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Das verbotene Gesicht [Gebundene Ausgabe]

Latifa , Chekeba Hachemi
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Marion von Schröder Verlag; Auflage: 3. Auflage (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3547758408
  • ISBN-13: 978-3547758405
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 332.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Latifa
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach der erschütternden Bestandsaufnahme der Afghanin Shirin-Gol (Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen), in der sie über das Leben unter der Schreckensherrschaft der russischen Invasoren, dann der Taliban berichtet, erscheint nun das zweite Buch einer jungen Frau, deren Leben von einem Tag auf den anderen durch eine fanatische Weltanschauung zerstört wurde.

Zwei Schicksale, die im Stande der Rechtlosigkeit und Unterdrückung nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. Der Darstellung Shirin-Gols, aufgewachsen in einer aus den Bergen stammenden, streng korangläubigen Familie, haftet bei allen erlittenen Qualen eine gewisse resignative Gottergebenheit an. Ganz anders dagegen der Widerstand, den die jüngere, aus einem gebildeteren, liberaleren, fast westlich geprägten Milieu entstammende Latifa den Gottesmännern entgegensetzt.

Alles in ihr sträubte sich gegen die durch die neuen Herrscher verhängten Restriktionen. 1996, im Jahr der Machtergreifung, bereitete sich Latifa auf die Aufnahmeprüfung für den Studiengang Journalismus vor. Westliche Kleidung, Musik und Tanz waren selbstverständliche Errungenschaften, die die damals 16-Jährige nicht ohne weiteres aufzugeben bereit war. Obwohl ihr zusammen mit der Burka ein Wertesystem übergestreift wurde, über dessen Einhaltung die Taliban auf offener Straße mit Peitschenhieben wachten, überließ sich Latifa nicht ihren Ängsten und der zunehmenden Hoffnungslosigkeit. In ihrem eigenen Heim gründete sie heimlich eine illegale Schule für junge Mädchen -- ein beinahe tödliches Unterfangen.

Zwei von unvorstellbarem persönlichen Leid geprägte Lebensläufe liegen vor uns -- kein historisch-politischer Abriss --, gerade deshalb vielleicht gehen sie so zu Herzen: Hier der emotional aufgeladene Bericht über ein Leben in ständiger Flucht, über zahllose Vergewaltigungen (deren Schilderungen in ihrer Genauigkeit oft mehr als deplatziert wirken), dort die nüchtern betrachteten Gräuel des Terrors, die der pragmatischen Latifa nicht die Kraft nehmen konnten, dem Leid der afghanischen Frauen eine Stimme zu verleihen. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Zunächst wehrt sich Latifa gegen die von den Taliban erlassenen Vorschriften, doch ihr Entsetzen über die neue Unfreiheit weicht bald panischer Angst. Denn Prügelstrafen für kleinste Vergehen und öffentliche Demütigungen untermauern die rabiate Herrschaft der Taliban. Latifa kämpft gegen die überwältigenden Gefühle von Hilflosigkeit und Verzweiflung. Mutig gründet sie eine illegale Schule für junge Mädchen bei sich zu Hause. Bis sie vor der Unterdrückung in ihrer Heimat fliehen kann.
Mit schmerzhafter Deutlichkeit beschreibt Latifa, wie ihre Welt zerstört wurde im Namen einer fanatischen Weltanschauung. Ihre Stimme fängt eine verlorene Hoffnung ein, die ihre Überzeugung vom Recht auf ein Leben in Freiheit wiedergibt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
63 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Afghanistan unter den Taliban. 16. September 2003
Format:Taschenbuch
Latifa ist 16 Jahre. Sie trägt Jeans, hört Pop-Musik und trifft sich mit ihren Freundinnen. Ihr großer Traum ist es, Journalistik zu studieren. Sie ist ein fröhliches Mädchen.
Doch dies ändert sich schlagartig am 27. September 1996. Eine schreckliche Nachricht lässt sie erzittern. Das ehemalige afghanische Staatsoberhaupt Mohammad Nadschibullah (Staatsoberhaupt von 1987-1992) und sein Bruder wurden erhängt - auf dem Ariana-Platz in Kabul, Afghanistan.

Latifa lebt mit ihrer Familie , einer liebevollen, hamonischen Familie, in Kabul. Ihre Mutter ist Krankenschwester, ihre Schwester arbeitet bei der Air-Ariana, sie selber geht noch zur Schule. Doch plötzlich wird ein Gesetz erlassen, welches Frauen verbietet, zu arbeiten oder zur Schule zu gehen. Davon sind nicht nur Latifa, ihr Schwester und ihre Mutter betroffen, sondern auch alle anderen Frauen Afghanistans.

