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Das verschollene Bild [Taschenbuch]

Michael Frayn
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

Januar 2001
Mit Frau und kleiner Tochter fährt Martin Clay aufs Land. In Klausur gehen wollen sie, Kate hat ein großes kunsthistorisches Projekt in Arbeit, Martin soll endlich sein Buch über den Einfluß des Nominalismus auf die niederländische Malerei des 15. Jahrhunderts schreiben. Doch da bittet ihn sein Nachbar Tony Churt, der seine Tiepolos und Guardis schon hat verscherbeln müssen, um fachmännischen Rat. Und bei der Gelegenheit entdeckt Martin mitten im Gerümpel sein Bild, das Bild der Bilder, als Abdeckung eines Kamins mißbraucht: ein verlorengegangenes Gemälde des großen Bruegel, wie er mit instinktiver Sicherheit weiß … Martin setzt alles daran, um die Beweise für seine Vermutung zu finden, riskiert dabei die Entfremdung von seiner Frau, die viel realistischer und lebenstüchtiger ist als er, läßt sich auf ein gefährliches Techtelmechtel ein mit Laura, Tonys attraktiver und frustrierter Gattin, und scheut auch die krummsten Wege nicht, um in den Besitz des geheimnisvollen Gemäldes zu gelangen. Doch je näher er der Lösung des Rätsels kommt, desto schlimmer verheddert er sich in Spekulationen, die unter Umständen aber doch stimmen könnten – weil manchmal gerade das Abenteuerlichste das Wahre ist.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Dtv (Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342320396X
  • ISBN-13: 978-3423203968
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 647.881 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eigentlich hatten Martin und seine Frau Kate sich von London aus aufs Land zurückgezogen, um dort endlich ungestört die Bücher zu beenden, an denen sie beide schon viel zu lange schreiben. Martin, der vom Unialltag reichlich angefressene Philosophiedozent, hat sein Projekt schlicht verbummelt. Kate dagegen hatte Babypause. Vier Monate Einsiedelei sollen sie wieder in die alten Gleise zurückbringen. Und wahrscheinlich wäre es auch so gekommen -- hätte Martin nicht in dem heruntergekommenen Herrenhaus ihrer Nachbarn ein Gemälde entdeckt, das dort achtlos ein Loch im Kamin abdeckt.

Martin ist sich sicher: das Bild ist ein echter Bruegel, ein verschollenes Meisterwerk und Millionen wert. Natürlich behält er das für sich. Denn Martin, der selbsternannte Kunstexperte, ist entschlossen, das Bild in seinen Besitz zu bringen und müßte er es dafür stehlen. Zuerst jedoch muß er sich selbst beweisen, daß er mit seiner Vermutung recht hat. Eine heikle Aufgabe, denn Kate -- im Gegensatz zu ihm studierte Kunsthistorikerin -- ist mehr als skeptisch gegenüber seiner „Entdeckung...

Das verschollene Bild ist auf den ersten Blick ein Kriminalroman und als solcher gekonnt in Szene gesetzt. Von der ersten Seite an macht Frayn den Leser zum Komplizen seines Helden und dessen leidenschaftlichem Begehren. Genüßlich breitet er Martins labyrinthische Gedankenspiele aus, seine Skrupel, seine Selbstzweifel, die Abgründe seiner hypnotischen Hingabe.

Der Krimi ist aber nur ein Aspekt der Geschichte. Wie beiläufig verknüpft Frayn nämlich das Schicksal seines Helden mit dem des Mannes, den Martin für den Maler des Bildes hält: Pieter Bruegel. Und der historische Exkurs in dessen Welt ist keineswegs nur eine gelehrte Dreingabe. Frayn schafft das Kunststück, daß die Hintergrundgeschichte im Antwerpen des 16. Jahrhunderts bald genauso wichtig und interessant wird, wie die Geschichte im Vordergrund.

