Aus der Amazon.de-Redaktion
Kai aber vergisst die Warnung allzu schnell -- spätestens, als sein Dorf von marodierenden Geisterpiraten überfallen wird und er erfährt, dass die Wärme, die er bei der Nähe von Irrlichtern verspürt, mythische Ursachen hat. Dies offenbart ihm der Zauberer Thadäus Eulertin, bei dem Kai in Hammaburg, der Stadt der Magier und Windmacher, in die Lehre geht. Kai ist der letzte Feuermagier, der mit der Macht über das unendliche Licht auch die diabolische Nebelkönigin Morgaya besiegen könnte, deren eiskalter, dunkler Machtstrahl schon bis in die nächste Nähe reicht. Aber kann Kai alleine gegen Morgaya überhaupt bestehen?
Bis zum Schluss hält Finn in Das unendliche Licht die Spannung auf höchstem Niveau. Wie er das macht, grenzt fast schon selbst an Zauberei. Da wird es Leser ab 12 Jahren freuen, dass das Buch, einer Fantasy-Tradition folgend, Teil einer Trilogie ist. Also: Her mit neuen Bänden! --Stefan Kellerer
Stuttgarter Zeitung, 4.10.2006
familien-welt.de, 14.7.2006
buchwurm.de, 19.07.2006
buecherforum.de, 8.8.2006
Tristan Leinkauf, Buchmarkt 09/2006
Kurzbeschreibung
Der Letzte seiner Art
Geisterpiraten, Zaubersprüche und dunkle Magie: Aus diesen Zutaten besteht das Leben des 13jährigen Kai in Thomas Finns Fantasy-Roman „Das unendliche Licht“. Kai ist ein Irrlichtfänger, dessen geordnete Welt nach einem Überfall von untoten Seefahrern gewaltig durcheinander gewirbelt wird. Kai rettet sich nach Hammaburg – der sagenumwobenen Stadt der Magier und Windmacher an der Elbe. Dort will ihn der berühmte Däumlingszauberer Thadäus Eulertin in die Lehre nehmen. Aber warum ausgerechnet ihn, einen harmlosen Jungen aus dem Moor? Und was hat es mit diesem lodernden inneren Feuer auf sich, das Kai aufzuzehren scheint? Steckt in ihm mehr als ein begabter Irrlichtfänger?
Thomas Finn zieht seine Leser in den Sog einer atemberaubenden fantastischen Geschichte voller Gefahren.
Die Lehrzeit bei Magister Eulertin ist hart – doch bald merkt Kai, dass die ganze Schinderei einen Sinn hat. Denn großes Unheil braut sich über der Stadt zusammen: Immer mehr Irrlichter werden gestohlen, in Eulertins Haus scheint es zu spuken und finstere Gestalten trachten Kai und dem Zauberer nach dem Leben. Bei Kais Magierweihe stellt sich auch noch heraus, was Eulertin schon die ganze Zeit vermutet hat: Kai ist der letzte lebende Feuermagier. Er ist der Bewahrer des unendlichen Lichts, dessen Magie die Welt vor der bösen Nebelkönigin Morgoya retten kann. Die grausame Zauberin und ihre Gehilfen wollen Dunkelheit über das Land bringen und alle unter ihr Joch spannen. Kann Kai allein gegen sie angehen?
Der Verlag über das Buch
Klappentext
Über den Autor
Thomas Finn
Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Hamburg. Der ausgebildete Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt ist preisgekrönter Spiele- und Romanautor und hat einige Jahre als Lektor und Dramaturg in einem Drehbuchverlag (Ullmann Verlag für Film, Fernsehen & Theater) sowie als Chefredakteur des führenden deutschen Phantastik-Magazins Nautilus vom Abenteuer Medien Verlag gearbeitet. Während seines Studiums arbeitete er als Redakteur und freier Mitarbeiter für zahlreiche Magazine des phantastischen Genres, darunter die Magazine "ZauberZeit" und "Nautilus".
Im Spielebereich stammen zahlreiche Abenteuer-Publikationen aus seiner Feder, darunter weit über ein Dutzend Titel des beliebten deutschen Fantasy-Rollenspiels 'Das Schwarze Auge' (Fantasy Productions) zu dessen Redaktionsstab er zählt.
