21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schöne Atmosphäre, schöne Sprache!, 16. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Labyrinth: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schon oft hat die Geisteswissenschaftlerin Alice Tanner bei Ausgrabungen geholfen. Als die Engländerin aus Erbschaftsgründen in Frankreich weilt, braucht ihre befreundete Archäologin Shelagh keine lange Überzeugungsarbeit zu leisten und Alice steht ihr hilfreich bei einem Projekt zur Seite. Ausgrabungsgebiet ist die wilde und wunderschöne Landschaft des Languedoc. Das Abenteuer des weiblichen Indiana Jones nimmt seinen Lauf.
Zunächst sieht es so aus, als ob sich nichts Interessantes finden lässt, bis Alice an ihrem letzten Tag auf eine hinter einem Felsen versteckte Höhle stößt. Obwohl ihr sofort klar ist, dass sie die Höhle nicht ohne Begleitung betreten sollte, kann sie es nicht abwarten und geht hinein. Alice findet eine Wandmalerei, die ein Labyrinth darstellt, 2 Skelette, einen Altar und einen Ring, auf dem sich das Muster des Labyrinths wiederholt. Während sie sich in der Höhle aufhält, kommt ihr alles irgendwie vertraut vor, aber warum?
Hier beginnt die Autorin mit den Zeitsprüngen, die sich von nun an durch das komplette Buch ziehen und den Leser 800 Jahre in der Zeit zurück reisen lassen.
Im Jahre 1209 lebt die 17-jährige Alaïs in der Gegend, die Alice im Jahre 2005 besucht. Als Tochter von einem der „Hüter des Heiligen Grals" überträgt ihr Vater, als er in den Krieg zieht, Alaïs die Verantwortung für die drei heiligen Bücher, die das Geheimnis eines Labyrinths in sich bergen. Von nun an, liegt es bei ihr, die Bücher nicht in die falschen Hände kommen zu lassen. Auch Alice erlebt nach ihrem Fund in der Höhle beängstigende Dinge und fühlt sich, als könnte sie niemandem mehr vertrauen, nicht einmal der Polizei.
Schließlich führt das Schicksal beide Frauen in die Höhle am Languedoc, die ein großes, unfassbares Geheimnis birgt...
„Das verlorene Labyrinth" ist ein gelungener historischer Roman. Kate Mosse schreibt in einer angenehmen Art, die sich gut und zügig lesen lässt. An manchen Stellen sind die Beschreibungen der Umgebung oder der Ereignisse allerdings sehr ausführlich. Die Geschichte spitzt sich über lange Zeit immer weiter zu, bis der aufmerksame Leser, nach ca. 2/3 des Buches aber selbst auf die Lösung des Rätsels kommen kann.
Mosse streut immer wieder französische Wörter und Sätze ein, die die Atmosphäre des Romans positiv unterstützen und die Geschichte authentischer wirken lassen. Ein empfehlenswertes Buch, das aufgrund der annähernd 750 Seiten genau das richtige für den kommenden Herbst ist.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
wieder auf der suche nach dem heiligen gral, 24. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Labyrinth: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bücher mit dem Thema der Gralssuche haben nach "Sakrileg" wieder Hochkonjunktur. Kate Mosse hat eine interessante Geschichte geschrieben die auf 2 Zeitebenen in Südfrankreich spielt. Von 1209 bis 1244 ist das Schicksal der jungen Alais geprägt als Hüterin und Beschützerin des Labyrinths und der 3 geheimen Bücher die zum Gral führen sollen. Das Buch der Wörter, der Zahlen und der Arzneien. In der heutigen Zeit wird die Engländerin Alice Tanner bei Ausgrabungen in Südfrankreich auch in den Sog des verlorenen Labyrinths gezogen. Spannend springt Kate Mosse zwischen den beidenen Zeitebenen hin und her und die Lösung kommt immer näher. Wer historische Romane liebt wird hier mit Kreuzzügen, Geschichte der Katharer, Schlachten, Liebe, Intrige, Verrat und Geheimnissen bestens bedient. Wer Rebecca Gable mag, dem wird auch Das verlorene Labyrinth gefallen. Toll gemacht ist auch die Website zum Buch mit vielen Infos und sogar extra aufgenommenen Filmaufnahmen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mehr Lebensspiegel als labyrinthisches Rätsel, 20. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Labyrinth: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dan Brown hat mit seinem Bestseller "Sakrileg" der Templer-Thematik einen kräftigen Schub versetzt. Es darf uns demnach nicht erstaunen, wenn es diesem Titel gelingt, die tragische Geschichte der Katharer ins Rampenlicht einer breiteren Öffentlichkeit zu führen!
Der ominöse Gral, der dramatische Untergang der Katharer und eine archäologische Ausgrabung im Languedoc stehen u.a. im Zentrum dieses Romanes. Langsam verweben sich die Ereignisse auf zwei Zeitebenen, eingebettet in die warmen Farben Südfrankreichs. Nicht nur das Schicksal von Alaïs, einer Heilerin, sondern auch jenes von Alice Tanner und weiterer Personen finden spiegelbildliche Parallelen, jedoch getrennt durch rund acht Jahrhunderte. Die Lebenswege von Alaïs und Alice sind geprägt durch den Schutz, die Suche und den Kampf um drei geheimnisvolle Bücher, die sich als "Türöffner" eines alten, rätselhaften Labyrinths erweisen.
Der Autorin gelingt es, ein gewaltiges, farbiges Gemälde, eingerahmt von zwei Zeitachsen, zu entwerfen, das uns durch Dramatik, Tragik, Intrigen und Völkermord auf seltsame Art zu fesseln vermag. Sie hat es jedoch versäumt, die mit dem Labyrinth verbundene Mystik des Grals bis in letzter Konsequenz aufzubauen. Das Ziehen der philosophischen Schlussfolgerungen bleibt so der Leserschaft überlassen. Diesem Manko wird der fünfte Stern geopfert.
Es wäre zu hoffen, wenn es dieser tragisch-romantischen Lektüre gelingen würde, die Leserschaft zu einem vertieften Studium der Geschichte der Katharer zu motivieren, welche sowohl Opfer eines arroganten Glaubens wie einer haltlosen Sucht nach wirtschaftlichem Reichtum geworden sind.
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