Das Buch ist kurzweilig und empathisch geschrieben. Es handelt von einem gepeinigten Bullen, der ausbricht, sich einer Wildschweinrotte anschließt und immer wieder Menschen mit mörderischen Absichten das Leben schwer macht. Dafür erntet er in der Bevölkerung sogar Sympathiepunkte. Letztendlich gebe ich nur deswegen einen Stern weniger, da das Buch sich zu unkritisch gegenüber Tierausbeuter_innen äußert, es deswegen keine allgemeine Kritik an der Schlachthofgesellschaft formuliert, die Tieren wie Otto massenweise quält und ermordet, sondern eher eine Gnadenhofmentalität vertritt: Wenn ein Rind ein gutes Schicksal ereilt, ist das eine schöne Geschichte, wenn Milliarden von "Nutztieren" in den Schlachthof oder Millionen freilebender Tiere durch Jäger_innen sterben müssen, ist nicht der Rede wert.