Der etwas weltfremde Martin entdeckt auf dem Gut seines verschrobenen Nachbarn auf dem Land ein Bild, das er für einen alten flämischen Meister hält. Nun ist Martin Philosoph und damit kein Experte für Malerei. Und leider hat es Martins Frau nicht gesehen, die als Kunstexpertin seinen Verdacht schnell hätte zerstreuen können - oder aber bestätigen.
In der Folge sucht Martin nach zweierlei: nach Beweisen für seine Theorie um sich und seine Frau zu überzeugen und nach einer Möglichkeit, das Bild möglichst schnell und günstig an sich zu bringen, um es der Obhut des ignoranten und rohen Nachbarn zu entreissen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wenn dabei noch die oder andere Million ihren Weg auf Martins Konto fände, wäre das zwar nett, aber keinesfalls beabsichtigt.....
Und da ist dann auch noch die attraktive Frau des Gutsbesitzers....
M. Frayn zeichnet mit viel britischem Humor Martins Versuche, sich möglichst unauffällig des Bildes zu bemächtigen. Aber je geschickter er das anstellen möchte, umso tiefer verstrickt er sich in sein Lügengebäude, aus dem er nur schwer wieder herausfindet.
Und ganz nebenbei erfährt der Leser, indem er Martin auf seinen Streifzügen durch die Bibliotheken begleitet und so zu seinem Komplizen wird, eine ganze Menge über Breughel, das Holland des 16. Jahrhunderts und den Unterschied von Ikonographie und Ikonologie.
Eine intelligent aufgebaute Geschichte über Wahr und Falsch, Haben oder Sein und ein großer Lesespass.