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Das verbotene Eden. David und Juna: Roman
 
 
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Das verbotene Eden. David und Juna: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Thiemeyer
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: PAN (22. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426283603
  • ISBN-13: 978-3426283608
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.595 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Thiemeyer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bei Thiemeyer wird das Lesen zum größten Abenteuer! Die realistischen Charaktere reißen den Leser in die Handlung rein und schleifen ihn während der gesamten Handlung mit; die fabelhafte Idee bietet genügend Stoff für tolle Geschichten und eigene Gedanken - genau das muss Literatur können! Mit DAS VERBOTENE EDEN - DAVID UND JUNA betritt ein ebenso spannendes wie berührendes Buch die Bildfläche der Jugendliteratur, dessen Geschichte völlig neu ist und seine Leser verzaubern wird." Literaturkosmos, 22.08.2011

"Actionreich und romantisch: Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt." Bremer Anzeiger, 21.08.2011

Kurzbeschreibung

Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer … Faszinierend düster und wunderbar romantisch – der neue Bestseller von Thomas Thiemeyer

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Kombination von Abenteuer, Zukunftsvisionen und Romantik, 28. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vor 65 Jahren führte die Manipulation eines Impfstoffes dazu, dass sich zwischen Frauen und Männern ein tödlicher Hass entwickelte. Nach dem Untergang der Zivilisation hausen die Männer nun in den Ruinen der alten Städte und verlassen sich auf die erhalten gebliebene Technik aus der zivilisierten Vergangenheit, während die Frauen sich in der wilden Natur ein neues Leben aufgebaut haben, dessen gesellschaftliche Struktur keltisch anmutet. Nachkommen werden nur noch wenige gezeugt. Das Verhältnis zwischen den verfeindeten Geschlechtern beschränkt sich auf den Austausch lebensnotwendiger Güter, der nach strengen Regeln abläuft. Doch die Zusammentreffen zwischen "Hexen" und "Teufeln" verlaufen immer gewalttätiger, Regeln werden gebrochen, Frauen geschändet und Feinde im Kampf getötet. In dieser düsteren Atmosphäre treffen die Kriegerin Juna und der Mönch David aufeinander und entdecken über die gemeinsame Lektüre von Shakespeares "Romeo und Julia" Gefühle füreinander, die eigentlich nicht sein dürfen.

