Endlich ein Buch, das den Bereich der systemischen Organisationsstrukturaufstellung und ihrer Möglichkeiten in knapper, lesbarer Form darstellt und uns nicht belehrt, sondern in fast spielerischer Form und Leichtigkeit ermutigt, in komplizierten Prozessen von Firmen, Teams und Strukturen mit Potentialen zu arbeiten, statt mit Denken in Defiziten.
Zum Thema Organisationsaufstellung ist so einiges, zum Teil Wichtiges und Gutes erschienen, zum Teil aber auch weniger Hilfreiches und in einigen Fällen sogar zu Hinterfragendes, was apodiktische Skizzierungen und angeblich mögliches Wissen um Ordnungen betrifft. Die Autoren Daimler/Sparrer/von Kibéd machen deutlich, dass sie den Gedanken der Unterschiedsbildung als wesentliches Lösungselement systemischer Struktursufstellungen nicht nur in Organisationsprozessen präferieren.Hinzu kommt, dass nicht zum x-ten Male ein Buch für Anfänger oder Neulinge im Metier geschrieben, nicht zum anstrengenden Wiederholen irgendwelcher Diagrammformen angesetzt, sondern sich auf die textliche Darstellung von Fallarbeiten konzentriert wurde.Dies erhöht die Lesbarkeit zur Abwechslung einmal - und setzt mit Recht einige Grundkenntnisse systemischen Handelns und Denkens sowie entsprechende Literaturkenntnisse voraus. Ganz abgesehen davon, dass Vorgaben von Köhsel (u. nicht nur dieses Verlages) hinsichtlich Längen von Kapiteln oder Literaturangaben unschwer auszumachen sind.Wer insbesondere Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd kennt, weiß um die Wertschätzung der Autoren hinsichtlich eigener Wurzeln und unsichtbarer Netze.