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Das unvollendete Bildnis
 
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Das unvollendete Bildnis [Taschenbuch]

Agatha Christie
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (20. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596175844
  • ISBN-13: 978-3596175840
  • Originaltitel: Five Little Pigs
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 58.374 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Agatha Christie
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seine Malerei und seine Leidenschaft für die Frauen haben Amyas Crale berühmt gemacht, sein Tod hingegen war eher unrühmlich. Vor sechzehn Jahren wurde seine Frau zu lebenslänglicher Haft verurteilt, weil sie ihn vergiftet hatte. Carla, die Tochter der Crales, ist immer noch von der Unschuld ihrer Mutter überzeugt. Sie fordert Hercule Poirot auf, den Fall erneut zu untersuchen: Er soll den Namen ihrer Mutter reinwaschen und herausfinden, was damals wirklich geschah.

Über den Autor

Agatha Christie schuf den modernen britischen Kriminalroman. Sie schrieb 68 Krimis, zahlreiche Kurzgeschichten, zwanzig Theaterstücke, eine Autobiographie, einen Gedichtband und - unter ihrem Pseudonym Mary Westmacott - sechs Romanzen. Sie gilt als die meistgelesene Schriftstellerin überhaupt. Die "Queen of Crime" verband ihre Lebenserfahrungen mit Phantasie, psychologischem Feinsinn, skurrilem Humor und Ironie. 1971 in den Adelsstand erhoben, starb sie im Alter von 85 Jahren am 12. Januar 1976.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sechszehn Jahre später 15. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hercule Poirot, der grosse Privatdetektiv mit belgischer Abstammung, wird von einer der grössten Herausforderungen seiner glanzvollen Karriere gestellt; die junge Carla Lemarchant feuert ihn an, in einem alten und längst abgeschlossenen Fall herumzuschnüffeln. Ihre Mutter Caroline sollte damals vor sechszehn Jahren ihren Ehemann, den berühmten Maler Amyas Crale, vergiftet haben. Sie wurde dafür zur lebenslangen Haft verurteilt und war kurz danach im Gefängnis gestorben. Doch Carla glaubt nicht an die Schuld ihrer Mutter und nun muss der alte Belgier die Zeugen der damaligen Geschehnissen aussuchen und sie befragen. Wenn nicht Caroline Crale die Mörderin war, dann kommen nur fünf Personen in Frage: der mit dem Ehepaar befreundete Philip Blake, sein Bruder Meredith, Elsa Greer, das junge Mädchen, wegen dem Amyas seine Frau verlassen wollte; die fünfzehnjährige Carolines Halbschwester Angela Warren oder ihre weise , etwas feministisch veranlagte Erzieherin Cecilia Williams. Aus den Fetzen der Erinnerungen und dem Haufen der Vermutungen und Lügen muss nun Poirot die Wahrheit herausfinden...

"Das unvollendete Bildnis" ist wahrscheinlich literarisch der bedeutendste Roman von Agatha Christie. Die von der Authorin geschilderte Personen wirken absolut lebendig und rufen bei den Lesern Mitleid und Verständnis hervor. Besonders gelungen sind die Figuren des verstorbenen Künstlers und seiner Frau, die langsam , beinahe gespensterisch, im Laufe der Handlung vor den Augen aufstehen und mit der Stärke ihrer Persönlichkeit die anderen Romangestalten im Schatten stehen lassen, so dass sogar der ertappte Mörder am Ende gestehen muß: "Sie sind nicht gestorben. Ich bin's". Dieses im Jahr 1943 geschriebene Buch ist ein Meisterwerk der Queen of Crime, das kaum seinesgleichen kennt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Melanie Holtmann VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Mit diesem Kriminalroman hat Agatha Christie zusätzlich zum üblichen Verwirrspiel um den Täter noch eine reizvolle posthume Charakterstudie geschaffen, denn es muss ein Verbrechen nach 15 Jahren rekonstruiert werden.

Poirot erhält von Carla Lemerchant den Auftrag, die Unschuld ihrer Mutter zu beweisen, die vor 15 Jahren wegen des Mordes an ihrem Mann zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde und nach zwei Jahren im Zuchthaus starb. Der belgische Detektiv sucht alle an diesem Fall Beteiligten auf, zeichnet ein neues Bild von den Geschehnissen in jenen Tagen und kommt zu einem überraschenden Schluss...

Wieder hat die Queen of Crime hier eine verblüffende, wenn auch nicht ganz so spektakuläre Auflösung wie sonst kreiert, die scheinbar offensichtliche Indizien in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. Faszinierend an diesem Werk ist vor allem der Aufbau- die Handlung besteht hier fast ausschließlich in der Befragung der Beteiligten, in der gedanklichen und schriftlichen Rekonstruktion der relevanten Tage. Natürlich herrschen 15 Jahre nach der Tat andere Emotionen vor als unmittelbar nach dem Verbrechen- die Beteiligten sind älter geworden, haben sich verändert, sind andere Beziehungen eingegangen. Für manche ist der Fall schon längst abgeschlossen, andere sind nach wie vor leidenschaftlich von der Schuld oder Unschuld der Mutter überzeugt.

In dieser seltsamen Atmosphäre soll die Rehabilitation einer lange Verstorbenen stattfinden- Agatha Christie wäre nicht die Queen of Crime, würde sie nicht Stück für Stück vermeintliche Fakten in Zweifel ziehen und da ansetzen, wo der Leser längst sicheres Ufer vermutete. Die Grundstimmung dieses Krimis ist sehr melancholisch und aufgrund der verstrichenen Zeit nichts weniger als hektisch. Um so mehr Zeit bleibt für eine ruhige und eingehende Betrachtung der Tatsachen- nicht jedermanns Geschmack, aber unbedingt lesenswert!