Eigene Meinung:
Da Thiemeyers "Chroniken der Weltensucher" seit dem ersten Abenteuer zu meinen Lieblingsbuchreihen gehören, stand für mich außer Frage, dass ich auch sein Erstlingswerk im Bereich dystopischer Literatur lesen muss.
Die Geschichte von David und Juna zeichnet sich nicht unbedingt durch große Spannung aus, eher durch die neuartigen Ideen, die Thiemeyer in das dystopische Genre einbringt und den stetigen Wechsel zwischen Männer- und Frauenlager, zwischen denen der Erzählfluss hin- und herspringt und so die Neugier des Lesers stetig anheizt, wie es an der einen oder der anderen Front weitergeht.
Thomas Thiemeyer untermauert den großen Abgrund, der zwischen den beiden Geschlechtern herrscht, durch zwei völlig unterschiedliche Konzepte in der Entwicklung seit dem Zusammenbruch der Zivilisation.
Während sich die Männer hauptsächlich der noch vorhandenen Technik bedienen und mit Handfeuerwaffen im Gepäck in Autos in die Schlachten Einzug halten, haben die Frauen sich auf die Stärken der Natur zurückbesinnt. Sie kämpfen mit Pfeil und Bogen, mit Schwertern und ziehen auf Pferden in den Krieg. Während die Männer hier am Christentum festhalten, zeigen sich in der Entwicklung der Frauen eindeutig Anleihen an den keltischen Glauben. So ziehen die Krieger der Männer unter dem Namen der Heiligen Lanze in die Schlacht (Die Heilige Lanze (auch: Mauritiuslanze oder Longinuslanze) ist das älteste Stück der Reichskleinodien der römisch-deutschen Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Zeitweise war sie das bedeutendste Stück der Insignien. Ein Herrscher, der diese Lanze besaß, galt als unbesiegbar. Sie war das sichtbare Zeichen dafür, dass seine Macht von Gott ausging, dass er der Stellvertreter Christi war.), während die weiblichen Kriegerinnen als Brigantinnen in den Kampf treten (Briganten = keltische Volksgruppe; Brigant von italienisch brigare, kämpfen, streiten; Brigantia = weibliche keltische Gottheit, der Name bedeutet "die Leuchtende" oder "die Erhabene"). Auch in der Namenswahl seiner Protagonisten führt der Autor diesen Unterschied fort, so tragen die Männer christliche Namen, die Frauen jedoch keltische oder heidnische.
Neben der romantischen Entwicklung einer zarten Liebe zwischen den beiden Hauptfiguren David und Juna, hat mich viel mehr die Liebe zum gedruckten Wort berührt, die Thomas Thiemeyer in seinem Dystopie-Erstling zum Ausdruck bringt.
'Die Buchhändlerin war ziemlich alt, sie saß hinter einem der Türme, die Nase tief zwischen zwei Buchdeckeln vergraben. Juna sah die wertvollen, in Leder gebundenen Werke vergangener Zeiten und fragte sich, was wohl darinstehen mochte und warum die Menschen ihnen damals, vor dem Zusammenbruch, so viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Das Aufregende war, dass sie tatsächlich keinen Zweck zu erfüllen schienen. Seiten um Seiten nichts als bedrucktes Papier - was sollte das nutzen? Man konnte es weder essen noch damit kämpfen. Bücher waren ein rundum verzichtbares Luxusgut.' (S.132)
Den Wert der Bücher lernt der Leser zunächst über David kennen, als dieser zusammen mit seinem Lehrer alte Bücher nach verlorengegangenem Wissen aus der zusammengebrochenen Zivilisation durchforstet. Denn die erhalten gebliebenen Bücher sind fast die einzigen Zeitzeugen, die noch Wissen aus der Vergangenheit bewahrt haben, das man sich wieder zunutze machen will bzw. muss. Tatsächlich muss das vom Prinzip her sogar ein Rad neu erfunden werden, wenn solches Wissen im Laufe der Zeit verloren geht. Wer meint, dass es unglaubwürdig wirkt, dass eine Gesellschaft innerhalb von 65 Jahren Zugrunde gehen kann, empfehle ich die Lektüre von Goldings "Herr der Fliegen", da geht das noch viel schneller... Ich finde Thomas Thiemeyers dargestelltes Szenario erschreckend realistisch und konnte mich sehr gut in sein Zukunftsvision hineinversetzen.
Dass Bücher nicht nur Wissen festhalten und weitergeben, erfährt der Leser - und mit ihm Juna - schließlich während Davids Gefangenschaft, als er aus Shakespeares zeitlos schöner Liebestragödie "Romeo und Julia" liest und mit Juna eine heimliche Zuhörern darin hat, die sich über Shakespeares Geschichte auch so nach und nach die Gefühle eingestehen kann, die sie verbotenerweise für David entwickelt.
Auch wenn mich Thiemeyers Ideen und vor allem seine Charaktere faszinieren (dabei liefen für mich manchmal sogar die Nebencharaktere David und Juna den Rang ab), so fehlte mir noch das Quentchen großer Gefühle, um diesem Buch die volle Punktzahl zu verleihen. Wobei ich es als kein Scheitern ansehe neben dem großem englischen Lyriker und Dramatiker William Shakespeare den Kürzeren zu ziehen ;) aber ich bin mir absolut sicher, dass Thiemeyer in den Folgebänden auch in dieser Hinsicht noch eine Schippe drauflegen kann, und lasse mir deshalb noch Platz nach oben hinsichtlich der Bewertung ;)
In den Folgebänden wird Thiemeyer nicht nur Variation in "Das verbotene Eden" einfließen lassen, indem er einen Wechsel hinsichtlich der Hauptfiguren vollzieht und im Abschlussband die verschiedenen Handlungsfäden - u.a. des offen gestalteten Endes von "David und Juna" - zusammenführt. Er hat schon angedeutet, dass nach Shakespeares "Romeo und Julia" ein anderes Werk der Weltliteratur innerhalb der Geschichte eine Rolle spielen wird, und somit wird sich dieses Konzept wie ein roter Faden durch die Fortsetzungen ziehen.

