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Das verleugnete Imperium
 
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Das verleugnete Imperium [Gebundene Ausgabe]

Niall Ferguson
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Propyläen Verlag; Auflage: 1 (1. April 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3549072139
  • ISBN-13: 978-3549072134
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 162.980 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Niall Ferguson
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Politik ist ohne Macht nicht zu machen. Schon in seinen früheren Büchern hat der britische Historiker Niall Ferguson bewiesen, dass er sich diesbezüglich keine Illusionen macht. Im Gegenteil: In Politik ohne Macht hat er die Führungsschwäche der Politik gegenüber der Wirtschaft insgesamt recht überzeugend (wenn auch etwas zu wortreich) kritisiert. In seinem neuen Buch setzt er sich mit der Weltmachtpolitik der USA auseinander. Und die könnte seiner Ansicht nach ruhig noch etwas zupackender sein. Auch sollte man sich nicht scheuen, die Sache beim Namen zu nennen. Jawohl, die USA seien ein Imperium. Und das sei auch gut so. Keinesfalls dürfe man nachlassen in dem Bemühen, die Welt -- zu ihrem Besten -- zu amerikanisieren, das heißt (notfalls mit Macht und Gewalt): zu demokratisieren.

"Chancen und Risiken der amerikanischen Macht" lautet der deutsche Untertitel dieses Buches. Im Originaluntertitel ist weder von dem einen noch dem anderen die Rede, sondern vielmehr von den Kosten. Und die machen Ferguson die größten Sorgen. Nicht weil er sie einfach für zu hoch hielte, sondern weil er fürchtet, dass die Amerikaner sie irgendwann nicht mehr bereit sein könnten, aufzubringen -- zum Schaden nicht nur der Welt, sondern auch zu ihrem. Die größte Gefahr seien die Amerikaner sich selbst. Ihnen fehle der Wille zur Macht.

Das ist, freilich stark verkürzt, der Tenor dieses Buches. Der mag, zumal für deutsche Ohren, recht befremdlich klingen. Doch wie auch immer man dazu stehen mag, die Argumentation ist -- in sich -- nicht unschlüssig und lohnt durchaus die Lektüre! --Hasso Greb

Kurzbeschreibung

Die Welt, so Niall Ferguson in seinem couragierten Plädoyer, braucht eine auf freiheitliche Werte eingeschworene Führungsmacht. Doch Amerika, dem mächtigsten Imperium der Weltgeschichte, fällt es schwer, sich als solches zu begreifen und seiner globalen Verantwortung mit Nachdruck und langem Atem gerecht zu werden. Vor allem an der eigenen Ungeduld und Unwilligkeit könnten die USA am Ende scheitern, warnt Ferguson in diesem brillianten Essay, der politische Analyse und historische Perspektive meisterhaft zusammenführt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Verfasser dieses Buches ist Schotte und steht deshalb deutschem Wissenschaftsverständnis näher als ein Engländer.Wie die "klassischen" Wissenschaftler des europäischen Kontinents erklärt er ganz am Anfang seines Buches, das immerhin 380 Seiten reinen Text-also ohne "Apparat"-füllt, wohin "die Reise geht". Denn bereits auf Seite 43 sagt er-ich kann dem wirklich nichts hinzufügen, weil ich diese Aussage für richtig halte-:
"Ich befürchte in der Tat,daß die globale Macht der Vereinigten Staaten heute,so beeindruckend sie ist,auf viel schwächeren Grundlagen fußt,als allgemein angenommen wird.Die USA haben ein Imperium erworben,aber den Amerikanern fehlt die imperiale Geisteshaltung.Sie konsumieren lieber,als zu erobern, und bauen lieber Einkaufszentren als Nationen.Sie erhoffen für sich und andere ein langes Leben und fürchten einen frühen Tod auf dem Schlachtfeld.
...Wer die amerikanische Vorherrschaft durch eine "Dominanz auf ganzer Linie" erreichen und aufrechterhalten will,setzt,kurz gesagt,die falschen Akzente.Denn die Bedrohung für das amerikanische Imperium kommt nicht von aufstrebenden rivalisierenden Imperien in Ost und West.Zu meinem Bedauern muß ich sagen, daß sie von dem VAKUUM IM INNERN kommt-von dem Fehlen des Willens zur MACHT" (Hervorhebungen von mir).-
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pax Americana? 28. Juli 2004
Von J. Rupp
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
In seinem neuen Buch plädiert der britische Historiker Niall Ferguson, der zur Zeit in New York tätig ist, für ein zweites anglophones Imperium. Nur die Vereinigten Staaten könnten in der Nachfolge des britischen Reiches als eine globale Ordnungsmacht agieren, die sich für die Verbreitung und Durchsetzung von liberalen Werten einsetzt. Aufgrund der fehlenden Machtmittel ist kein anderer Staat und keine internationale Institution hierzu in der Lage. Ein amerikanisches Imperium sei auch völlig legitim, weil ansonsten die Welt in Anarchie und Chaos versinken würde.
Problematisch ist aus Fergusons Sicht alleine der Umstand, dass die Amerikaner nicht Willens sind, die Bürde einer zivilisierenden Ordnungsmacht auf sich zu nehmen. Sowohl die politische Elite als auch die Bevölkerung haben nicht den erforderlichen 'langen Atem', um sich in entfernten Regionen dauerhaft zu engagieren. Deshalb drohen rasch erzielte militärische Erfolge zu scheitern, da die USA sich zu schnell wieder zurückziehen, bevor eine wirkliche Stabilisierung erreicht werden kann.