Hauptberuflich arbeitet er heute als Roman-, Spiele-, Theater- und Drehbuchautor; dabei enstanden und entstehen Produktionen für ARD, Sat1 und NDR, Aufführungen für das Alte Schauspielhaus Stuttgart, das Theater Baden-Baden und die Festspiele in Breisach, sowie Publikationen bei Piper, Heyne und Ravensburger.
Bei Ravensburger erscheinen:
- Das unendliche Licht
- Der eisige Schatten
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Fein, dass wir uns endlich persönlich kennen lernen, war am jenseitigen Ende des Raums eine leise Stimme zu hören. Du bist also Kai?
Verwirrt trat Kai einen Schritt vor und entdeckte, dass jenseits eines Pfeilers, in der hinteren rechten Raumecke, steinerne Stufen zu einem dunklen Durchlass führten. Der Zugang endete vor einer wuchtigen Tür mit schweren Eisenriegeln. Doch auch dort stand niemand.
Ja, der bin ich, antwortete Kai zögernd. Darf ich fragen, wo Ihr seid, Magister Eulertin? Ich hoffe, ich spreche nicht schon wieder mit einem Geist?
Er blickte sich nochmals um. Auf einem hohen Lehnstuhl in der Nähe des alchemistischen Labors stand die Miniaturversion eines Hauses. Es hatte in etwa die Größe einer kleinen Truhe und eines der Fenster war beleuchtet. Was war das? Unwichtig. Die Stimme war von weiter rechts erklungen.
Einem Geist?, wiederholte die dünne Stimme und seufzte. Aber nein, mitnichten. Ich erfreue mich bester Gesundheit. Offenbar hat es Quiiiitsss nicht für nötig gehalten, dich über meine Natur in Kenntnis zu setzen. Na, das sieht ihm ähnlich. Er vergisst oder verdreht gerne Dinge, die man ihm aufträgt. In diesem Fall empfehle ich dir, deinen Blick auf das Schreibpult neben dem Kamin zu lenken."
Auszug aus Das unendliche Licht von Thomas Finn. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Fein, dass wir uns endlich persönlich kennen lernen", war am jenseitigen Ende des Raums eine leise Stimme zu hören. "Du bist also Kai?"
Verwirrt trat Kai einen Schritt vor und entdeckte, dass jenseits eines Pfeilers, in der hinteren rechten Raumecke, steinerne Stufen zu einem dunklen Durchlass führten. Der Zugang endete vor einer wuchtigen Tür mit schweren Eisenriegeln. Doch auch dort stand niemand.
"Ja, der bin ich", antwortete Kai zögernd. "Darf ich fragen, wo Ihr seid, Magister Eulertin? Ich hoffe, ich spreche nicht schon wieder mit einem Geist?"
Er blickte sich nochmals um. Auf einem hohen Lehnstuhl in der Nähe des alchemistischen Labors stand die Miniaturversion eines Hauses. Es hatte in etwa die Größe einer kleinen Truhe und eines der Fenster war beleuchtet. Was war das? Unwichtig. Die Stimme war von weiter rechts erklungen.
"Einem Geist?", wiederholte die dünne Stimme und seufzte. "Aber nein, mitnichten. Ich erfreue mich bester Gesundheit. Offenbar hat es Quiiiitsss nicht für nötig gehalten, dich über meine Natur in Kenntnis zu setzen. Na, das sieht ihm ähnlich. Er vergisst oder verdreht gerne Dinge, die man ihm aufträgt. In diesem Fall empfehle ich dir, deinen Blick auf das Schreibpult neben dem Kamin zu lenken." Kai tat, wie ihm geheißen wurde. (...)
"Siehst du mich jetzt?", fragte die Stimme.
"Äh, nicht wirklich." (...)
"Ach, potz Blitz, es ist doch immer dasselbe mit euch Menschen", grollte die Stimme.
Jäh erfüllte ein luftiges Brausen den Raum. Kurz darauf schwebte ein Vergrößerungsglas von einem der Regale zu dem Pult hinüber und kam hochkant neben einer Ledermappe zum Stehen. (...)
"Ist es so besser?", tönte es vom Pult.
Kai gab einen Laut der Überraschung von sich. "Bei allen Moorgeistern! Seid Ihr das, Magister?"