Aufmachung des Buches:
Das Buch ist in die drei Teile "Vermächtnis", "Verrat" und "Vergeltung" gegliedert, denen jeweils ein historisches Dokument vorangestellt ist, die aus der Zeit kurz vor den "dunklen Jahren" stammen und Einblick auf die damalige Gesellschaft kurz vor dem Zusammenbruch liefern.
Die Shakespeare-Zitate im Text folgen der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, ergänzt und erläutert von Ludwig Tieck.
Das Cover ist im Hintergrund grün hinterlegt mit der Landkarte aus den Vorsatzseiten des Buches, auf der man nach den Beschreibungen in der Geschichte die Stadt Köln und ihre Umgebung erkennen kann.
Zunächst konnte ich mich nicht mit der Darstellung von David und Juna auf dem Cover anfreunden, insbesondere da das Covermodell, das hier die Juna verkörpert, bereits auf sehr vielen Fantasycovern verwendet wurde, nach der Lektüre des Buches muss ich allerdings zugeben, dass die beiden sehr gut zu den Beschreibungen in der Story passen und sich mit meiner Vorstellung decken. Allerdings mag ich die von Thomas Thiemeyer selbstgemalten Cover der Weltensucher-Reihe trotzdem viel lieber ;)

Fazit:
Trotz der derzeitigen Schwemme an Dystopien auf dem Jugendbuchmarkt schafft Thomas Thiemeyer es beinahe mit dem Auftakt seiner Trilogie "Das verbotene Eden" dieses Genre neu zu definieren, da er mit dem Kampf zwischen den Geschlechtern eine völlig neue Thematik in diesem Sektor anspricht. Er kann sich zwar nicht selbst vom Thron stoßen, denn die "Chroniken der Weltensucher" rangieren bei mir doch vor seiner neuen Reihe, aber er hat mich definitiv am Haken und ich bin mehr als gespannt darauf, wie sich die Zukunft im verbotenen Eden für David und Juna und die weiteren Helden dieser Trilogie entwickeln wird.
Wer die Kombination von Abenteuer, Zukunftsvisionen und Romantik liebt, sollte sich die neue Reihe von Thomas Thiemeyers nicht entgehen lassen!

Reihen-Info:
Das verbotene Eden 1: David und Juna
Das verbotene Eden 2: Logan und Gwen, erscheint voraussichtlich im August 2012
Das verbotene Eden 3: erscheint voraussichtlich im August 2013
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen für mich nicht glaubwürdig, 19. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe schon vor einigen Jahren Romane des Autors Thomas Thiemeyer wie "Magma" und "Nebra" gelesen und die haben mir gut gefallen. Da ich gleichzeitig auch viele Jugendbücher lese und Dystopien ohnehin gut finde, dachte ich, dass eine Kombination aus allem nicht allzu schlecht werden kann und habe bei "Das verbotene Eden - David und Juna" zugegriffen, obwohl mich das Cover, das sonst oft maßgeblich zu meiner Kaufentscheidung beiträgt, eigentlich von vornherein wenig angesprochen hat. Aber dazu später...

Zuerst kurz zum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2080 in den Überresten einer deutschen Stadt. Männer und Frauen leben seit 65 Jahren getrennt, denn durch einen Virus hassen sie einander. Nur durch ein Abkommen werden überhaupt noch Kinder geboren, doch die Zusammentreffen von Männern und Frauen werden immer gewalttätiger, das Abkommen ist in Gefahr und ein Krieg droht. In dieser Zeit leben der junge Mönch David und die Kriegerin Juna, gerade einmal 17 Jahre alt...

Tja, wo soll ich mit meiner Meinung anfangen? Mir hat so vieles an diesem Roman nicht gefallen...Wie wäre es zum Beispiel mit den Klappentext? Er verspricht: "Faszinierend düster und wunderbar romantisch". Ich stimme weder Ersterem noch Letzterem zu. Die aufgebaute Welt war für mich nicht wirklich düster. Klar, die beiden Völker können sich nicht leiden und begegnen sich nur gezwungenermaßen. Die Frauen leben in der Natur, die Männer in den Überresten der Stadt. Die Männer verwenden zumindest noch Fahrzeuge und moderne Feuerwaffen, die Frauen sind technisch komplett in die Steinzeit zurückgekehrt. Gelegentlich fahren die Männer in die Frauenorte im Grenzgebiet, um dort einen Tribut in Form von Lebensmitteln einzufordern und mit emfängnisbereiten Frauen im "Schandkreis" Kinder zu zeugen. Aber ansonsten - abgesehen von diesen unerfreulichen Aufeinandertreffen - führen sie getrennt voneinander ein ziemlich merkwürdiges, spirituelles und nicht unbedingt "düsteres" Leben...und zum "wunderbar romantisch" komme ich später noch...

