden und dessen leidenschaftlichem Begehren. Genüßlich breitet er Martins labyrinthische Gedankenspiele aus, seine Skrupel, seine Selbstzweifel, die Abgründe seiner hypnotischen Hingabe.
Der Krimi ist aber nur ein Aspekt der Geschichte. Wie beiläufig verknüpft Frayn nämlich das Schicksal seines Helden mit dem des Mannes, den Martin für den Maler des Bildes hält: Pieter Bruegel. Und der historische Exkurs in dessen Welt ist keineswegs nur eine gelehrte Dreingabe. Frayn schafft das Kunststück, daß die Hintergrundgeschichte im Antwerpen des 16. Jahrhunderts bald genauso wichtig und interessant wird, wie die Geschichte im Vordergrund.
Das verschollene Bild ist ein Roman, dessen Sog man sich schwer entziehen kann, ein geistreiches und gleichzeitig witziges Buch -- Unterhaltung auf hohem Niveau. --Christian Demand
Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Der Kunsthistoriker Martin Clay zieht sich mit seiner Familie in ein Cottage nördlich von London zurück, um hier endlich sein Buch über den Einfluß des Nominalismus auf die niederländische Malerei des 15. Jahrhunderts zu beenden. Doch bei seinen neuen Nachbarn Tony und Laura Churt, verarmten Landedelleuten, findet er unter allerhand Gerümpel etwas, was ihn sein Vorhaben ganz vergessen lässt: das Bild der Bilder, verschmutzt und kaum erkennbar, aber er weiß es instinktiv und mit großer Sicherheit ein verlorengegangener Breugel.
Martin setzt alles daran, Beweise für seine Vermutung zu finden, und zwar unter größter Geheimhaltung. Er muss das Gemälde an sich zu bringen, ohne daß der ahnungslose Besitzer Wind davon bekommt, was für einen Schatz er jahrelang als Kaminabdeckung verwendet hat. Inzwischen wird Kate, Martins Frau, mißtrauisch: Daß er soviel Zeit bei den Nachbarn zubringt, schreibt sie vor allem der attraktiven jungen Laura zu. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Verlag über das Buch
»Gelegentlich streut Frayn in seinen eleganten, witzigen, funkelnden Roman wohlüberlegt Passagen von kühler, melancholischer Ironie ein und eröffnet damit auch düstere Perspektiven. Anders als an der Echtheit des Bildes, um das es geht, kann an der herausragenden Qualität dieser brillanten schwarzen Komödie kein Zweifel bestehen.« Peter Kemp in der Sunday Times -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.