Die Geschichte, die in New York und auf dem Gelände der Firma Dundee im nahegelegenen Katonah spielt, hat viel Schwung: Der heruntergekommene Anwalt Alfred Hicks soll im Auftrag von Frau Dundee feststellen, warum ihr Mann überzeugt ist, dass sie Geschäftsgeheimnisse verrät. Er wird bei seinen Nachforschungen vom Firmenchef nicht unterstützt, erst als er ihm für einen Mord auf dem Firmenareal ein Alibi liefern kann, wird er zumindest geduldet. Im Zuge der Tatorterhebungen schränkt die Kriminalpolizei Hicks Bewegungsfreiheit wieder ein, sodass er teilweise heimlich agieren muss. Dass Hicks als Normalsterblicher ohne Ermittlungsbefugnis und ohne Waffengebrauch nur mit Zivilcourage und scharfem Verstand zum Ziel kommt, macht die Geschichte zusätzlich interessant.
Innerhalb dieses Handlungsablaufs gilt es, mehrere Rätsel zu lösen: Wie kommt die Konkurrenz zu den neuen Kunststoffmaterialien von Dundee, die sie sich dann patentieren lässt? Wer hat auf dem Firmengelände gemordet, und hat die Tat mit der Spionagetätigkeit etwas zu tun? Wo befindet sich die Tonaufnahme, die die Industriespionage beweisen soll, und was ist darauf zu hören?
Auf eine Tonaufnahme bezieht sich auch der Titel. Die Firma Dundee setzte Schallplatten als Tonträger für Lauschangriffe einerseits und Büro-Diktate andererseits ein, und diese Platten spielen sowohl beim Nachweis der Industriespionage als auch als Alibi bei der Suche nach dem Mörder eine Rolle.
Auf den fast 200 Seiten schildert Stout die Ereignisse und Personen naturgemäß viel facettenreicher als in seinen Kurzkrimis. Das hat den Vorteil, dass man die Geschichte mit dem gleichen Vergnügen nochmals lesen kann, auch wenn man den Schluss schon kennt, denn viele Details bekommen dadurch eine neue Bedeutung.