Leider fand ich die Welt insgesamt einfach auch kein bisschen glaubwürdig. Es sollen gerade einmal 65 Jahre vergangen sein! Es leben sogar noch Menschen, die vor dem Virus Beziehungen zum anderen Geschlecht hatten, wie der Abt Benedikt oder die alte Magdalena bei den Frauen. Und doch ist angeblich alles Wissen und fast jede Technik verloren. Wie geht das? Warum sollten diese Menschen nicht mehr wissen, dass die Stadt Köln heißt, die beeindruckende Kathedrale Kölner Dom und der Fluss Rhein? Warum haben sie die gesamte Zivilisation vergessen und die Aufklärung? In nur 65 Jahren und mit Zeitzeugen scheint mir das völlig abwegig! Wenn die Männer in der Stadt blieben, warum konnten sie die normale Versorgung nicht auch über die "dunklen Jahre" fortführen? Abt Benedikt erzählt sogar noch davon, wie er mit einem Messer fast tödlich verletzt wurde und die Frauen am nächsten Tag verschwunden waren. Da gab es wohl noch genug Zivilisation, um seine Wunde fachmännisch zu versorgen. Und dann plötzlich nicht mehr?

Warum gibt es noch Autos, wenn das Verständnis von Technik kaum noch zur Stromversorgung ausreicht? Autos über mehr als sechs Jahrzehnte vor Rost und Verfall zu schützen und zu reparieren ist aber möglich? Wie funktioniert das eine ohne das andere? Warum leben die Menschen so schnell wieder in religiösen Gesellschaften, die an das Mittelalter erinnern? In Deutschland, wo die Religion seit Jahrhunderten an Einfluss verliert, gibt es plötzlich wieder hauptsächlich strenge Christen bei den Männern und heidnische Götteranbetungen und Hohepriesterinnnen (!) bei den Frauen - und das in mindestens zweiter Generation, wobei die aktuelle Hohepriesterin schon gut zwanzig Jahre ihr Zepter schwingt. Das scheint mir alles extrem gewollt und konstruiert, aber nicht realistisch. Nur weil sich eine Gruppe spaltet, fangen doch nicht von heute auf morgen alle an sich wieder im Schlamm zu suhlen und sich "Hexen" und "Teufel" zu nennen!

Weiter geht es mit der Aufrechterhaltung der Menschheit, wenn Geschlechtsverkehr nicht mehr freiwillig stattfindet. Angeblich soll die aktuelle Hohepriesterin Arkana maßgeblich für das bestehende Abkommen verantwortlich sein, das dafür sorgt, dass die männlichen Kinder den Männern überlassen werden. Trotzdem ist gerade zur Zeit dieses Abkommen die Nachkommenschaft gefährdet. Was war vorher? Es gibt Männer und Frauen jedes Alters, irgendwie muss das also funktioniert haben. Wie bleibt das große Geheimnis, so wie fast alle Fragen, die bei mir während des Lesens aufkamen, ein Geheimnis blieben. Vielleicht hinterfrage ich auch zuviel, aber ohne Antworten auf all die "Warum?s" ist diese Welt für mich erstmal nicht glaubwürdig. 65 Jahre sind mir einfach zu kurz...

Die Liebesgeschichte zwischen David und Juna rettet leider auch nichts. Es geht im ganzen Roman darum, dass die Liebe zwischen Männlein und Weiblein wiederentdeckt wird, aber man merkt davon einfach nichts. "Wunderbar romantisch" ist eindeutig etwas anderes. Auch die ständige Verknüpfung zu "Romeo und Julia" gingen mir irgendwann auf die Nerven und die Nebencharaktere waren alle sehr schwarz-weiß und vieles vorhersehbar. Gerade um Abt Benedikt gibt es eine so offensichtliche Geschichte, die mehrmals angedeutet, aber dann nicht aufgeklärt wird. Vermutlich kommt dazu in den Nachfolgebänden noch etwas (was bei den angekündigte Titeln "Logan und Gwen" für den zweiten Teil und "Ben und Magda" für den dritten Teil zu vermuten ist), aber warum mussten es dann so offensichtliche Andeutungen sein?

Spannung kam auch nicht auf, der Schreibstil ist durchschnittlich und die Dialoge manchmal gestelzt. Vor allem Juna war mir unsympathisch und ich konnte ihr ihre Rolle nicht abkaufen.

Ich habe es zu Ende gelesen, obwohl das Interesse schnell nachgelassen hat, aber ich muss nun einmal immer wissen, wie es ausgeht. Trotzdem musste ich mich sehr davon abhalten, nach der ersten Hälfte einfach nur noch die letzten zehn Seiten zu überfliegen, was ich ,im Nachhinein betrachtet, ruhig hätte tun können, denn die Geschichte endet nicht überraschend und zwischendurch passiert wenig Interessantes, was man nicht vorhersehen konnte.

