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263 von 350 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vatikan gerettet, den heiligen Gral entschlüsselt: Und was jetzt, Mr. Langdon??, 14. Oktober 2009
Dan Brown hat mit seinen Megabestsellern Illuminati und Sakrileg Megabestseller geschaffen, die auch von Verächtern stereotyper Populärliteratur widerwillig mit den Vokabeln "page-turner" und "unputdownable" versehen wurden. Und so kann man es dem amerikanischen Autor nun wirklich nicht verdenken, wenn er die Struktur der Vorgängerromane ohne jedwede Veränderung auf ein etwas anderes Szenario in einer anderen Stadt verlegt und den Symbologen Robert Langdon diesmal nicht durch Rom, nicht durch Paris, sondern durch Washington hetzt, der mit hängender Zunge mysteriösen Symbolen nachhetzt, die auf ein fantastisches Geheimnis diverser Geheimlogen hindeuten, dessen Entschlüsselung die Welt, so wie wir sie kennen, in ihren Grundfesten erschüttern würden.
So viel gleich zu Beginn: Wenn sie die anderen Langdon-Romane gemocht haben, werden sie auch an "Das verlorene Symbol" ihre Freude haben. Die erzählte Zeit des Romans beträgt lediglich zwölf Stunden und die Ereignisse, Entdeckungen und Sensationen, die in diesen zwölf Stunden aufgedeckt werden, reichen eigentlich für zwölf Jahre. Brown versteht es wirklich meisterhaft, jedes seiner 133 (!!) Kapitel mit einem Cliffhanger enden zu lassen, so dass man das Buch schlicht und einfach nicht aus der Hand legen kann, weil man stets den kleinen Schweinehund im Nacken, der einfach wissen will, wie es weitergeht.
Fans von Dan Brown wird es nicht stören, dass der Autor die Szenerie einfach vom guten alten Europa in die USA verlegt hat und auch die Struktur der Charaktere nicht verändert hat. Der mysteriöse Mönch Silas wird ersetzt durch den ganzkörpertätowierten Mal'akh, dessen Motive zunächst im Unklaren bleiben und der Robert Langdon mit seinen Hinweisen durch Washingtons Hauptstadt scheucht. Die brummige, aber doch irgendwie sympathische Geheimdienstchefin trägt diesmal den Namen Inoue Sato und die Frau, die neben Langdon herhecheln darf, hört auf den Namen Katherine Solomon. Es bleibt die Frage, wer sie in der sicherlich kommenden Verfilmung neben Tom Hanks verkörpern darf.
Doch trotz aller Häme muss man Dan Brown und seinem Schemaschreiben eins zugestehen: Es ist und bleibt schlicht und einfach unputdownable. Sein Schema F zieht auch beim dritten Mal. Doch hat die Schnitzeljagdgeschichte rund um Robert Langdon mit "Das verlorene Symbol" meiner Ansicht nach den Zenit überschritten. Noch einmal wird sich das Publikum nicht auf diese Struktur einlassen. Also heißt es sich jetzt noch mal in den Bann der Symbole, Geheimlogen und spektakulären Enthüllungen hineinziehen lassen, um sich anschließend dem Thema vielleicht mal auf einem etwas ansprechenden Niveau zu nähern. Der beste Roman zu dem Thema Verschwörungstheorien ist und bleibt immer noch Umberto Ecos Meisterwerk Das Foucaultsche Pendel, welches allen Brown-Fans hiermit wärmstens empfohlen ist.