Mit jedem Tag wird das Leben gefährlicher, schwieriger und erniedrigender. Der Grund sind die Taliban. Sie erlassen Gesetze, deren Ursprung sie angeblich aus dem Koran nehmen. Dabei scheinen sie ihn kein einziges Mal gelesen zu haben.
Zuerst legen sie fest, dass Frauen nur in Begleitung ihres Mannes, Vaters oder Bruders auf die Straße gehen dürfen, später wird ihnen der Ausgang ganz verboten. Sie dürfen nicht arbeiten und sich auch nicht von Ärzten untersuchen lassen. Sie dürfen keinen Lippenstift benutzen und sich nicht das Gesicht schminken.

Mit jedem Tag verschärfen sich die Gesetze. Latifa muss ihren Kanarienvogel freilassen, denn das Halten von Hunden und Vögeln wird verboten. Sie wird gezwungen, die Burka, den körperbedeckenden Schleier mit dem Netz vor den Augen, zu tragen.
Ihre Situation wird von Tag zu Tag auswegloser. Selbst ihr Vater, der ihr immer wieder Mut machte, gibt die Hoffnung schnell auf.

Als ihre Mutter erkrankt, muss die Familie eine schwierige und nicht ungefährliche Reise nach Pakistan unternehmen, um sich dort behandeln zu lassen. Latifa ist starr vor Angst. Sie betet zu Allah. Mit der Zahlung von viel Geld und dem Bangen und Hoffen schaffen sie es, die Grenze zu überqueren.

Latifa wird mit jedem Tag trauriger und wütender. Mit ihren Freundinnen und ihrem Bruder fasst sie den Beschluss, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann. Sie gründen eine geheime Schule für die Kinder der Nachbarschaft. Ihre Mutter behandelt zu Hause illegal Frauen, die Opfer der Taliban geworden sind. Einmal musste sie drei jungen Frauen helfen, die von 15 Taliban vergewaltigt wurden. Sie haben ihnen anschließend die die Geschlechtsteile verstümmelt.

Das Leben ist grausam in Afghanistan. Es ist kein Leben mehr. Und doch besteht plötzlich ein kleiner Schimmer Hoffnung für Latifa. Eine Freundin ihrer Mutter berichtet, dass Frauen gesucht werden, die nach Paris reisen, um dort über ihre Situation in Afghanistan zu berichten. Ein langer Kampf mit Behörden, Diskussionen am Flughafen, Telefonate mit Botschaften stehen an. Dann endlich erreicht Latifa Paris, gibt Interviews, erzählt allem vom Grauen in Afghanistan.

Während ihres Aufenthaltes in Frankreich erhebt die Taliban die Fatwa gegen sie. Latifa wird als Lügnerin hingestellt und wird sie nach Afghanistan zurückkehren, wird man sie töten.

Mein Fazit:
Latifa, das verbotene Gesicht ist ein fesselndes Buch.Es ist sehr spannend geschrieben, obwohl es eine sehr traurige Geschichte erzählt. Was Latifa erlebt hat ist kein Einzelfall. Ihre Geschichte können viele, viele andere Frauen ebenfalls erzählen.
Latifa ist im Krieg aufgewachsen. Sie empfindet das Geräusch herabstürzender Bomben ganz normal. Sie kennt nichts anderes. Und doch kommt es schlimmer. Nach und nach werden ihre Träume zerstört. Sie wird menschenunwürdig behandelt. Sie fragt sich nach dem Sinn des Lebens.
Das Buch gibt allen einen Eindruck, die nichts über die Taliban wissen, aber auch Lesern, denen die Schreckensherrschaft bekannt ist, möchte ich dieses Buch nicht vorenthalten.
Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert, war entsetzt über das Niedergeschriebene, hab gebangt und gehofft.
Das Buch hat 205 Seiten. Es enthält ein Vorwort, ein Glossar, eine Danksagung, ein geographische Karte Afghanistans und eine kleine Chronologie.
Ich empfehle dieses Buch ausdrücklich, da es vieles Wissenswertes vermittelt, über ein Land, von dem wir nur wenig wissen und seiner Herrschaft, von der wir in den Medien gehört haben. Dieses Buch bringt weitaus schrecklichere Bilder ans Licht, als Fernsehberichte und Zeitungsartikel. Es öffnet einem die Augen und lässt einen Hoffen für eine bessere Zukunft der gedemütigten Menschen dieses Landes.