Das verschollene Bild ist ein Roman, dessen Sog man sich schwer entziehen kann, ein geistreiches und gleichzeitig witziges Buch -- Unterhaltung auf hohem Niveau. --Christian Demand -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"In seinem jüngsten Roman >Das verschollene Bild< erzählt Frayn nun in epischer Breite und mit verblüffender Sachkenntnis von der Malerei 16. Jahrhunderts - und schafft es dennoch, seine Helden in maximale Turbulenzen und komische Raserei zu versetzen. Staunenswert leicht und oft zum Tränenlachen komisch ist der Ton."
Wolfgang Höbel, Der Spiegel 41/1999 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, heiter, lehrsam 15. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Da ich dieses Buch zur Unterhaltung lesen wollte, war ich zunächst skeptisch, da ich bei einem Autor, der mehrfacher Preisträger ist, etwas anderes erwartet hätte. Dieser "Krimi" sollte sich jedoch als spannende, heitere und lehrsame Lektüre erweisen. In einem alten Haus auf dem Land entdeckt der leicht "verkrachte" Martin Clay ein altes Bild. Er, der sich zum Kunstexperten erklärt hat, ist sich - im Gegensatz zu seiner Frau, der Kunsthistorikerin Kate - sicher: das Bild ist ein echter Bruegel und damit sehr wertvoll. Verständlich, dass er es haben will. Der Autor schildert recht unterhaltsam, wie die Jagd nach dem Bild verläuft. Sofort ist einem dieser Martin Clay sympathisch und man fiebert mit ihm mit. Doch nicht nur dieser Aspekt macht das Buch lesenswert, sondern auch die Art und Weise, wie die Geschichte von Martin mit der Bruegels verwoben wird. So lernt man ganz "nebenbei" auch noch etwas.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillianter Ausflug in die Kunstgeschichte 21. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein toller Roman, der mit Bildbegleitmaterial von den Werken Bruegels eine richtige Erlebnisreise in das spätmittelalterliche Niederlande wird. Spannend sind aber nicht nur die Ausflüge in die Kunstgeschichte, auch die philosophische Berg- und Talfahrt des Hauptdarstellers lassen dieses Buch Michael Frayns zu einem besonderen Erlebnis werden. Einmal angefangen zu lesen, wird es unmöglich sich dem weiteren Geschehen zu entziehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gier und Gutmenschentum 30. August 2007
Von C. Stotz
Format:Taschenbuch
Der etwas weltfremde Martin entdeckt auf dem Gut seines verschrobenen Nachbarn auf dem Land ein Bild, das er für einen alten flämischen Meister hält. Nun ist Martin Philosoph und damit kein Experte für Malerei. Und leider hat es Martins Frau nicht gesehen, die als Kunstexpertin seinen Verdacht schnell hätte zerstreuen können - oder aber bestätigen.

In der Folge sucht Martin nach zweierlei: nach Beweisen für seine Theorie um sich und seine Frau zu überzeugen und nach einer Möglichkeit, das Bild möglichst schnell und günstig an sich zu bringen, um es der Obhut des ignoranten und rohen Nachbarn zu entreissen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wenn dabei noch die oder andere Million ihren Weg auf Martins Konto fände, wäre das zwar nett, aber keinesfalls beabsichtigt.....

Und da ist dann auch noch die attraktive Frau des Gutsbesitzers....

M. Frayn zeichnet mit viel britischem Humor Martins Versuche, sich möglichst unauffällig des Bildes zu bemächtigen. Aber je geschickter er das anstellen möchte, umso tiefer verstrickt er sich in sein Lügengebäude, aus dem er nur schwer wieder herausfindet.

Und ganz nebenbei erfährt der Leser, indem er Martin auf seinen Streifzügen durch die Bibliotheken begleitet und so zu seinem Komplizen wird, eine ganze Menge über Breughel, das Holland des 16. Jahrhunderts und den Unterschied von Ikonographie und Ikonologie.

Eine intelligent aufgebaute Geschichte über Wahr und Falsch, Haben oder Sein und ein großer Lesespass.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam - mit Längen
Die Geschichte um den Londoner Philosoph Martin, der mit seiner Frau auf dem Land nahe London eigentlich an seinem Buch schreiben will, sich dann aber in eine "Gemäldejagd"... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von bubblefish veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Weggelegt
Nur für kunsthistorisch Interessierte?
Ich meinte ja, bevor ich dieses Buch in die Hand nahm, dass ich mich für Kunstgeschichte interessiere. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2009 von Sterngucker
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, geistreich, kurzweilig
Ich habe dieses Buch verschlungen - es ist spannend, überraschend, mit der richtigen Mischung von Geist, Humor und Beziehungsgeschichten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Januar 2008 von D. Schwarz
4.0 von 5 Sternen Kunst und Zynismus
Martin, Londoner Philosoph und Hobby-Kunsthistoriker, wird an seinem Landwohnsitz mit seiner Gemahlin auf das Anwesen seiner dortigen Nachbarn gebeten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2006 von Clemens Keuner
4.0 von 5 Sternen Teilweise fade.
Dieses Buch hat mir gut gefallen, vor allem der Schluß, als Martin und Laura das Gemälde im Auto haben und sie vor Tony flüchten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. März 2005 von Christian Rathjen
4.0 von 5 Sternen Anleihen bei Roald Dahl?
Eine gelungene Mischung aus Belehrung und Unterhaltung! Aber eine der Pointen scheint bei Roald Dahls Kurzgeschichte "Des Pfarrers Freude" aus dem Buch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2002 von G. Schmitz
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