Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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202 von 272 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vatikan gerettet, den heiligen Gral entschlüsselt: Und was jetzt, Mr. Langdon??, 14. Oktober 2009
Dan Brown hat mit seinen Megabestsellern Illuminati und Sakrileg Megabestseller geschaffen, die auch von Verächtern stereotyper Populärliteratur widerwillig mit den Vokabeln "page-turner" und "unputdownable" versehen wurden. Und so kann man es dem amerikanischen Autor nun wirklich nicht verdenken, wenn er die Struktur der Vorgängerromane ohne jedwede Veränderung auf ein etwas anderes Szenario in einer anderen Stadt verlegt und den Symbologen Robert Langdon diesmal nicht durch Rom, nicht durch Paris, sondern durch Washington hetzt, der mit hängender Zunge mysteriösen Symbolen nachhetzt, die auf ein fantastisches Geheimnis diverser Geheimlogen hindeuten, dessen Entschlüsselung die Welt, so wie wir sie kennen, in ihren Grundfesten erschüttern würden.
So viel gleich zu Beginn: Wenn sie die anderen Langdon-Romane gemocht haben, werden sie auch an "Das verlorene Symbol" ihre Freude haben. Die erzählte Zeit des Romans beträgt lediglich zwölf Stunden und die Ereignisse, Entdeckungen und Sensationen, die in diesen zwölf Stunden aufgedeckt werden, reichen eigentlich für zwölf Jahre. Brown versteht es wirklich meisterhaft, jedes seiner 133 (!!) Kapitel mit einem Cliffhanger enden zu lassen, so dass man das Buch schlicht und einfach nicht aus der Hand legen kann, weil man stets den kleinen Schweinehund im Nacken, der einfach wissen will, wie es weitergeht.
Fans von Dan Brown wird es nicht stören, dass der Autor die Szenerie einfach vom guten alten Europa in die USA verlegt hat und auch die Struktur der Charaktere nicht verändert hat. Der mysteriöse Mönch Silas wird ersetzt durch den ganzkörpertätowierten Mal'akh, dessen Motive zunächst im Unklaren bleiben und der Robert Langdon mit seinen Hinweisen durch Washingtons Hauptstadt scheucht. Die brummige, aber doch irgendwie sympathische Geheimdienstchefin trägt diesmal den Namen Inoue Sato und die Frau, die neben Langdon herhecheln darf, hört auf den Namen Katherine Solomon. Es bleibt die Frage, wer sie in der sicherlich kommenden Verfilmung neben Tom Hanks verkörpern darf.
Doch trotz aller Häme muss man Dan Brown und seinem Schemaschreiben eins zugestehen: Es ist und bleibt schlicht und einfach unputdownable. Sein Schema F zieht auch beim dritten Mal. Doch hat die Schnitzeljagdgeschichte rund um Robert Langdon mit "Das verlorene Symbol" meiner Ansicht nach den Zenit überschritten. Noch einmal wird sich das Publikum nicht auf diese Struktur einlassen. Also heißt es sich jetzt noch mal in den Bann der Symbole, Geheimlogen und spektakulären Enthüllungen hineinziehen lassen, um sich anschließend dem Thema vielleicht mal auf einem etwas ansprechenden Niveau zu nähern. Der beste Roman zu dem Thema Verschwörungstheorien ist und bleibt immer noch Umberto Ecos Meisterwerk Das Foucaultsche Pendel, welches allen Brown-Fans hiermit wärmstens empfohlen ist.
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130 von 184 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eine tragische Desillusion, 25. Oktober 2009
Ein neuer Dan Brown! Ich habe alle seine Romane gelesen, erst Illuminati, dann Sakrileg, es folgten Diabolus und Meteor. Dan Browns Romane hatten mich gefesselt und gut unterhalten, waren spannungsgeladen, mystisch-geheimnisvoll und von einer fesselnden athmosphärischen Dichte. Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, "Das verlorene Symbol" in meine Sammlung aufzunehmen und ich freute mich auf die Lektüre. Mein Urteil: ich wurde bislang niemals so enttäuscht, wie mit diesem Roman. Er ist
a) mit 26 Euro überteuert (und hat noch nicht mal ein Lesebändchen...),
b) einfallslos und monoton in der Erzählung,
c) inhaltlich vollkommen banal und m.E. mit Wikipedia-Wissen befüllt,
d) mit kaum übersehbaren Werbebotschaften (für z.B. iPhone und Blackberry) durchsetzt (nachdem das iPhone zum SECHSTEN mal auf EINER Seite erwähnt wird, beginnt es zu nerven!),
e) mit belehrenden Rückblenden zerfasert, die der Story trotzdem keinen Tiefgang verleihen,
f) übertrieben mit Fachvokabeln befüllt (arkan, Queste, orthogonal, Retabeln, ...), die in ihren Verrenkungen manchmal absurd wirken ("episkopaler Bischof", = bischöflicher Bischof???) oder schlichtweg einen Grad an Komplexität erzeugen, der störend wirkt ("Cyclotrimethylentrinitramin" ist zu viel des Guten, "Plastiksprengstoff" hätte es auch getan)
g) alles in allem langweilig, auch wenn fast jedes Kapitel zwanghaft mit einem sog. "cliffanger" endet (= DAS Stilmittel dieses Romans...).
