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Das steinerne Floß [Gebundene Ausgabe]

José Saramago , Andreas Klotsch
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

19. Oktober 1998
Was geschieht, wenn plötzlich die Pyrenäen "reißen" - und wenn die Iberische Halbinsel auf den Atlantik hinaustreibt ? In einer raffinierten ironischen Verschmelzung von traditionellen und modernen Erzählweisen berichtet José Saramago von den Geschicken der Spanier und Portugiesen auf ihrem davonschwimmenden Kleinkontinent, stellt er dem ratlosen Taktieren von Politikern und Wissenschaftlern angesichts der unerklärlichen Ereignisse den ungebrochenen Glauben des Volkes an Mythen und Legenden gegenüber.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 2 (19. Oktober 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498062239
  • ISBN-13: 978-3498062231
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 940.110 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

José Saramago wurde am am 16.11.1922 in dem Dorf Azinhaga im portugiesischen Ribatejo als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren. Mit zwei Jahren Umzug nach Lissabon. Aus finanziellen Gründen Wechsel vom Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Zwei Jahre Tätigkeit in diesem Beruf in einem Krankenhaus, anschließend Übergang in die Verwaltung. Ab 1955 häufige Aufenthalte im Literatencafé «Café Chiado». Durch Vermittlung Arbeit im Verlag «Estúdios Cor». In dieser Zeit erste Veröffentlichungen. 1969 Eintritt in die (verbotene) kommunistische Partei, erste Auslandsreise (Paris). Ab 1968 literarische bzw. politische Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften; März bis November 1975 beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung «Diáro de Notícias». Nach der "Nelkenrevolution" 1974 Arbeit im Ministerium für Kommunikation. 1975-1980 verdiente er seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Übersetzer. Seit 1980 war er als freier Schriftsteller tätig. 1986 sprach Saramago sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals in die Europäische Union und für eine Unabhängigkeit der Iberischen Halbinsel aus. Er ist Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada (Portugal) und des Ordre des Arts et Lettres (Frankreich) sowie Ehrendoktor der Universitäten Turin, Sevilla und Manchester. Seine Werke sind in 26 Sprachen übersetzt. José Saramago lebte zuletzt auf Lanzarote, wo er am 18. Juni 2010 verstarb. Auszeichnungen: Prémio da Associação de Crítícos Portugueses (1979); Prémio Cicade de Lisboa für «Hoffnung im Alentejo» (1980); Prémio Literário Município de Lisboa für «Das Memorial» (1982); Prémio da Crítica da Associação Portuguesa de Crítícos (Prémio D. Dinis) für «Das Todesjahr des Ricardo Reis» (1986); Premio Internazoniale Ennio Flaiano (Italien) (1992); Nobelpreis für Literatur (1998).

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantasievoller, intellektuell reizvoller Spaß! 2. Februar 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Saramago erzählt die Geschichte der hispanischen Halbinsel: sie trennt sich von Europa und treibt im Atlantik davon. Wie dieses steinerne Floß durch das Meer, so treibt eine Gruppe Menschen durch Spanien und Portugal: Menschen, die auf eigentümliche Art und Weise mit dem Ablösen der Insel vom Kontinent verbunden sind. So weit der Inhalt. Neben den phantasievollen Wendungen der Geschichte besticht der Roman durch seine Form. Saramago kommentiert sich selbst, nimmt sich auf den Arm. Seine zunächst schwerfällig scheinende Erzählweise entpuppt sich schnell als Lust an der Sprache. Der Witz ist oft hintergründig, schlau und nie schenkelklopfend. Man lacht nicht, schmunzelt aber. Es ist kein leichtfüßiger Stil, der Text kommt behäbig und gewählt daher, aber es entwickelt sich ein Spannungsbogen, der den Lesenden bis an's Ende des Textes trägt. Das Ende der Geschichte sei natürlich nicht verraten. Und genauso wenig verrate ich, wieviele Fragezeichen, wieviele Ausrufezeichen in dem Buch sind. Dabei sind die Antworten auf diese Fragen alle überraschend.