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Ein Fall, maßgeschneidert für Hercule Poirots graue Zellen: Er soll ein 16 Jahre zurückliegendes Gerichtsurteil revidieren. Also gibt also ganz gewiss keinen Grund für ihn, sich "zu bücken, um Fußabdrücke zu messen oder Zigarettenstummel aufzulesen oder niedergetretenes Gras zu studieren". Der Fall schien damals klar gewesen zu sein: Caroline Crale soll ihren notorisch untreuen Gatten Amyas, einen genialen Maler mit den üblichen Künstlerallüren, durch Gift ermordet haben. Die damaligen Aussagen der fünf Zeugen scheinen keinen anderen Schluss zuzulassen, obwohl oder auch gerade weil einige von ihnen aus ihrer Sympathie für die gedemütigte Gattin keinen Hehl machen. Andere wiederum stellen sie als rachsüchtiges Biest hin. Die zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Frau beging bald darauf Selbstmord, kann also auch nicht mehr befragt werden.
Aber nun ist die damals fünfjährige Tochter der beiden volljährig. Sie bezweifelt das damalige Urteil und beauftragt Poirot damit, die Wahrheit herauszufinden. Für den ist das ein gefundenes Fressen: Einige der damaligen Staatsanwälte, Verteidiger und Richter sowie alle fünf Zeugen leben noch und können nun in ihren Erinnerungsarchiven stöbern, und da kommt so einiges Interessantes zutage.

Der Aufbau von "Das unvollendete Bildnis" folgt Poirots logischem Vorgehen: In einer Art Vorspiel auf dem Theater vernimmt er zunächst die scheinbar weniger wichtigen, in Wirklichkeit aber glaubwürdigsten Zeugen: Er wendet sich an die Juristen und Polizeibeamten von damals, deren Aussagen zwar subjektiv gefiltert sind, aber das gilt bekanntlich für jede Aussage. Im Gegensatz zu den fünf "wichtigen" Zeugen (der Originaltitel lautet, in Anlehnung an einen Kinderreim, bezeichnenderweise "Five Little Pigs") sind bei diesen Zeugen nämlich keine eigenen Interessen im Spiel.
Danach geht's ans Eingemachte: Monsieur Poirot umgarnt die fünf "wichtigen Zeugen", unter denen sich, wenn die Tochter rechthat mit ihren Zweifeln, der tatsächliche Mörder zu finden sein muss. Jeder berichtet, so gut er's vermag, alles, woran er sich noch erinnern kann, und liefert außerdem einen schriftlichen Bericht nach. Im Stil dieser schriftlichen Rapports bekommt man noch einmal so richtig schön die Charaktere vorgeführt.
Wie so oft bei Agatha Christie haben diese Aussagen einen doppelten Boden, denn jeder der fünf hat etwas zu verbergen, ohne deswegen gleich der Mörder zu sein. Aber freilich will jeder sich möglichst in gutem Licht darstellen, was wiederum dazu führt, dass Poirot, vor allem aber der Leser zunächst ratlos vor zahlreichen vielversprechenden Fährten steht und alle drei Seiten ein neues Mordmotiv zu erspähen glaubt. Die Frage lautet daher: Welcher doppelte Boden ist der gesuchte? Oder anders formuliert: Wessen Selbstinszenierung ist nicht koscher, wessen Lügen sind nicht harmlos? Und warum verhielt sich die Angeklagte damals vor Gericht so eigenartig passiv?

Jetzt will ich zwar nicht angeben, aber -- doch, ich will ein klein wenig angeben. Diesmal war ich sogar schneller als Poirot. Wenn ich verrate, dass bereits in den Kapiteln 2, 4 und 6 des ersten Buches das angebliche ursprüngliche Mordmotiv widerlegt wird, wenn man einfach die Aussagen gegeneinander abgleicht, dann verrate ich noch keine Lösung und nehme auch niemandem die Spannung. Ich darf aus demselben Grund sogar andeuten, dass es einen weiteren Zeugen gibt, einen Tatzeugen sogar, den aber keiner auf der Liste hatte. Das gilt auch für den folgenden Hinweis: Die Auflösung des Falles hat nichts mit subtiler Psychologie zu tun, sondern mit strenger Logik, genauer: mit der gewissenhaften Unterscheidung zwischen den Fakten und deren Darstellung, beziehungsweise deren unbewusster Interpretation durch Zeugen. Genau deswegen hat mir die Lektüre auch einen Heidenspaß gemacht, obwohl das Bild immer klarer wurde und das Rätsel längst gelöst war: "Das unvollendete Bildnis" ist nämlich auch ein amüsantes Lehrstück in Sachen "Man lasse sich keine Interpretation aufnötigen, auch nicht von Leuten, die selber garnicht merken, dass sie einem eine Interpretation aufnötigen". Oder so ähnlich.
Wie gesagt: Ich hätte dennoch nie im Leben vor der letzten Seite aufgehört zu lesen, schon weil es ein Vergnügen ist, Poirot bei der Ermittlung zuzuschauen. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich bei Dame Agatha nie ganz sicher sein sollte, bevor man nicht den allerletzten Satz gelesen hat.
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Am 9. September 1999 veröffentlicht
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