5.0 von 5 Sternen
Das unsichtbare Kreuz, 30. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Das unsichtbare Kreuz (Taschenbuch)
Inspektor Ian O'Connor ist ein Einzelgänger. Er liebt seine Freundin Betty, umsorgt seine Hündin Jessy und raucht für sein Leben gern seine Pfeife. Er ist bei den Kollegen beliebt, man arbeitet gern mit ihm zusammen. Und doch lebt er mehr nach dem Motto 'My home is my castle' als sich im Gejohle einer Menge zu vergnügen. In diese Stille des kleinen Städtchens Athlone im Herzen Irlands rauscht die Nachricht vom Tode Father Toldrims aus dem nahe gelegenen Kloster Clonmacnoise. Und wie einen Donnerschlag trifft es den mit allen Wassern gewaschenen Inspektor als er die grausam zugerichtete Leiche des Geistlichen betrachtet: Der Abt sitzt gefesselt an seinem Stuhl, die Soutane säuberlich zugeknöpft, die Hosen am Boden ' ebenso die Unterhosen. Darunter eine immense Blutlache. Der Kopf des Opfers ruht auf seiner Brust. Vor ihm, auf dem Schreibtisch, liegt sein bestes Stück. So etwas hat auch O'Connor noch nicht gesehen. Ungewöhnlich ist, dass die Tür zu Father Toldrim von innen verschlossen war und nichts, außer einem Holzkreuz gestohlen wurde. Das Holzkreuz war ein Geschenk von Papst Johannes Paul II., der es vor einem Jahr durch zwei Gesandte des Vatikans überbringen ließ. Die Ermittlungen gehen anfangs in Richtung eines Sexualverbrechens. Oder war es die Tat einer Sekte? Oder eines Devotionaliensammlers? Schließlich bekommt man nicht jeden Tag ein Kreuz vom Papst zu greifen.
Ian O'Connors Jagdinstinkt ist geweckt. Die Theorie des Devotionaliensammlers verdrängt er als er von zwei ähnlichen morden in Polen hört. Zusammen mit Professor Roughat, der die Obduktion bei Father Toldrim vorgenommen hat reist er nach Polen. Die Fälle passen zusammen. Und alle Wege führen nach Rom. Dort sitzt Toni Calabrese, ein befreundeter Kollege. Ihn bittet Ian um Unterstützung.
Dass eine Sekte hinter den Morden stecken könnte, untermauert ein Anschlag auf Prälat Montgomery. Der hat ebenfalls ein Holzkreuz des Papstes bekommen. Und zwar für seinen Kampf gegen antichristliche Untriebe.
Ian reist nach Rom, um sich mit Toni auszutauschen. Dort trifft er auf Pater Frühling, einen Franziskanermönch, der zu einem unverzichtbaren Begleiter auf seiner Spurensuche wird.
'Das unsichtbare Kreuz' führt den Leser in eine gläubige Welt ein, die in ihren Grundfesten erschüttert werden könnte, wenn das Rätsel des unsichtbaren Kreuzes ans Tageslicht kommt. Von Irland, mit einem kurzen Abstecher nach Polen bringt Christian Bauch den Leser ins Herz der katholischen Kirche nach Rom und weiter in die Schweiz. Ist der erste Teil noch sehr von irischem Lokalkolorit geprägt, so erlaubt es der Verlauf der Geschichte kaum noch Notiz vom Umfeld zu nehmen. Die Spannung steigt ins Unermessliche bis endlich die Lösung nahe ist.
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5.0 von 5 Sternen
Irland, 29. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Das unsichtbare Kreuz (Taschenbuch)
Christian Bauch hat in seinem internationalen Roman Das unsichtbare Kreuz ein spannendes Stück Kriminalgeschichte geschrieben.
Es ist ein wunderbarer Einblick in die idyllische Welt Irlands, wo der kauzige Inspektor Ian O'Connor einen bizarren Mord aufzuklären versucht.
Sehr schnell wird klar, dass die Geschichte größere Dimensionen hat, als man anfangs vermuten konnte.
Wie kann die Welt in den Heiligen Gefilden von Klöstern nur so abgrundtief schlecht sein?
Aber schon immer hat die Heilige Kirche unter dem Deckmantel ihrer Nächstenliebe viel Mord und Totschlag zu Tage gebracht.
Der neugierige Pater Frühling aus dem Vatikan ist es schließlich, der erste Hintergründe über ein mögliches Motiv liefert.
Schließlich wird es ein Wettlauf mit der Zeit, um das letzte Kreuz rechtzeitig vor den Mördern zu finden.
Ich kann dieses spannende und auch sehr lehrreiche Buch jedem empfehlen, der spannend unterhalten werden will und dabei auch etwas von der großen weiten Welt kennen lernen will.
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