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215 von 297 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eine tragische Desillusion, 25. Oktober 2009
Ein neuer Dan Brown! Ich habe alle seine Romane gelesen, erst Illuminati, dann Sakrileg, es folgten Diabolus und Meteor. Dan Browns Romane hatten mich gefesselt und gut unterhalten, waren spannungsgeladen, mystisch-geheimnisvoll und von einer fesselnden athmosphärischen Dichte. Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, "Das verlorene Symbol" in meine Sammlung aufzunehmen und ich freute mich auf die Lektüre. Mein Urteil: ich wurde bislang niemals so enttäuscht, wie mit diesem Roman. Er ist
a) mit 26 Euro überteuert (und hat noch nicht mal ein Lesebändchen...),
b) einfallslos und monoton in der Erzählung,
c) inhaltlich vollkommen banal und m.E. mit Wikipedia-Wissen befüllt,
d) mit kaum übersehbaren Werbebotschaften (für z.B. iPhone und Blackberry) durchsetzt (nachdem das iPhone zum SECHSTEN mal auf EINER Seite erwähnt wird, beginnt es zu nerven!),
e) mit belehrenden Rückblenden zerfasert, die der Story trotzdem keinen Tiefgang verleihen,
f) übertrieben mit Fachvokabeln befüllt (arkan, Queste, orthogonal, Retabeln, ...), die in ihren Verrenkungen manchmal absurd wirken ("episkopaler Bischof", = bischöflicher Bischof???) oder schlichtweg einen Grad an Komplexität erzeugen, der störend wirkt ("Cyclotrimethylentrinitramin" ist zu viel des Guten, "Plastiksprengstoff" hätte es auch getan)
g) alles in allem langweilig, auch wenn fast jedes Kapitel zwanghaft mit einem sog. "cliffanger" endet (= DAS Stilmittel dieses Romans...).
Auch wenn an verschiedenen Stellen auf Illuminati und Sakrileg Bezug genommen wird, braucht man diese Bücher nicht unbedingt gelesen zu haben, um die Handlung zu verstehen. Allerdings bleibt der Hauptprotagonist Langdon dann auch sehr farblos, wie die meisten anderen Charaktere auch. Das Buch wirkt sehr langgestreckt im Verhältnis zu der erzählten Geschichte, die im Wesentlichen doch sehr überschaubar bleibt und mit etwa der Hälfte an Seiten gut zu erzählen wäre, zumal der Autor sehr wenig Wert auf Atmosphäre gelegt zu haben scheint. Allerdings bekam ich ab und an den Eindruck, eher ein Drehbuch zu lesen, als einen Roman - wofür auch die Anzahl von immerhin 133 Kapitel + Prolog + Epilog sprechen.
Das Buch vervollständigt nun meine Sammlung und hat mich zumindest belehrt: Bestseller müssen nicht gut sein, Bücher sollte man nicht blind kaufen und Rezensionen vorher lesen (spart Geld, Zeit und Ärger...). Ich hätte gerne eine bessere Rezension geschrieben, aber ich möchte meine Leseerfahrung gerne ehrlich weitergeben. Ich wollte erst zwei Sterne vergeben, aber da man schlichtweg mehr hätte erwarten dürfen und ich in geradezu tragischer Weise desillusioniert wurde, vergebe ich schweren Herzens nur einen Stern.
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99 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
So viel Rummel ... um ... - ähh - worum eigentlich? [Hörbuchrezension],, 15. Oktober 2009
Habe das Hörbuch in einer Windeseile angehört und bis 75% des Inhalts war ja noch alles okay; das heißt, alles nach bewährtem Dan Brown - Rezept. Aber am Ende blieb so gut wie nix. Sehr komisch bis unbefriedigend. Vielleicht hab ich was nicht kapiert aber die Brisanz des Themas - es geht um Freimaurerei und den Mythos um ein bestimmtes Symbol (=Wort) - habe ich irgendwie nicht gepeilt. Ging vollkommen an mir vorüber, wozu der ganze Rummel veranstaltet wurde.
Und zu Robert Langdon die Kritik: Als Hauptperson in Dan Browns Bestsellern bleibt der Kerl blasser als ein Grottenolm auf Südseeurlaub.
Tja, zum Hörbuch dann doch noch:
Es wurde grossartig eingelesen von Wolfgang Pampel. Das versöhnt mich. Das ist ein bißchen so, als ob mir Indiana Jones den "neuen Dan Brown" vorliest. Man muss nämlich wissen, dass Wolfgang Pampel die Synchronstimme von Harrison Ford ist.