Ob es tatsächlich im amerikanischen Interesse ist, als wohlwollender Hegemon aktiv zu sein, wovon Ferguson überzeugt ist, bleibt allerdings fraglich. Zum einen sind die entstehenden Kosten nicht unerheblich. Es droht auf längere Sicht eine imperiale Überdehnung, worauf bereits Paul Kennedy aufmerksam gemacht hat. Zum anderen reagieren andere Länder und Völker nicht unbedingt erfreut auf die amerikanische Vormacht, ungeachtet dessen, wie positiv deren Intensionen auch immer sein mögen. Eine Gegenmachtbildung ist immer möglich, was zuletzt der Krieg im Irak verdeutlicht hat.
Insgesamt gesehen sind die Überlegungen von Ferguson aber sehr lesenswert, weil sie sich grundlegend von der antiamerikanischen Stimmung in Deutschland und im 'alten Europa' unterscheiden.

Jürgen Rupp
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Imperialismus als Segen 15. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
In heutiger Zeit ungewöhnlich, plädiert Ferguson für eine globale imperiale Macht (natürlich kann zumindest derzeit nur die USA eine solche Rolle einnehmen). Dabei hat er ein hervorragend argumentierendes Buch geschrieben - auch in den Augen von jemandem, der seiner positiven Einstellungen zu einer imperialen US-Politik kritisch, wenn auch nicht fanatisch ablehnend gegenübersteht: Wer andersdenkende Argumentationen geniesen kann, soll dieses Buch auch als Kritiker der US-Politik lesen!

Präzise beschreibt Niall Ferguson die historischen Parallelen, als auch die unübersehbaren Unterschiede zwischen europäischer und US-amerikanischer imperialer Politik und vergleicht dann detailliert die Nachkriegspolitik der USA mit dem britischen Empire des 19. Jahrhunderts, vor allem um die Frage zu beantworten, weshalb die USA in ihren Zielen viel öfters scheiterte als ihr britischer Vorgänger-Hegemon. Hier zeigt er die grundlegenden Unterschiede in der Einstellung zum Imperium in den jeweiligen Gesellschaften auf, und die Folgen für eine imperiale Politik. Schließlich diskutiert er die externen Probleme, welche eine US-Vorherrschaft in der Zukunft gefährden können.
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