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Produktinformation
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Alice, inzwischen auf dem Weg ins Wunderland, wird durch Raum und Zeit geschleudert wie weiland Dorothy im Lande Oz. Ein dünnes, jenseitiges Stimmchen ertönt: Alaïs ... Alaïs! -- Ende der Fahrt! Alles aussteigen! Wir sind in Carcassona angekommen, man schreibt den Juli 1209! Nach diesem furiosen Vorspiel bremst Kate Mosse ihre labyrinthische Gral-Saga abrupt ab. Geschichtsstunde: Die Chevaliers aus Carcassona und Umgebung sind beunruhigt. Eine riesige Kreuzritterarmee hat sich im Norden formiert, bereit, auf Geheiß Papst Innozenz III. das Languedoc von den Katharern zu befreien, einer christlichen Sekte, die der katholischen Kirche ein Dorn im Auge ist. Alaïs, eine junge Heilerin und Pflanzensammlerin, gerät ins Zentrum des Geschehens, als sie in den Besitz des Buchs der Wörter, gerät, dem Schlüssel zum Verständnis des Heiligen Grals.
Von nun an teilen Alice und ihre Namensvetterin aus alten Zeiten ein fast identisches Schicksal, dargestellt in hin- und herspringenden Kapiteln. Spätestens seit Indiana Jones weiß man, die Gier nach dem Becher weckt Weltherrscherfantasien. Erschrocken muss Alice Tanner feststellen, dass selbst in unseren aufgeklärten Zeiten ungezählte sinistre Figuren (und davon gibt es jede Menge im Roman), vom ewigen Leben träumen. Doch da sei die reine Lehre vor. Die Spreu trennt sich vom Weizen, spätestens im großen Showdown -- just in der Höhle, in der alles begann. Gutes Mittelalter-Feeling, viel Historie, viel Personal, etliche Spannungstäler. Echte Gralshüter werden deswegen nicht mit der Wimper zucken. --Ravi Unger
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Zunächst sieht es so aus, als ob sich nichts Interessantes finden lässt, bis Alice an ihrem letzten Tag auf eine hinter einem Felsen versteckte Höhle stößt. Obwohl ihr sofort klar ist, dass sie die Höhle nicht ohne Begleitung betreten sollte, kann sie es nicht abwarten und geht hinein. Alice findet eine Wandmalerei, die ein Labyrinth darstellt, 2 Skelette, einen Altar und einen Ring, auf dem sich das Muster des Labyrinths wiederholt. Während sie sich in der Höhle aufhält, kommt ihr alles irgendwie vertraut vor, aber warum?
Hier beginnt die Autorin mit den Zeitsprüngen, die sich von nun an durch das komplette Buch ziehen und den Leser 800 Jahre in der Zeit zurück reisen lassen.
Im Jahre 1209 lebt die 17-jährige Alaïs in der Gegend, die Alice im Jahre 2005 besucht. Als Tochter von einem der „Hüter des Heiligen Grals" überträgt ihr Vater, als er in den Krieg zieht, Alaïs die Verantwortung für die drei heiligen Bücher, die das Geheimnis eines Labyrinths in sich bergen. Von nun an, liegt es bei ihr, die Bücher nicht in die falschen Hände kommen zu lassen. Auch Alice erlebt nach ihrem Fund in der Höhle beängstigende Dinge und fühlt sich, als könnte sie niemandem mehr vertrauen, nicht einmal der Polizei.
Schließlich führt das Schicksal beide Frauen in die Höhle am Languedoc, die ein großes, unfassbares Geheimnis birgt...
„Das verlorene Labyrinth" ist ein gelungener historischer Roman. Kate Mosse schreibt in einer angenehmen Art, die sich gut und zügig lesen lässt. An manchen Stellen sind die Beschreibungen der Umgebung oder der Ereignisse allerdings sehr ausführlich. Die Geschichte spitzt sich über lange Zeit immer weiter zu, bis der aufmerksame Leser, nach ca. 2/3 des Buches aber selbst auf die Lösung des Rätsels kommen kann.
Mosse streut immer wieder französische Wörter und Sätze ein, die die Atmosphäre des Romans positiv unterstützen und die Geschichte authentischer wirken lassen. Ein empfehlenswertes Buch, das aufgrund der annähernd 750 Seiten genau das richtige für den kommenden Herbst ist.
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