Auch das Cover gefällt mir, wie anfangs bereits erwähnt, nicht. Mit David, der anstatt seiner Kutte anscheinend einen stinknormalen Kapuzenpullover trägt, kann ich ja noch leben, aber Juna ist schlecht getroffen. Eine Kriegerin mit markanten Bemalungen sieht wohl kaum aus wie ein mit Glitzersteinchen und gedrehten Löckchen leicht überstyltes Disco-Häschen!

Also, mein Fazit: Ein neuer Dystopieroman, der mich auch aufgrund meiner Erwartungen an den Autor enttäuscht hat. Sprachlich durschnittlich, nicht besonders spannend, kaum romantisch und schon gar nicht glaubwürdig. Weil es lesbar war, auch wenn ich die Handlung sehr konstruiert fand, tendiere ich irgendwie doch zu zwei Sternen anstatt nur einem, aber wer nicht wirklich ein Hardcore-Dystopie-Fan ist und dafür bereit ist über viele - wirklich sehr, sehr viele - Ungereimtheiten hinwegzusehen sollte die Finger von diesem Roman lassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Inquisitor, Hohepriesterin, Männer- und Frauenkommunen.... Naaaaja!, 14. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich bereits Wochen vor der Veröffentlichung schon ins Auge gefasst und war ganz gespannt darauf!

Wir werden durch 3 Bücher geleitet, die alle mit einer Pressemeldung beginnen. Altes, verwittertes Papier, das uns bewusst macht, dass wir uns in der Zukunft befinden ' im Jahre 2080. Männer und Frauen sind seit eines missglückten Impfstoffes Todfeinde. Sie bezeichnen sich gegenseitig als 'Hexen' und 'Teufel' und wohnen in gleichgeschlechtlichen Kommunen. Die Frauen leben unter der Herrschaft eines Hohen Rates und einer Hohepriesterin, Arkana, Juna's Mutter. Sie beten mehrere Götter an und führen ein sehr naturverbundenes Leben. Die Männer hingegen sind ihrem Inquisitor Marcus Capistranus unterstellt, ein rachsüchtiger, grausam entstellter Mann. Sie leben technologisierter, mit Feuerwaffen und motorisierten Fahrzeugen.

Juna ist eine junge, vielversprechende Kriegerin und lernt auf einem ihrer Einsätze David kennen, einen jungen, verträumt wirkenden Mönch. Beide lernen sich besser kennen und stellen fest, dass sie sich voneinander angezogen fühlen. Doch als wäre das nicht schon schlimm genug, verheimlichen auch die Anführer einige brisante Details, die so manchen Krieg heraufbeschwören könnten....

Mich konnte diese Geschichte leider überhaupt nicht überzeugen.
Ich hatte mir sehr viel davon versprochen, habe wochenlang der Veröffentlichung entgegengefiebert und hatte auch nach den ersten 100 Seiten immer noch Hoffnung, dass es sich nur um meine typischen Anfangsschwierigkeiten handeln würde. Doch leider, leider.... Die Mischung aus alt und neu hat mir in diesem Fall überhaupt nicht gefallen. Viele Details erinnerten mich an historische Romane, die mir noch nie gefallen haben. Der Inquisitor, die Hohepriesterin, die Naturverbundenheit.... Zumal hat mich die 'Liebe' zwischen David und Juna völlig kalt gelassen. Die Gefühle kamen nicht richtig bei mir an, vor allem Juna war mir nicht tiefgründig genug. Normalerweise gefallen mir Erzählweisen aus Sicht des Mädchens meistens besser, doch in diesem Fall fand ich David's Parts wesentlich besser. Doch leider haben auch die mich nicht vom Hocker gehauen. Ich glaube, es lag hauptsächlich an den historischen Szenen, dass mir auch der Rest nicht mehr gefallen hat.

'David und Juna' ist Teil 1 einer Trilogie. Band 2 'Logan und Gwen' spielt ebenfalls in der selben Zeit, ist aber keine direkte Fortsetzung von David und Juna. Ich denke, dass ich es mit der Fortsetzung noch einmal probieren werde. Immer positiv denken :-)

Ich gebe 3 von 5 Sternen, da es sich trotz Schwächen dank gutem Schreibstil einigermaßen gut lesen lassen konnte.
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