Die Hörbuch-Version von "Das verlorene Symbol" enthält 7 CDs (im stabilen, bewährtem Pappschuber) - wobei eine CD interessantes Bonusmaterial enthält. Auch das ein kleiner Trost.
Als Hörbuch bewerte ich "Das verlorene Symbol" mit 3,5 Sternchen.
Empfehlen würd ich es Leuten die zu viel im Auto oder in der Bahn sitzen und sich damit die Zeit verkürzen wollen.
Den Fans dieses Mystik-Thriller-Genre würde ich empfehlen das Buch zu lesen. Kann mir vorstellen, dass die Hörbuchversion an einigen Ecken gekürzt wurde. (Was nicht als Kritik aufzufassen ist.) 8 Stunden zuhören reicht vollkommen bei diesem Thriller. Mehr wäre dann auch zuviel.
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Nachtrag (28.10.09) zu CD7 - Zusatzmaterial zum Hörbuch "Das verlorene Symbol":
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Da mir auffiel, dass sehr viele Leute aktuell nach dem Hörbuch "Das verlorene Symbol" googeln, speziell nach dem Bonusmaterial auf der Zusatz-CD , hier ein paar Einzelheiten darüber.
Bei dem Zusatzmaterial zu dem Hörbuch handelt es sich um ...
... Interview mit Dan Brown. Er erzählt von seiner Faszination über die Verschlüsselung von Geheimwissen in Kunstwerken.
Geheimgesellschaften und Religion(en) haben es ihm angetan. Es gehört viel Mystisches zur katholischen Religion, das ist was Dan Brown hervorhebt.
Auch über die Bedeutung des "Heiligen Grals" in der Katholischen Kirche (was er ja in SAKRILEG / DA VINCI CODE) verarbeitet hat, erzählt Brown in dem Interview.
Einen kleinen Einblick in sein Leben gibt Brown auch, indem er verrät, dass eine Szene aus SAKRILEG (als die kleine Sophie auf Schatzsuche unterwegs ist) aus seiner Kindheit entnommen ist.
Seine Frau (Kunsthistorikerin) hat zudem seine Forschung angetrieben.
Brown erklärt auch, dass er seinen Held, Robert Langdon, so gebastelt hat, wie er gerne sein würde.
Eine kurze Erklärung zu der Organisation "Opus Dei" gibt Brown in dem Interview auch - vor allen Dingen weil der Bösewicht in SAKRILEG ja ein Mitglied dieser Organisation ist.
Weiters erfährt man auch, dass Brown zur Ablenkung vom Schreiben Tennis und Klavier spielt.
Die letzte Andeutung auf seinen "neuen Roman" der im Interview noch erwähnt wird bezieht sich auf "DAs verlorene Symbol"
... "Anmerkungen zu Dan Browns Ausflug in die Welt der amerikansichen Freimaurer" von Henrik Eberle, gelesen von Christoph Wortberg:
Je nun. Ein zuweilen eher trockener Ausflug in die Freimauerei - in Amerika. Informativ auf jeden Fall.
... Hörbuchmusik (SAKRILEG) von Andy Matern. (Finde ich als Zusatzmaterial bei einem Hörbuch eher unpassend.)
... Hörprobe: "Sixtinische Verschwörung", von Philipp Vandenberg, gelesen von Joachim Kerzel.
Hierzu fällt mir ein. Passen Sie auf, und lassen Sie sich von der zugegeben noch recht interessanten "Probe" nicht einlullen. Dieses Hörbuch ist in etwa so spannend wie das Telefonbuch vom Vatikan. (Wer Spaß dran hat, das hab ich vor Jahren mal rezensiert sogar.)
Es sei denn, Sie möchten sich dieses Telefonbuch von Joachim Kerzel vorlesen lassen. Aber auch der hatte nicht seinen besten Tag beim Einlesen - so mein Eindruck.
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