Hannes Wirth

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch fantasievoll 20. Dezember 2002
Format:Taschenbuch
Der Autor schafft es in diesem Buch wirklich, das fiktive und unwahrscheinlich anmutende "Abbrechen" der iberischen Halbinsel so darzustellen, dass man sich nie fragt, wie soetwas passieren soll, und vorallem kommen einem nie Zweifel auf, dass die Halbinsel nicht wirklich abgebrochen ist oder dass sie es jedenfalls könnte. Man möchte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand geben. Nur leider muss man sagen, dass es am Anfang der Geschichte sehr schwer ist, mit dem Geschehenen mitzukommen, die Ereignisse zu verarbeiten und man möchte manchmal das Buich einfach in die Ecke werfen, was vorallem durch die seitenlangen Sätze und Satzkonstruktionen, die einem endlos vorkommen, hervorgerufen wird. Tatsächlich wünscht man sich nur allzu sehnlichst, den nächsten Punkt zu sehen. Wer aber diese ersten 50 Seiten durchgehalten hat, wird mit umso schöneren Geschichten und Landschaftsbeschreibungen belohnt. Dieses Buch ist ein echtes Meisterwerk der Erzählkunst.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Auf und Ab 1. Januar 2007
Format:Taschenbuch
Liest man die Kurzbeschreibung dieses Buches des Literaturnobelpreisträgers Jose Saramago, muss man sofort zugreifen: Es geht nämlich darum, dass die Iberische Halbinsel sich von Europa los löst und sich im Atlantik auf Reisen macht. Das hört sich wirklich faszinierend an. Auf so etwas „Verrücktes“ muss man erst einmal kommen.

Die ersten 100 Seiten sind dann auch wirklich äußerst spannend: Es werden mehrere merkwürdige Ereignisse, die mit mehreren Personen in Spanien und Portugal zusammenhängen, beschrieben: So wird ein Lehrer von mehreren tausend schwarzen Staren auf Schritt und Tritt verfolgt. Ein Bürokaufmann wirft einen, einige Kilogramm schweren, Stein hunderte Meter in die Höhe. Hängt dies etwa mit dem geheimnisvollen Abbrechen zusammen?

Zwischendurch wird dargestellt, wie die Menschen und die verschiedenen Regierungen der Welt auf die veränderte Geographie Europas reagieren. Das hat der Autor wirklich gut gemacht und man muss wirklich sehr oft schmunzeln. Doch diese Schilderungen werden nach den ersten 100 Seiten immer weniger.

Danach dreht sich fast alles nur noch um fünf Menschen und einen Hund, die sich auf eine Odyssee durch Spanien und Portugal begeben, was teilweise durchaus sehr interessant ist, da Saramago auch immer wieder einige Volksmärchen- und Mythen mit unterbringt. Doch nach und nach verliert alles seinen Reiz und die ganze Geschichte erscheint nur noch sehr zäh und langatmig (das Buch hat ja gut 400 Seiten).

Da helfen auch solch spannende Fragen nichts mehr, wie zum Beispiel, was geschehen würde, wenn die „Halbinsel“ denn nun mit den Azoren oder Nordamerika kollidiert.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Seltsame Ereignisse erfordern seltsame Geschichten 29. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die Iberische Halbinsel bricht vom europäischen Kontinent ab und treibt in den Atlantik. "Bekanntlich hat jede Wirkung ihre Ursache, ... es lassen sich jedoch beim Urteilen Irrtümer manchmal nicht vermeiden," und manchmal "geschieht es doch, daß wir diese Wirkung jener Ursache zuschreiben, während es doch eine andere Ursache war, weit jenseits des Verständnisses, das wir haben," so läßt Saramago 5 Menschen und einem Hund Ereignisse wiederfahren die der Grund dafür, oder auch doch nicht der Grund dafür sein können. So ritzt Joana Carda die Erde mit einem Rüsterstock, Joaquim Sassa läßt einen eigentlich viel zu schweren Stein über die Wellen hüpfen; Pedro Orce bemerkt, das die Erde bebt; Jose Anaico folgen die Stare und Maria Guavaira zieht einen Faden aus einem Knäuel Wolle, der kein Ende nimmt. Die Figuren, obwohl über Spanien und Portugal verteilt, finden einander und beschließen gemeinsam umherzuziehen und sich die Bruchstelle anzusehen. Das Ganze geschieht in der angenehmen, eigentümlichen Sprache Saramagos ohne große Spannung aber immer so, das man sich den Roman nicht mehr endend wünscht. Trotzdem ist nach 414 Seiten Schluß, der alte Mann ist gestorben, der Hund bleibt bei ihm, und zwei Paare haben sich gefunden und trennen sich jetzt. Saramago gelingt es, das man den fiktiven Anfang nie bezweifelt, sondern sich mehr und mehr in die Geschichte hereinfallen läßt. "Das steinerne Floß" ist nicht von dieser ergreifenden Dichte wie "Die Stadt der Blinden" aber angenehm zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Textstelle bei Arne Dahl 0 05.09.2009
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