Pressestimmen
"Wie der Münchener Philosoph Heinrich Meier nachgewiesen hat, konzentrierte Leo Strauss seine philosophische Arbeit lebenslang auf eine einzige zentrale Frage - das theologisch-politische Problem ..." (Basler Zeitung)
"Strauss verstand sich als Lehrer einer vergessenen philosophischen Tradition, nicht als Politiker. Heinrich Meiers Buch 'zum Thema von Leo Strauss' stellt diese Position von Strauss klar vor Augen. Er mischt sich nicht in den derzeitigen Streit um die Straussianer ein, doch umso wichtiger ist die Lektüre. Die Analyse des Verhältnisses der Religion zur Politik, die Strauss 1935 begann, ist heute noch nicht veraltet - das zeigen die verzweifelten philosophischen Versuche der Gegenwart, die immer noch an der Theologie, die diese Versuche nur belächelt, scheitern." (SDZ)
"Heinrich Meier zählt es zu den Besonderheiten der Strauss'schen Rhetorik, dass sie die Herausforderung der Philosophie durch den Offenbarungsglauben zuweilen stärker mache, als sie tatsächlich sei ..." (NZZ)
"Meier depolitisiert das Werk von Leo Strauss nicht, sondern gesteht dem Philosophen zu, dass er das Politische anders thematisiert und dass er auf andere Weise politisiert." (Deutsche Zeitschrift für Philosophie)
Kurzbeschreibung
Lange erwarteter Beitrag zur Debatte über Kernprobleme der Politischen Philosophie. Der Autor ist Herausgeber der vielbeachteten Ausgabe der Gesammelten Schriften von Leo Strauss. Nichts ist so umstritten im Denken von Leo Strauss und nichts ist so zentral für sein Verständnis wie das theologisch-politische Problem. Da es im Zentrum von Strauss' Politischer Philosophie steht, findet der Streit seinen Niederschlag in allen großen Kontroversen, die sein Oeuvre umgeben. Heinrich Meiers theologisch-politischer Traktat ist die erste Schrift zu Strauss, die das Problem, von dem Strauss sagte, es sei das Thema seiner Untersuchungen gewesen, zu ihrem Thema macht. Neben dem programmatischen Vortrag "Das theologisch-politische Problem", der auf dem internationalen Leo Strauss Symposium in München im Juni 2002 große Beachtung fand, enthält sie den Kommentar "Zur Genealogie des Offenbarungsglaubens", der eine kühne genealogische Skizze von Strauss aus dem Nachlaß zugänglich macht und argumentativ entfaltet, sowie den Text "Der Tod als Gott. Eine Anmerkung zu Martin Heidegger", der den Blick auf einen Philosophen richtet, auf dessen Denken das theologisch-politische Problem seinen langen Schatten geworfen hat, ohne daß es bei ihm jemals ein Thema von Gewicht war.