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lisa E.
Format:Gebundene Ausgabe
Latifa wollte mit ihrer Geschichte keinen spannenden Roman schaffen. Wenn man also dergleichen erwartet, ist man hier falsch. In einer recht einfachen Sprache erzählt sie vom Leben als Frau unter den Taliban. Nebenbei berichtet sie auch von der Geschichte ihres Landes, was sehr informativ ist, aber lediglich dem Laien einen groben Überblick verschaffen soll. Denn das Buch wurde nur aus einem einzigen Grund geschrieben. Es soll auf das menschenunwürdige System der Taliban aufmerksam machen und auf das Leid der Einwohner Afghanistans. Nur aus diesem Grund floh sie aus ihrer Heimat und reiste nach Frankreich. Was besonders interessant ist, dass ist die Tatsache, dass Latifa in einer liberalen Familie aufwuchs und abgesehen von der Religion und vielleicht etwas anderen kulturellen Vorstellungen ein "normales" Mädchen ist, wie man es auch hier in Europa erwarten würde. Umso mehr kann man sich in ihre Situation hineinversetzen, als plötzlich die kleinen und selbstverständlichen Dinge des Lebens verboten sind, ja unter Todesstrafe stehen. Deshalb ist "Das verbotene Gesicht" auch ein wichtiges und gelungenes Zeitdokument und öffnet hoffentlich vielen Menschen die Augen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Mädchen Latifa erzählt sehr anschaulich und sachlich ihr Leben zu Beginn und unter der Herrschaft der Taliban. Obwohl sie selbst in einer sehr gebildeten und liberalen Familie aufwächst treffen auch sie die Konsequenzen in aller Deutlichkeit. Latifa berichtet über ihr persönliches Leben im Zeitraum zwischen 16 und 22 Jahren. Das Buch vermittelt Einblick in das Familienleben, Latifa erzählt aber auch, wie es den Freunden, Verwandten und Nachbarn ergeht und mit welchen Möglichkeiten teilweise die Dekrete der Taliban umgangen werden. Ein Buch das sehr zum Nachdenken anregt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr lesenswert
Ich habe mehrere Bücher über Schicksale in Afghanistan gelesen. Mit dieser Leseerfahrung im Gepäck bin ich an dieses Buch gegangen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Carly36 veröffentlicht
Hervorragend!
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich habe vorher noch keinen so privaten Einblick in das Leben eines afghanischen Mädchens und seiner Umgebung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2010 von A. Schenker
kein Roman. zu politisch, Schicksaal grauenvoll.
Das Buch ist gut geschrieben.
Dieses Buch soll den Menschen die Augen öffnen.
Leute, dies ist kein Roman, sondern eine wahre Geschichte vielen Menschen, die viel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. September 2009 von W. natalia
Berreicherung
Dieses Buch beschreibt genau, wie heute in Kabul in Afghanistan das Leben aussieht. Die Autorin ist genauso alt wie ich und es war für mich erschreckend zu vergleichen, wie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. August 2008 von Cornelia Diedrichs
Wo sind hier bitte die Emotionen ??
Es wird zwar sehr anschaulich dargestellt wie schön und voller Freude das Leben vor Machtübernahme der Taliban in Afghanistan war. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juli 2004 von "famtratz"
Missbrauch des Korans
Jedes Buch, das das Tun des Steinzeitregimes der Taliban wahr erzählt, ist ein Beweis für menschenverachtendes Handeln, das mehr noch als die Männer, die Frauen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2003 von Bernhard Fabian
Das Buch ist gut - das Schicksal schrecklich
Ich konnte mir nicht vorstellen, wie schlecht Frauen im 21. Jahrhundert behandelt werden können. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2003 von "bini1"
Erschreckend
ich habe das verbotene Gesicht und Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum weinen, gelesen. Ich war bei beiden Büchern entsetzt wieviel Elend diese Frauen über sich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2002 von "mamenu"
kein bestseller
ich habe dieses buch im original auf frz. gelesen und war voller erwartungen,die leider nicht erfuellt wurden. Lesen Sie weiter...
Am 21. Januar 2002 veröffentlicht
Mein Leben unter den Taliban
Ich habe nur drei Sterne vergeben, obwohl das Buch wegen seiner Wichtigkeit und seines Informationswertes mehr Sterne verdient hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Januar 2002 von Elisheva
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