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Das verlorene Paradies
 
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Das verlorene Paradies [Gebundene Ausgabe]

Abdulrazak Gurnah
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der aus Sansibar stammende Abdulrazak Gurnah erzählt in seinem Roman "Das verlorene Paradies" von vielen miteinander konkurrierenden afrikanischen Kulturen und vom Erwachsenwerden des jungen Yusuf. Im Alter von zwölf Jahren wird Yusuf von seinen Eltern dem reichen Händler Aziz übergeben. Bei ihm verbringt er seine Jugend, die ein Ende findet, als er von Aziz auf eine Karawane ins Landesinnere mitgenommen wird. Auf dieser Reise begegnet Yusuf vielen Gefahren, Enttäuschungen, Krankheit und Tod. Er erlebt eine Welt, die dem Untergang geweiht ist; die Kolonialisierung durch die Europäer beginnt gerade Spuren zu hinterlassen.

Klappentext

Abdulrazak Gurnah fängt in "Das verlorene Paradies" ein aufregendes, fremdes Afrika ein: eine Welt im Übergang, in der die Kolonialisierung durch die Europäer eben erst beginnt, Spuren zu hinterlassen. Yusuf, der Protagonist, pflegt einen Garten, der das Paradies sein könnte, wären da nicht die Menschen, die ihn betreten, und seinen Frieden stören, Afrikaner, Inder, Araber und Europäer gleichermaßen. "In "Das verlorene Paradies" begegnet man ständig dem Unerwarteten; eine verlorengegangene Welt wird auf das Fesselndste wieder zum Leben erweckt." The Sunday Times

Auszug

Der Garten hinter der Mauer

Erst der Junge. Sein Name war Yusuf, und in seinem zwölften Jahr verliert er ganz überraschend sein Zuhause. Er erinnerte sich, es war die Zeit der Dürre, in der ein Tag war wie der andere. Unvermutete Blumen blühten auf und welkten. Seltsame Insekten flüchteten aus ihrem Versteck unter Felsbrocken und wanden Lind krümmten sich in dem glühendheißen Licht, bis sie starben. Die Sonne ließ Bäume in der Ferne zittern und die Häuser leicht schwanken und nach Atem ringen. jeder verirrte Fußball wirbelte Staubwolken auf, und über den Tagesstunden lastete angespannte Stille. Scharf umrissene Bilder wie diese fielen ihm ein, wenn er an die Jahreszeit zurückdachte.

Damals sah er auf dem Bahnsteig zwei Europäer, die ersten, die er je zu Gesicht bekommen hatte. Er hatte keine Angst vor ihnen, zuerst nicht. Zum Bahnhof ging er oft, um zu beobachten, wie die Züge geräuschvoll und gewichtig einfuhren, und dann zu warten, bis sie auf das Signal des unwirsch dreinblickenden indischen Stellwärters mit seinen kleinen Fähnchen und einer Pfeife wieder aus dem Bahnhof stampften. Oft wartete Yusuf Stunden auf einen Zug. Auch die beiden Europäer warteten, ... .

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