Auch wenn an verschiedenen Stellen auf Illuminati und Sakrileg Bezug genommen wird, braucht man diese Bücher nicht unbedingt gelesen zu haben, um die Handlung zu verstehen. Allerdings bleibt der Hauptprotagonist Langdon dann auch sehr farblos, wie die meisten anderen Charaktere auch. Das Buch wirkt sehr langgestreckt im Verhältnis zu der erzählten Geschichte, die im Wesentlichen doch sehr überschaubar bleibt und mit etwa der Hälfte an Seiten gut zu erzählen wäre, zumal der Autor sehr wenig Wert auf Atmosphäre gelegt zu haben scheint. Allerdings bekam ich ab und an den Eindruck, eher ein Drehbuch zu lesen, als einen Roman - wofür auch die Anzahl von immerhin 133 Kapitel + Prolog + Epilog sprechen.
Das Buch vervollständigt nun meine Sammlung und hat mich zumindest belehrt: Bestseller müssen nicht gut sein, Bücher sollte man nicht blind kaufen und Rezensionen vorher lesen (spart Geld, Zeit und Ärger...). Ich hätte gerne eine bessere Rezension geschrieben, aber ich möchte meine Leseerfahrung gerne ehrlich weitergeben. Ich wollte erst zwei Sterne vergeben, aber da man schlichtweg mehr hätte erwarten dürfen und ich in geradezu tragischer Weise desillusioniert wurde, vergebe ich schweren Herzens nur einen Stern.
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81 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"... Das Geheimnis verbirgt sich im Inneren ..." - Seite 572, 20. Oktober 2009
Robert Langdon wird von seinem Freund Peter Solomon kurzfristig um einen Vortrag in Washington gebeten. Dort angekommen muss er jedoch feststellen, dass er einer Finte aufgesessen ist und ihn ein Unbekannter ins Capitol gelockt hat. Dieser Unbekannte, der sich Mal`akh nennt, fordert von Langdon die Entschlüsselung der Freimaurerpyramide, ansonsten würde Peter Solomon sterben. Als Beweis, dass dieser in seinem Gewahrsam ist, hat er unter der Rotunde des Capitols die rechte Hand von Peter Solomon gelegt. Zusammen mit Katherine, der Schwester von Peter, und verfolgt von der CIA, macht sich Langdon daran, das Geheimnis der Freimaurer zu lösen. Immer hin und hergerissen, hier wirklich das Richtige zu tun.
Ganz in der Tradition von Illuminati und Sakrileg ist auch "Das verlorene Symbol" aufgebaut, sodass man häufig Parallelen zu den Vorgängern beim Lesen feststellt. Der einzige Unterschied ist hier eigentlich nur, dass sich die Story dieses Mal innerhalb von 12 Stunden ereignet. Und auch, wenn der Aufbau der Geschichte den Vorgängern entspricht, gelingt es Dan Brown dennoch, den Leser recht schnell an das Buch zu fesseln, auch wenn ich anfangs ständig das Gefühl hatte, alles bereits irgendwo schon mal gelesen zu haben. Was der Spannung natürlich auch förderlich ist, sind die teilweise recht kurzen Kapitel, die generell immer an der interessantesten Stelle enden, sodass ein Weiterlesen stellenweise ein regelrechtes Muss ist!!
Dieses Mal thematisiert Dan Brown das Geheimnis der Freimaurer schlechthin, worauf ich hier aber der Spannung wegen nicht näher eingehen möchte. Und auch dieses Mal wird man beim Lesen regelrecht "überschwemmt" mit Hinweisen, sodass eigentlich ständig der Laptop in der Nähe sein muss, um Beschreibungen, Orte, Symbole etc. zu googeln, um so seinen Wissensdurst zu stillen. Der Autor schickt seine Protagonisten hier auf eine regelrechte Schnitzeljagd quer durch die Sehenswürdigkeiten und der Geschichte von Amerikas Hauptstadt und deren Gründerväter. Stellenweise sind die ganzen Informationen aber auch etwas überladen und nehmen die Spannung aus der Story, gerade am Anfang kam es mir so vor. Erst zur Mitte hin nahm die Story für meine Begriffe erst richtig an Fahrt auf und konnte dann auch überzeugen.
Dan Browns Schreibstil ist gewohnt flüssig, unterhaltsam, detailreich und bildhaft. Allerdings verzichtet er dieses Mal - anscheinend bewusst, da jeder Fan Sakrileg gesehen haben wird - auf die Charakterbeschreibung von Robert Langdon. Für Neueinsteiger und Nichtkenner des Films könnte es so etwas schwierig werden, sich ein Bild von ihm zu machen. Alle anderen Charaktere sind gewohnt facettenreich beschrieben. Hier sticht vor allem die Figur von Mal'akh hervor, dessen Leben und Beweggründe für sein Handeln einem im Laufe des Buches näher gebracht werden. Allerdings ist auch auffallend, dass fast alle Charaktere wieder früh durchschaubar und problemlos in Gut und Böse aufgegliedert werden können.
Alles in allem ist Dan Brown mit "Das verlorene Symbol" ein unterhaltsamer, spannender Thriller gelungen, der ganz in der Tradition von Illuminati und Sakrileg geschrieben ist. Für Fans mit Sicherheit lesenswert, wenn man allerdings die Vorgänger kennt, kann man auch beruhigt auf die Taschenbuchausgabe warten, da die Geschichte - abgesehen des sehr interessanten Freimaurerthemas - nicht wirklich neu ist.
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