Lemony Snicket hat es wieder geschafft. Mit dem achten Band seiner Reihe um die armen Baudelaire-Waisen kann der Autor an den Erfolg der vorhergehenden Geschichten locker anschließen. Zu diesem Erfolgsrezept gehören wie immer bestimmte Zutaten, die Snicket dem Leser auch in "das teuflische Hospital" nicht vorenthält. Die armen Waisen werden wieder mal in schier auswegslose Situationen gebracht und nicht zum ersten (und wahrscheinlich auch nicht zum letzen) Mal ist Leib und Seele der Kinder bedroht. Aber sie wären nicht die Helden der Geschichte, würden sie nicht jedesmal wieder einen Ausweg finden, dank ihren unleugbaren (und manchmal etwas unglaublichen) Talenten. Die erfinderische Violet, der belesene Klaus und auch die beißfeste Sunny, eigentlich noch ein Kleinkind, wissen sich zu wehren. Denn auch hier müssen die Kinder alles nur erdenkliche einsetzen um sich gegen den bösen Graf Olaf zu behaupten, der wieder einmal hinter dem Vermögen der Baudeaires her ist. Diesmal landen die Kinder, nach einer Flucht in einem unheimlichen Krankenhaus, in dem sie weitere Informationen über ihr Schicksal, über den Brand, in dem ihre Eltern umkamen finden wollen. Das mit dem Hospital etwas nicht stimmt und dort seltsame Dinge vorgehen, kann sich jeder Leser denken, der schon Erfahrungen mit Lemony Snicket als Autor gemacht hat.
Die Geschichte bringt hier einige interessante Details und Hintergrundinformationen ein, die einiges aus den vorhergehenden Büchern aufnehmen. Man sollte also den achten Band nicht aus der Reihe lesen.
Auch in "das teuflische Hospital" punktet Snicket wieder mit seinem untrügbaren Sarkasmus, der seinen Stil durchläuft und mit seiner gnadenlose Schilderung trifft er ohne große Schnörkel ins Schwarze. Und Schwarz ist auch sein Humor. Also auch für Erwachsene bietet das Buch einige lesenswerte Szenen, die ihnen, trotz ihres schrecklichen Inhaltes, nich selten ein Schmunzeln abringen werden.